Zum Tod von Pina Bausch
Als an musischen Dingen nur arg peripher interessierter Mensch bin ich selbst überrascht, wie sehr mich die Nachricht vom Tode Pina Bauschs getroffen hat. Zum Fachlichen verweise ich auf einen, sofern ich das beurteilen kann, gelungenen Artikel auf FAZ.net: „Ihr hätte der Nobelpreis für Tanz gebührt“. Klar, wem sonst?



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Das Problem hat sich schon herumgesprochen, hier meine 10 Pfennig zur Verbreitung des Workarounds, ich habe das irgendwo im Twitter andeutungsweise gelesen und halt ausprobiert, es geht:
Ich kann’s mir nicht verkneifen, der 
Ich meine den Artikel von „der Iran“, also das „der“. Vor Jahren habe ich mich mal drüber aufgeregt, daß er mehr und mehr verschwindet – da hätte ich heute freilich viel zu tun. Was soll’s? Den meisten Deutschen, die die angelsächsische Praxis übernehmen, dürfte auch gar nicht bewußt sein, daß es im Englischen ursprünglich ein Aspekt von „politischer Korrektheit“ war, die „armen, heißen Länder“ nicht mehr mit einem Artikel zu bedenken, also nicht mehr „the Argentine“, „the Gambia“ etc. zu sagen…
Hm, strange, die Farbe Grün steht mittlerweile nicht nur für den Islam und den Islamismus, sondern auch für den Anti-Islamismus – weil sich dieser im Iran islamisch maskieren muß. Je nun. Die Twitterer machen’s mit ohne zu murren, gut so. (Hoffentlich nicht, ohne sich zumindest zu wundern.) Dann haben wir da noch die Partei der Grünen. Grüne Welle. Gibt’s die Grüne Woche eigentlich noch? Irland ist auch grün. Die Sezession nur dieses Jahr, im nächsten wird sie rot. Im Russischen Bürgerkrieg gab es neben Roten und Weißen auch Grüne – nämlich anarchistische Gruppen, Nestor Machno wäre da der wesentliche Name. Noch was?
der gestrigen Bundestagsdebatte war nach meinem Empfinden, daß Leyen es gewagt hat, nicht einmal zur Debatte anzutanzen. Es macht sich da ein ganz tiefer Haß auf einen bestimmten Politikertypus merklich, der geistig und mental einen Schritt vor der Französischen Revolution hängengeblieben ist. So könnt Ihr, liebe Leute, mit Citoyens nicht umspringen. Ça ira, Freundchen… Und die Frau kommt ja auch aus so einem Traditionalisten-Milieu, das von „1968″ keineswegs gründlich genug durchgepustet worden ist.
Ich finde die Argumentation der Giordano-Bruno-Stiftung einfach überzeugend: Grob ein Drittel der Deutschen ist evangelisch, ein Drittel katholisch, ein Drittel konfessionlos – jeweils ins unterschiedlichen Graden engagiert. Die ersten beiden Drittel sind aufgrund des altväterlichen Staatskirchenrechts der BRD vielfältig privilegiert: Staat als Steuerbüttel, Schulunterricht, Öffi-Medien etc. Das dritte Drittel ist nicht repräsentiert, und das ist ganz offensichtlich nicht in Ordung. Nun, in einem modernen, laizistischen und aufklärerischen Staat stellte sich die Frage in dieser Form gar nicht.
