Monatsarchiv für November 2008

NZZ – War Japan eine Angreifer-Nation? (Kultur, Aktuell, NZZ Online)

Ein hoher Offizier der Japanischen Armee hat Japan auf Augenhöhe sehen wollen, und zwar bemerkenswerterweise kurz *vor* seiner Pensionierung. Leider sagt die NZZ nicht, was er eigentlich gesagt hat, es ist da ganz offensichtlich eine Textpassage unter die Räder gekommen. – Link

Nashörner

Die „libertären“ Schuljungen in Ost und West können aufatmen. Nachdem wochenlang ihre neomarxistischen Klassenkameraden von den Feuilletons, und voran von der Schirrmacher-Truppe, verhätschelt wurden, tut ihnen nun Jacques Schuster in der Welt was Gutes. Nicht an Marx soll man sich halten, sondern an Friedrich August Hayek. Und dessen volkstümliche Broschüre „Der Weg in die Knechtschaft“ soll nun den Weg aus der Finanzkrise weisen – und jeder, der da Zweifel hat, ist ein „Nashorn“. Es lebe der wirtschaftspolitische Sachverstand des deutschen Feuilletons.

Bildquelle: Turkinator, CC

Text und Bild

Das heutige Bild („Die Welt, eine Hallig“) gefällt mir ausgesprochen gut – man mag das auf norddeutschen Regionalpatriotismus und/oder auf frühkindliche Prägung durch Nordseeurlaube und Fantasy-Romane zurückführen. Als umso verstörender empfinde ich (wieder einmal) diesen gequält witzigen Erklärungs- und Rechtfertigungs-Zehnzeiler unter dem Bild. Diese geschraubten Texte aus dem Feuilleton drängen auch Leitglosse und Leitartikel an die Wand.

Kigali – Frankfurt – Paris

In der taz ein längerer und sehr interessanter Bericht von Dominic Johnson über die Hintergründe einer anscheinend sehr, sehr großen antideutschen Demonstration in der ruandischen Hauptstadt Kigali: „Ruanda in Aufruhr gegen Deutschland“.

Ich fasse zusammen: Die (Tutsi-)Ruander regen sich darüber auf, daß Deutschland Rose Kabuye verhaftet hat, ihres Zeichens Protokollchefin und alte Kampfgefährtin des (tutsi-)ruandischen Präsidenten Kagame. (weiter…)

Die haben Bärte, die müssen mit

Nach der lächerlichen Rezension von Claudius Seidl in der FAZ („Barbaren wie wir“) und ganz offensichtlich auch als Antwort auf diese bemüht sich nun Eckhard Fuhr in der Welt, der ZDF-Doku „Die Deutschen“ Gerechtigkeit widerfahren zu lassen: „Männer mit Bärten müssen mit“.

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Der Partisan (Lied)

Diese Aufnahme hatte ich vor ein paar Wochen erwähnt, in den letzten Tagen ist sie mir wieder zum Hintergrund-Ohrwurm geworden: „Leonard Cohen und Noir Désir – Der Partisan. Und zwar gefallen mir hier der von Cohen gesungenen Part am Anfang und das Duett am Ende auch recht gut, aber wirklich hinreißend finde ich die Stimme von Bertrand Cantat in den französischen Passagen in der Mitte. Und zwar ganz genau das hier, so ab 2:15:

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Smoothies II

Von „Smoothies“ war hier vor einiger Zeit schon einmal die Rede – mehr so in kulturkritischer Hinsicht. Auf Deutschlandradio hat es jetzt ein Interview mit dem immer sehens-, lesens- und hörenswerten Lebensmittelchemiker Udo Pollmer zu der mutmaßlichen zusammensetzung des Zeugs: „Smoothies – überflüssiges Obst“.

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Jane Morris, 1904

morris_1904.jpgmorris_1870.jpgDas habe ich gerade zufällig beim Rumsurfen gefunden: ein Gemälde der spätpräraffaelitschen Malerin Evelyn de Morgan aus dem Jahre 1904 – nämlich ein Portrait der Jane Morris née Burden (1839-1914), bekannt von ungezählten Gemälden Rossettis ein paar Jahrzehnte vorher. Rechts eines davon aus dem Jahre 1870. Auch so ein „Original Supermodel“, also.

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Was lernen

Auf FAZ.net eine ganz interessante „Allensbach-Analyse“, wie sich die Deutschen so die Frage „Was ist eigentlich Bildung?“ beantworten. Breiter Konsens besteht noch hinsichtlich der Frage, daß die Schule nicht nur „auf das Berufsleben“ vorbereiten, sondern zumindest auch „Allgemeinbildung“. Nur: das, was dann unter Allgemeinbildung vestanden wird, hat dann wenig mit etwelchen humanistischen Bildungsidealen zu tun:

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Jan und Hein und Klaas und Pit

Die Nachrichtenseiten sind voll von Meldungen über die Piraterie vor Somalia und mittlerweile auch schon weit draußen im indischen Ozean. In der FR findet sich ein anscheinend ganz gut recherchierter und nicht zu langer Hintergrundbericht. Bemerkenswert auch, daß der Widerstand gegen ausländische Kutterflotten die erste Motivation diese ehemaligen Fischer zur „Umschulung“ gewesen sein soll. Und der Bericht macht wohl deutlich: Von See aus, also indem man ein paar Kriegsschiffe zum Patrouille-Fahren hinschickt, wird man das Problem nie in den Griff bekommen. (Nebenbei: „Sirus Star“ – was für ein schwachsinniger Name.)

Bildquelle: disneyandy, CC

Das Gewand der Königin

Ja, und auf faz.net (Feuilleton…) wäre dann gestern so gegen Abend ne ganz hübsche Groschenromans-Parodie aufgeschlagen… Es handelt sich um eine ironische Eloge auf Carla Bruni und ihren Einfluß auf Sarkozy: „Faß der Königin nicht ins Gewand!“ Na, ich hoffe jedenfalls mal, daß das zumindest zu zwei Dritteln ironisch gemeint ist. Auszug:

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Christen wählen Obama

Gleich zwei interessante Artikel unterrichten uns heute über die Bedeutung der Religion, des Christentums in Obamas Wahlkampf und für seine kommende Präsidentschaft: einer von Marcia Pally in der taz und einer von Katja Gelinsky in der FAZ. Beide kommen grosso modo zu den gleichen Ergebnissen.

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