Leben gegen Leben (Batu)
Tatort „Leben gegen Leben“, NDR 2011, Cenk Batu (Mehmet Kurtulus)
Gesellschaftlich-politisches Rahmenthema: Organhandel
Wir klinken uns um fünf nach neun aus, es ist hier nichts mehr zu erwarten.
Tatort „Leben gegen Leben“, NDR 2011, Cenk Batu (Mehmet Kurtulus)
Gesellschaftlich-politisches Rahmenthema: Organhandel
Wir klinken uns um fünf nach neun aus, es ist hier nichts mehr zu erwarten.
Woher die vielen Guttenberg-Groupies auf Facebook kommen, fragt ein SZ-Blogger – und gibt folgende Antwort, bzw. läßt sie geben:
Die ersten Nutzer des sozialen Web, so Oetting, seien politisch eher links gestanden. „Das hat auch mit der Entwicklungsgeschichte zu tun. Das Internet war zuerst ein anarchisches Medium, viele haben sich von der Freiheit dort anziehen lassen.“ Nun erlebten viele Menschen außerhalb der angestammten Internetgemeinde zum ersten Mal den Zauber des Mitmachens im Web.
Der Counter dieses Blogs hat heute morgen die Marke „250.000″ übersprungen. Ein bißchen willkürlich ist diese Zahl schon, da ich die wordpress.com-Statistiken nicht mit dem Start von Amyklai im Februar 2007, sondern erst im Juli 2008 eingebaut habe. Und viel los ist hier auch nicht (mehr). Dennoch nehme ich diese 250.000 Aufrufe gerne zum Anlaß, mich bei meinen treuen Lesern und Kommentatoren herzlich zu bedanken.
So, ich habe gerade in diesem Blog den Upgrade auf WordPress 3.1 gemacht. Scheint nach wie vor alles zu funktionieren – wenn einer was sieht, was auf einmal komisch aussieht, ist er um einen Hinweis gebeten. Das aufälligste neue Feature, der Admin-Balken für Eingeloggte über dem Blog, läßt sich übrigens bequem in eigenen Benutzerprofil deaktivieren – oder auch ganz durch einen Eingriff in die Datei functions.php im Template. Die nun erleichterte Verlinkung zu eigenen älteren Artikeln gefällt mir gut und wird vielen anderen auch gut gefallen.
Wenn es wirklich stimmt, daß 250 Seiten seiner Dissertation durch Plagiate kontaminiert sind, fragt man sich natürlich auch, wie ein solches Gestoppel zu dem Prädikat „summa cum laude“ kommen konnte. Auch wegen des „Frh.“ und des „MdB“? Jedenfalls steht die juristische Fakultät der Uni Bayreuth nun wirklich ziemlich dumm da.
Tatort „Rendezvous mit dem Tod“, MDR 2011, Eva Saalfeld (Simone Thomalla), Andreas Keppler (Martin Wuttke)
Gesellschaftlich-politisches Rahmenthema: keines
Ein bißchen arg abstrus, ein bißchen sehr brutal, ein bißchen „psycho“ und ein langweiliger Verlegenheitstitel – und ansonsten hat mir das sehr gut gefallen.
Olivier Roy, der das Scheitern des politischen Islam schon im Jahre 1994 postuliert hat, stellt nun im New Statesman angesichts der Ereignisse in Tunesien und Ägypten folgendes fest: „This is not an Islamic Revolution“. In dem nicht immer ganz prägnanten Artikel arbeitet er die wesentlichen Aspekte des Postislamismus (diesen Begriff verwendet er explizit) und der Christdemokratisierung des politischen Islams (diesen deutschlandbasierten Begriff verwendet er natürlich nicht) heraus.
Ich hatte die Vermutung schon Montag vormittag, vor ca. 36 Stunden, in meinem „anderen Blog“ geäußert: der Spiegel ist einem Aufschneider aufgesessen und hat eine Ente verbreitet. Und die ganzen „Online-Redaktionen“ haben es nachgeplappert und tun es weiterhin: Unser aller Darling Margot Käßmann habe von der „Europäischen Kulturstiftung – Pro Europa“ einen „Preis für Zivilcourage“ verliehen bekommen, hieß es am Sonnabend im Spiegel.
Tatort „Stille Wasser“, RB 2011, Inga Lürsen (Sabine Postel), Stedefreund (Oliver Mommsen)
Gesellschaftlich-politisches Rahmenthema: keines, evtl. noch: Unterschichten-Milieu
Von überwältigender Spannung und Dichte ist das nicht, aber man kann sich’s anschauen.
In Hannover wird zur Zeit einmal wieder über einen „Stolperstein“ debattiert – oder besser wohl: gejammert. (Man möchte, daß auch jemand einen solchen bekommen kann, der gar nicht von den Nazis ermordet, sondern nur verjagt wurde, obwohl das anscheinend bisher anders gehandhabt wurde.) Aus diesem Anlaß einige allgemeine Bemerkungen zu diesen sogenannten „Stolpersteinen“.
In der Frankfurter Rundschau hat es einen lesenwerten, zornigen Artikel von Thomas Kröter über diese Ami-Chinesen-Tiger-Kinder-Erziehungs-Schwarte, von der in letzter Zeit einiges zu hören war: „Das modellierte Kind“. Ich stimme Kröter nicht in jedem Punkt zu, bleibe zum Beispiel bis auf weiteres aus verschiedenen Gründen Anhänger des dreigliedrigen Schulsystems.
Wird man in der Rückschau sagen können, daß der totalitäre Grundkonflikt des 20. Jahrhunderts, der im Sommer 1936 in Madrid manifest geworden ist, endgültig im Frühling 1974 in Lissabon überwunden wurde? Gut, die Erhebung, die da in der Nacht vom 14. auf den 15. April mit dem Abspielen eines grandiosen Liedes in einem obskuren Radiosender beginnt, hat erstens noch Züge eines klassischen Putsches und steht zweitens unter vage sozialistischen Vorzeichen.