Monatsarchiv für September 2009

Straßenköter

spracheIn der SZ heute ein wie mir scheint sehr kluger, auch amüsanter Text des emeritierten Romanisten Jürgen Trabant zum Themenkomplex „Sprachreiniger“ und „Sprachpuristen“ – nämlich eine vorsichtige Ehrenrettung derselben: „Schmusen und angeben“. Bemerkenswert scheint mir vor allem zweierlei:

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Borowski und die Sterne

tatort_sterneTatort „Borowski und die Sterne“, NDR 2009, Klaus Borowski (Axel Milberg), Frieda Jung (Maren Eggert)

Gesellschaftlich-politisches Rahmenthema: keines

:q:

Ganz schöner Brocken. Nä?

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Die Infantilisierung dieses Blogs…

… schreitet weiter zügig voran: Bei den Überschriften im Seitenbalken nun durchgängig Telefon-Krickel-Graphiquen.

Andererseits: Leonard Cohen krank, Sophia Loren 75, Ede Zimmermann tot – wo sind die Zeiten dahin?

Nun doch und noch heute…

… einmal kurz zu den „Nerds“ insofern Schirrmacher morgen in der FAS sehr breit (anscheinend eine ganze) Seite und in seinem üblichen, sehr aufgeregten Ton über die Piratenpartei schreibt: „Die Revolution der Piraten“. Und zwar tut er das dezidiert unter der Parole „Nerds“:

Sie haben unsere Welt programmiert: Nerds  blieben bislang am liebsten unter sich und  waren beinahe unsichtbar. Jetzt betreten sie  die Welt der Politik. Was hat das zu bedeuten?

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Romika (ergänzt)

laechelnIn der FR hat es einen leider etwas zu lang geratenen Artikel über das unentwegte Lächeln von Politikern auf Wahlplakaten. Gut beobachtet auch der Hinweis, daß noch Schmidt und Strauß auf ihren Plakaten keineswegs gelächelt haben, von Adenauer und Schumacher nicht zu reden.

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Mini-Moratorium

So, ich habe in den letzten Tagen sooo viel auf die Piraten und ihre Nerdigkeit eingedroschen. Ich mag nicht mehr, und laß das jetzt erstmal. Es wird mir langweilig, und es wird mir auch ein bißchen zu üblich, darauf herumzureiten. Und immerhin kommt der Popp in dem taz-Mini-Portrait auch nicht eben unsympathisch rüber. Eine Gesellschaft kann eben weder nur aus Hackern, noch nur aus Bankern, noch nur aus Schreibslern bestehen, und es muß sie alle auch geben. (Dazu vielleicht später mal mehr…)

Toleranz != Liebedienerei (!)

mutAllen Freunden kriegerischer, offensiver Toleranz und eines aggressiv durchzukloppenden Liberalismus sei noch die Lektüre eines wunderbar kernigen Artikels von Christina Peitz im Tagesspielgel empfohlen: „Kein Mut ist gratis“. Es geht erstens um den notorischen Antisemitismus der UNO und ihrer Unterorganisationen und der Duckmäuserei des Westens vor diesem.

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Berlin – Tel Aviv – Westjordanland

geffen_tazIch empfehle meinen Leser die Lektüre eines Interviews mit dem linken israelischen Rockmusiker Aviv Geffen in der taz: „Wir hatten einen anderen Traum“. Geffen spricht über Berlin und Tel Aviv, Deutsche und Israelis, über Fanatiker, Profiteure und Vernünftige, schließlich auch von seiner Hoffnung auf Barack Obama. (Vielleicht etwas zu viele) Ausrisse:

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„Abgeordnetenwatch“

Muß man als Abgeordneter eigentlich so blöd sein, sich für die Typen als Content-Lieferant und Watschenmann zur Verfügung zu stellen? Oder ist man gar nicht blöd, wenn man das tut?

Landleute in der Stadt

hoferAm Sonntag, den 20. September, jährt sich der Beginn des Andreas-Hofer-Aufstandes in Tirol zum 200. Mal. Thomas Schmidt orientiert uns in einem sehr kompetenten Artikel in der Frankfurter Rundschau über die zu erwartenden/befürchtenden Feierlichkeiten im österreichischen und italienischen Teil Tirols: „Nur die Dornenkrone, die fehlt“.

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In Kerkern zu Tode dehydriert

Nämlich ein Nerd von der Berliner Polizei:

Die Vermutung, dass ich vermutlich absolut dehydriert war, schien plausibel, denn außer eine Tasse Kaffe zum Frühstück und einen kleinen Plastikbecher Tee, den ich nach mehrmaliger Nachfrage erhalten hatte, hatte ich den ganzen Tag noch nichts getrunken. Hier kam ich das erste Mal wieder etwas zur Ruhe und hatte das Gefühl als Mensch …

Ans Herze greifend auch die Sorge um sein „Letherman Tool“ (sic). Schlimm, schlimm. – Link

Hingucker

parlament1Was ist denn mit dem Parlament los? Die haben auf einmal ein richtig schickes Covergirl, wir mochten es kaum glauben, als wir die aktuelle Nummer aus dem Postkasten gezogen haben. Auf Seite 13 (der ersten des zweiten buches) dann noch eine, siehe unten. Geht heuer um „Mittelschicht“, hab den Artikel gleich auseinandergeschnippel und gescannt (aber natürlich nicht gelesen).

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