Monatsarchiv für August 2008

John Singer Sargent

Seit einiger Zeit entwickelt sich bei mir eine ausgesprochene Schwäche für das Werk des amerikanischen Porträtmalers John Singer Sargent (1856-1925) – ganz wunderbare Frauenporträts aus der englischen und amerikanischen Oberschicht. Alles ein bißchen glamourös, sehr mondän, sehr souverän und lässig – überhaupt nichts Langweiliges, Pfäffisches, Biederes, Rührseliges oder Verkniffenes. Finde ich herrlich, Kunst, wie sie sein soll.

Das Porträt der Lady Agnew of Lochnaugh ist in jeder Beziehung hinreißend, ich verwende das gleich nochmal als Beitragsbildchen – Singer selbst sah zwar nicht schlecht aus, aber doch nicht gut genug, um hier als Beitragsbild durchzugehen.

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Die Kugel kreist

Sonja Margolina – eigentlich immer recht lesenswert – analysiert in der TAZ unter dem Titel „kaukasisches Roulette“ die weltpolitische Lage angesichts des Georgien-Konflikts. Nun, die Position und die Motive der USA sieht sie, wie in Deutschland üblich, wohl als geschlossener und zielgerichteter an als sie tatsächlich sind.

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Meine wichtigsten Blogueurs-Hilfsmittel

Gna, es ist weiterhin Urlaubs- und Saure-Gurken-Zeit :kopfschmerz:. Beides sei mir Anlaß, hier eine Liste meiner liebsten Web-Blogs-Hilfsmittel zu publizieren.

Et voilà:
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Fragmente eines apokryphen Evangeliums (Jorge Luis Borges)

Peter Hammer (Köln) hat sich die Mühe gemacht, die 1969 in dem Gedichtband (!) „Lob des Schattens“ erschienenen „Fragmente eines apokryphen Evangeliums“ von Jorge Luis Borges auf den Scanner zu packen und in seinem Blogue zu publicieren. Mag ich schon seit langer Zeit sehr; manche sind ein bißchen banal, aber so ist das eben fast immer mit aphoristischer Schreibe.

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Kein Beijing

Erstaunlichweise ist uns Beijing erspart geblieben. Und was hatten wir uns davor gefürchtet, schon seit mindestens einem Jahr! War völlig unbegründet, wenn ich nicht ganz und gar geschlafen hätte. Klar, das Logo war auf jeder Nachrichtenseite und in jedem Studio zu sehen. Nur: gesagt und geschrieben hat’s keiner, der irgend zählte. Sehr schön! :-)

Andererseits demonstriert uns das, wie tief England mittlerweile gesunken ist. Ist kein schöner Anblick, echt nicht. :-(

Was Frankreich angeht: Keine besonderen Vorkommnisse. :-)

Frankreich zündet die erste Wasserstoffbombe – vor 5 Stunden

Wird man mir glauben, daß die abgebildete Nachricht aus meinem Netvibes-Reader bei mir tatsächlich – gut, in weiterhin sehr angegriffenem Zustand – für einen Wimpernschlag lang zu einer Art Phasenverschiebung geführt hat? Nun, zumindest habe ich gestutzt…

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Broderiana II & FAZ-Perlentaucheriana

Wenn die FAZ „Hü!“ sagt, und der Perlentaucher sagt etwas dazu, dann sagt er mit Sicherheit „Hott!“. Und so wirft sich nun Thekla Dannenberg vom PT für Henryk M. Broder ins Zeug, nachdem der – Amyklai hat berichtet – von Patrick Bahners in der FAZ angegriffen worden war.

Sicher zu Recht weist die Autorin daraufhin, daß es (in diesem Falle einmal, Amyklai) Broder sei, der verklagt von Evelyn Hecht-Galinski worden sei und nicht umgekehrt.

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Ein Zehner

Vielleicht sollte ich nicht zu oft Bemerkungen zur FAZ-Titelseite machen. Aber dieses Ergebnis der Suche nach dem „Bild des Tages“ ist nun einmal fast jeden Tag einer meiner ersten „neuen“ optischen Eindrücke und heute wundere ich mich besonders über die halb-gequälte, halb-gelungene Assoziationskette.

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… und eine Leine für den Krallenträger

Eine solche fordert Josef Joffe, Mitherausgeber der Zeit. Er erläutert, was seines Erachtens „der Westen gegenüber Russland lieber lassen sollte“. Freut mich zu lesen, daß politischer Verstand in jener Redaktion noch nicht ganz ausgestorben ist.

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Broderiana

Wie üblich geht’s um Prozesse und wie üblich darum, wer wen wo als Antisemiten bezeichnen darf oder nicht — Patrick Bahners berichtet und kommentiert im FAZ-Feuilleton. Der Krach zwischen Henry M. Broder und Evelyn Hecht-Galinski ist sicher in Grundzügen bekannt, und die Aussagen von Frau Hecht-Galinski interessieren hier auch nicht.

Bemerkenswert scheinen mir aber diese Bemerkung Bahners‘:
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Die Krallen des Bären

Marc Zitzmann referiert in der Online-NZZ die Rekationen verschiedener französischer Intellektueller auf den Georgien-Rußland-Aufruf André Glucksmanns und Bernard-Henri Lévys: „Warum der krallt der Bär?“. Zitzmann greift Lévy sehr scharf an, und zwar wegen einer vorgestern in Le Monde erschienenen Reportage aus Georgien. Zitzmann:

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Noch ein Déjà-vu

Wie man es erwarten konnte, macht die FAZ mit einem Foto eines russischen Panzers in Prag im Jahre 1968 auf. So soll es auch sein. Und auch die Frage, von wo und von wann denn das Foto stamme, ist nur recht und billig: „Budapest 1956? Grosny 1999? Gori 2008 […] bei russischen Einmärschen gleichen sich nicht nur die Bilder.“

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