Napoleon und Talleyrand
Aus der SZ, zitiert im PT:
Gustav Seibt rät Peer Steinbrück, sich im Umgang mit kleiner Ländern nicht Napoleon, sondern Talleyrand zum Vorbild zu nehmen. Ersterer hatte ein große Klappe, ein hochfahrendes Wesen und endete unschön. Letzterer dagegen „wusste, dass in zwischenstaatlichem Verkehr die Fiktion herrschen müsse, alle souveränen Länder seien gleichrangig – ob Frankreich oder Schwarzburg-Rudolstadt. Demütigungen wirken oft übler als materielle Bedrückung. Talleyrand war so beliebt, dass er im Jahr 1814 nach Napoleons Sturz nicht zuletzt mit Hilfe der kleineren deutschen Länder und Österreichs gegen Preußen und Russland einen sensationell milden Frieden für Frankreich aushandeln konnte.“
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