Monatsarchiv für Mai 2009

Kurze Bitte (in eigener Sache)

harki_grossAus gegebenen Anlässen habe ich das mission statement dieses Blogs ergänzt. Ich erlaube mir ferner, hier nochmals klarzustellen: In diesem Blog schreibe ich, niemand anders. Ich sitze auch mit niemandem in einem Bunker und gehöre keiner lakedämonischen Kampfgemeinschaft an. Ich bin als Blogger Teil eines Segments der „Blogosphäre“ – das schließt per se aus, mit jemandem grundsätzlich einer Meinung zu sein. In-Group-out-Group-Denke liegt mir ganz ferne.

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Das Ende des postzionistischen Traumes

segevTom Segev hat der taz ein deprimierendes, aber hochinteressantes Interview gegeben: „Alle wollen Opfer sein“. Eigentlich alles, was von Segev (wohl wichtigster der „Neuen Historiker“ Israel, Exponent des „Postzionismus“) kommt, ist lesenswert – und dieses Interview ist es nicht nur für am Nahostkonflikt Interessierte. Der Betreiber dieses Blogs ist mit gutem Grund ein ausgesprochener und erklärter Segev-Fan.

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Rotierende Polizeisterne

pzr110_todNämlich als Bildschirmschoner in den Kommissars-Büros im Tatort und im Polizeiruf 110. Ist das eigentlich ein Running Gag oder soll das tatsächlich den Genus loci rüberkommen lassen? Das habe ich mich schon öfter gefragt, und so auch gerade wieder im PZR110 „Der Tod und das Mädchen“.

Der Titel klingt dermaßen tatorts-typisch, daß ich fast gedacht/gefühlt habe, es hätte schon mindestens drei Folgen damit gegeben…

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Das Wort zum Donnerstag

niggemeierspricht Stefan Niggemeier, der PT hört es:

Wenn der Zeitungsjournalismus so wäre, wie er in den vielen Zeitungsjournalismus-Verteidigungstexten beschrieben wird, dann müssten Zeitungen zum Beispiel in der gegenwärtigen Auseinandersetzung um die Zukunft des Urheberrechts der Ort für die gepflegte Debatte sein, allen begründeten Standpunkten ihren Raum geben, abwägen und differenzieren und die eigenen Interessen deutlich machen. Ich sehe stattdessen an vielen Stellen Zeitungen als Propagandainstrumente in eigener Sache, die einseitig und penetrant Stimmung machen und dabei grotesk übertreiben.

(Bezug)

Julia und Lieschen

juliaDie Schriftstellerin Julia Franck, ein Homo Heidelbergensis, hat der Welt ein Interview gegeben („Das Internet gefährdet die Existenz der Autoren“), und dieses Interview fordert zu einigen Bemerkungen heraus. Da hätten wir zunächst einmal eine ausgesprochene Unverschämtheit:

Wenn Googles Kunden in ihre Suchmaschine den Begriff „Gesellschaftsroman“ oder „Liebesgedicht“ eingeben, liegt es letztendlich in Googles Macht, in den ersten 1000 Suchergebnisse auf Lieschen Müller zu verweisen.

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Napoleon und Talleyrand

talleyrandAus der SZ, zitiert im PT:

Gustav Seibt rät Peer Steinbrück, sich im Umgang mit kleiner Ländern nicht Napoleon, sondern Talleyrand zum Vorbild zu nehmen. Ersterer hatte ein große Klappe, ein hochfahrendes Wesen und endete unschön. Letzterer dagegen „wusste, dass in zwischenstaatlichem Verkehr die Fiktion herrschen müsse, alle souveränen Länder seien gleichrangig – ob Frankreich oder Schwarzburg-Rudolstadt. Demütigungen wirken oft übler als materielle Bedrückung. Talleyrand war so beliebt, dass er im Jahr 1814 nach Napoleons Sturz nicht zuletzt mit Hilfe der kleineren deutschen Länder und Österreichs gegen Preußen und Russland einen sensationell milden Frieden für Frankreich aushandeln konnte.“

Link

Nun zur Erläuterung…

k2_weg1

ich habs jetzt satt, wirklich, so richtig satt. was bringt Ihnen eigentlich die lektüre des hagakure, wenn Sie dann doch durchdrehen wegen jeder kleinigkeit?

Das wurde mir neulich mal gesagt, sicher auch zu Recht. Allein: Diesmal war’s nicht so, ich hatte mir das schon in den letzten Tagen recht gut überlegt. Hier also die gestern abend versprochenen Erläuterungen, ich mach’s kurz.

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Tödlicher Einsatz (Odenthal; Kopper)

tatort_einsatzTatort „Tödlicher Einsatz“, SWR 2009, Lena Odenthal (Ulrike Folkerts), Mario Kopper (Andreas Hoppe)

Gesellschaftlich-politische Rahmenthema: Esprit de Corps

:roll:

Na, das war ja ganz schön langweilig. Es passiert nicht viel, nur die ausgenudelten Stereotypen schlagen Purzelbäume.

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Borowski und die heile Welt

tatort_weltTatort „Borowski und die heile Welt“, NDR 2009, Klaus Borowski (Axel Milberg), Frieda Jung (Maren Eggert)

Gesellschaftlich-politisches Rahmenthema: keines

:-/

Mir war das ganz entschieden zu frustig und zu überspannt. Die krassen Charaktere wollen nicht zu dem wie üblich subtil inszenierten, feinen Verhältnis zwischen Frieda und Borowski passen.

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