Die Ehre Belgrads
Eine saugeile Passage aus Garton Ashs „Jahrhundertwende“. Es geht um die serbische Revolution vom Oktober 2000, also um den halbfriedlichen Machtwechsel von Slobodan Milosevic zu Vojislav Kostunica:
Eine saugeile Passage aus Garton Ashs „Jahrhundertwende“. Es geht um die serbische Revolution vom Oktober 2000, also um den halbfriedlichen Machtwechsel von Slobodan Milosevic zu Vojislav Kostunica:
Charakteristisch für die Revolutionen der letzten zwei Jahrzehnte – für die „Samtenen Revolutionen“, die „ausgehandelten Revolutionen“, die „Farbenrevolutionen“ – ist zunächst einmal ihr Ziel: es geht um Pluralismus und Demokratie nach westlichem Vorbilde. All diese Revolutionen stehen in irgendeiner Form in der Tradition der Amerikanischen und der Französischen Revolution.
Seit einigen Wochen verwende ich unter Windows und unter Linux TweetDeck für Chrome als hauptsächlichen Twitter- und Sonstige-soziale-Medien-Klienten und bin recht zufrieden damit. Es kann nicht allen Schnickschnack, den die Standalone-Version von TweetDeck kann – verbraucht dafür aber auch nur einen Bruchteil an Ressourcen (Arbeitsspeicher).
… hat es im Tagesspiegel einen zwar gutgemeinten, aber historisch naiven Gastkommentar von Alexander Gauland. Wenn er den Vertrag von Trianon kritisiert, übersieht er, daß Ungarn im Habsburgerreich ein „Imperium im Imperium“ war, daß nach 1918 selbstverständlich zu zerschlagen war. Wenn er den Ausgleich von 1867 lobt, übersieht er, daß es vor allem mit den Tschechen (aber auch mit allen anderen Völkern) eben keinen Ausgleich gab – daß sich 1867 die zwei mächtigsten Parteien über die Köpfe der kleineren hinweg geeinigt haben.
Tatort „Heimatfront“, SR 2011, Franz Kappl (Maximilian Brückner), Stefan Deininger (Gregor Weber)
Gesellschaftlich-politisches Rahmenthema: Auslandseinsätze der Bundeswehr, Afghanistan, posttraumatisches Dinges
Diesen Satz vor einem Vierteljahrhundert irgendwo in Osteuropa gehört zu haben, erinnert sich Timothy Garton Ash vorgestern in seiner Guardian-Kolumne. Es geht um die Ereignisse in Tunesien und den Einfluß des Internets und insbesondere der „Sozialen Medien“ auf sie: Twitter und Wikileaks hätten die Tunesische Revolution nicht verursacht, sie seien aber für die tunesischen Demonstranten hilfreich gewesen.
Dieses Blog hat ein neues Logo – beziehungsweise es hat wieder eines. Es sollte aus verschiedenen Gründen kein Schriftzug mehr sein, unter anderem weil ich hier den typographischen Fünfkampf in Grenzen halten, aber durchaus weiterhin Google-Webfonts verwenden wollte.
Das Logo sollte aber auch nicht zu „logomäßig“ aussehen. Also nicht irgendwelche Pillen-Arrangements oder derlei, sondern etwas Reales und Gegenständliches.
Ich bin mal wieder dabei: http://www.facebook.com/klaasbaehre. Alte Schulfreunde, Ex-Kollegen etc. wollte ich nun doch nicht mit meinem Halb-Pseudonym verwirren, daher. Es ist wohl so systemkonformer, *seufz*. Und die SM-Spacken wollte ich mir da ja vom Leibe halten. Schaumamal.
Tatort „Der schöne Schein“, SWR 2011, Klara Blum (Eva Mattes), Kai Perlmann (Sebastian Bezzel)
Gesellschaftlich-politisches Rahmenthema: Privatmedizin, ärztliche Kunstfehler, Schönheitschirurgie
Selten hat man im Tatort einen so sympathischen Mörder gesehen. Ein ans Herze greifender Fall – und das alles wegen einer so hübschen Nase.
Zunächst erhitzt er die Gemüter
Der Krampfer und der Meinungshüter,
Gießt in Beton Verfassungsgüter.
Noch wächst er fesch gen Jupüter,
Bald aber, Inscha Allah, glüht er:
In Ehrenfeld der Schnelle Brüter.
Bild ist von @klandestina geklaut.
Ich finde es gut, wenn Online-Auftritte von Zeitungen einen gesonderten Feed für die redaktionellen Kommentare anbieten. Einen Feed also, der die wirklich wichtigen, für die jeweilige Zeitung charakteristischen Artikel indiziert – und nicht nur den „Topthemen“-Schrott, von dem überall gelabert wird und der meist eh aus den Agenturmeldungen zusammenkopiert ist.