Tagesarchiv für Dienstag, den 8. September 2009

Humanitäre Intervention in der Frühe Neuzeit?

hifnzDer Marburger Historiker Christoph Kampmann meint, daß es schon in der Frühen Neuzeit „Humanitäre Interventionen“ gegeben habe und erläutert diese These in einem Interview mit der Frankfurter Rundschau: „‚Ihr sagt Menschlichkeit und meint Macht‘“. Als Beispiele führt er besonders die Intervention Wilhelm von Oraniens in England und die sich anschließende „Glorreiche Revolution“ an, ferner (natürlich, möchte man sagen) das Eingreifen Gustav Adolfs in den Dreißigjährigen Krieg.

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Wir können alles außer Hochdeutsch…

rommel… und Wehrmachtsausstellungen machen, jedenfalls wenn man dem Totalverriß einer Rommel-Ausstellung in Stuttgart, verfaßt von Arno Widmann von der Frankfurter Rundschau, trauen darf:

Die kleine Ausstellung im Keller des Hauses der Geschichte Baden-Württemberg macht in der Tat Geschichte: Verharmlosender ist die Rolle des Militärs in der Weimarer Republik und im Nationalsozialismus in den letzten vierzig Jahren nicht mehr gezeigt worden.

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SiN: „Rabenmütter, Zickenkriege“

Hübscher Absatz, gerichtet an Nicola Liebert (taz):

Das deutlich Andere (und allein dessen Symbolwert!) als persönlichen Angriff auffassen: Genau das ist der ganz typische Weiberkram, der sich mit gleichem psychologischem Paradigma auch durch die Kind-Karriere-Mutterschafts-Debatte zieht. Eine Kinderlose hockt in der Bahn neben einer Mutter und empfindet alles – jedes gesungene Lied, jedes Küßchen – als gegen sie gerichtete Provokation. Und vice versa: Wenn der Mutter nicht aufforderungslos zwei, drei, vier Plätze geräumt werden, schwant ihr Kinderfeindlichkeit und ein bewußter Affront. So funktionieren die Befindlichkeiten, Orte und Gelegenheiten sind austauschbar. Frau gönnt sich da im Normafall nichts – außer die „große Krise“. Und Mütter untereinander sind oft nicht besser.

Wohl wahr, aber dennoch meine ich, daß Liebert recht hat, sich über den moralinsaueren Vorwurf des Koptuches, über das Vormoderne und Rekationäre desselben, zu erzürnen. – Link