Monatsarchiv für Oktober 2010

Wider das Eiserne Kreuz

Es wird hiermit angeregt, das Eiserne Kreuz als Emblem der Bundeswehr abzuschaffen und durch etwas Besseres oder besser noch durch gar nichts zu ersetzen. Gewiß spricht nichts dagegen, daß es im Traditionskorpus der deutschen Streitkräfte einige Reminiszenzen an Preußen gibt – man sollte auch hier nicht übertreiben.

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In Kürze

Man vergleiche das, was Borges so en passant über das Christentum zu sagen hat, mit den plumben, immergleichen Hubereien eines Gómez Dávila. Fanatismus führt immer in die Einöde, er ist einfach langweilig. (Wobei man zugeben muß, daß Gómez nicht für’s Publikum, sondern zur eigenen Beruhigung geschrieben hat, also ursprünglich nicht lästig fallen wollte.) Überhaupt: Das massenhafte oder auch nur gehäufter Verfassen von „Aphorismen“ führt bei Nicht-Genies immer in die Tumbheit und in die Lächerlichkeit. (Nicht nur im Twitter.)

Bildquelle: Steve Rhodes, CC

Untergangsprognosen treffen nicht ein

Nie. Wenn Sie, verehrte Leserin, lieber Leser, das durchschaut haben, dann haben Sie meines Erachtens schon einiges verstanden. Dritter Weltkrieg, atomarer Holocaust, Waldsterben, Klimakatastrophe(n), Kulturverfall, Islamisierung, Zusammenbruch des Sozialstaats, ein Deutschland gar, das sich selbst abschafft, Vor- und Hauptbürgerkrieg. Und so weiter, und so fort. Alles Quatsch und eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für haupt- und nebenamtliche Jammerelsen. Und Zeitverschwendung für jeden, der nicht daran verdient.

Me ne frego! Das Leben ist viel zu zäh (und zu langweilig).

Adieu, Echofon! (ergänzt)

Der Abschied von dem Firefox-Plugin Echofon (ehedem Twitterfox) sei mir einen eigenen Blogeintrag wert. Ich habe diesen Twitterklienten buchstäblich vom ersten Tag meiner Twitterei im Februar 2009 bis heute nachmittag verwendet.

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Kringellinien

Merkwürdig, als die roten Kringellinien unter einem nach Meinung einer Rechtschreibprüfung falsch geschriebenen Wort aufkamen (so gemeinsam mit dem Siegeszug von Windows, glaube ich, jedenfalls so vor 15 Jahren mit Winword), hat man sie für einen lächerlichen Skandal gehalten. Manche von uns haben gar den Untergang des Abendlandes noch deutlicher kommen sehen als ohnehin schon.

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Borowski und eine Frage von reinem Geschmack

Tatort „Borowski und eine Frage von reinem Geschmack“, NDR 2010, Klaus Borowski (Axel Milberg)

Gesellschaftlich-politisches Rahmenthema: Ökofutter vs. Teufeleien der Lebensmittelindustrie

:-)

Je nun, in einer Stunde hätte man das auch locker unterbringen können – es hatte seine Längen.

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Statistisches (Counter)

Ich habe den Counter im Fuß dieses Blogs umgebaut. Er ist jetzt kein selbstgebasteltes PHP-Skript mehr (tatsächlich war es bis dato ein Relikt meiner allerersten PHP-Versuche vor Jahr und Tag…), sondern beruht ebenfalls auf den Statistiken von wordpress.com – wie schon die Statistik-Seite dieses Blogs. (Es sind also nun nachvollziehbare, offene Zahlen und keine mehr, die auf dem Gutdünken des Betreibers/Bastlers beruhen – darum ging es mir.)

Suchmeldung Cori O‘Lan

Du könntest mir bei Gelegenheit, wenn Du magst, eine funktionierende E-Mail-Adresse von Dir zukommen lassen…

Trennungen. Auf den roten Punkt gebracht

„Staat und Religion gehören rigoros getrennt.“ Diese kristallin einfache Forderung erhebt Götz Aly in einem – ich sage es nochmals – grandiosen Kommentar für die Frankfurter Rundschau: „Frei von Religion“. Einfach ist die zivilisatorische Grundforderung erhoben – unmöglich ist ihre Umsetzung angesichts des bundesdeutschen Korporatismus.

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Degania Alef

Vorhin nun wurde es auch in der Tagesschau kurz erwähnt: Der Kibbuz Degania Alef am Kinneret – der erste Kibbuz überhaupt, „em hakvutsot“, die Mutter der Kibbüzlein – ist hundert Jahre alt geworden. Glückwunsch! :-) Nun, richtig gerechnet haben sich die Kibbuze nie. Was soll’s? Der Versuch, eine bessere, sozialistische Welt ohne Privateigentum zu schaffen – und zwar ohne Schnellgerichte und Exekutionskommandos, wie Kishon gelegentlich angemerkt hat – hat immer fasziniert und wird weiter faszinieren.

Der Schrei (Odenthal; Kopper)

Tatort „Der Schrei“, SWR 2010, Lena Odenthal (Ulrike Folkerts), Mario Kopper (Andreas Hoppe)

Gesellschaftlich-politisches Rahmenthema: eigentlich keines.

:-/

Ich sage „eigentlich“, denn das neudeutsche Modethema „Kinder“ grundiert nun unerfreulicherweise schon die davon bis jetzt freien Odenthal-Tatorte. Und das paßt bei den beiden notorischen Singles Kopper und Odenthal einfach nicht.

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Chileño Boys

Im verblichenen Forum konjunktiv 2 habe ich (v.a. von Coriolan) gelernt, daß es ein typisches Ergebnis einer 70er/80er-Jahre-Erziehung sei, von nichts ein Ahnung, aber zu allem eine Meinung zu haben. Wäre dem nicht so, hätte ich das also nicht gelernt, würde ich mich nun wundern.

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