Monatsarchiv für Juni 2011

Opa im Spiegel vor 25 Jahren

An die mit diesem Artikel beginnende Spiegel-Serie vor 25 Jahren kann ich mich noch gut erinnern. Ich habe sie als Achtzehnjähriger mit brennendem Interesse gelesen. Und demnächst nun ist der Beginn des Spanischen Bürgerkrieges 75 Jahre her. Wetten, daß es heuer keine Spiegel-Serie geben wird?

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So ist es! Aber…

Der Betreiber dieses Blogs hat sich sehr gefreut, als er gestern im offiziellen Google-Blog folgendes gelesen hat:

Not all relationships are created equal. So in life we share one thing with college buddies, another with parents, and almost nothing with our boss. The problem is that today’s online services turn friendship into fast food—wrapping everyone in “friend” paper—and sharing really suffers

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Bei allem selbst kultivierten Exhibitionismus…

… und bei aller neuerdings gerne zum Programm gemachten Duldsamkeit: Ich finde es einfach ekelig :übel: , wenn mir beim Laufen ein Läufer mit nacktem Oberkörper entgegenkommt, wie es in diesen warmen Tagen wieder ab und zu geschieht. (Natürlich sind das alles so geölte, glatt-schwule Bodybuildertypen, die nicht wirklich in Form sind.) Ich finde, das gehört sich einfach nicht und gucke, wenn die an mir vorbeikommen, demonstrativ indigniert und echt angewidert zur anderen Seite.

Heute vor 145 Jahren…

.., nämlich im Jahre 1866: Schlacht bei Langensalza. Und aus ist es mit dem „Königreich Hannover“ – das erst einige Jahrzehnte zuvor im Gefolge der napoleonischen Wirren vom „Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg“ vulgo „Kur-Hannover“ zum Königreich befördert worden war. Von 1866 an ist es preußische Provinz und bleibt das bis zur Schaffung des Landes Niedersachsen im Jahre 1946. (80 Jahre, in denen eine Menge passiert ist…)

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Stilfragen

„Wenn man einen Ochsen schlachten will, schlägt man ihm gerade vor den Kopf.“

Martin Luther

„Wenn man eine Baskenmütze tragen will, setzt man sie sich schief auf den Kopf.“

Har Ki

So ein Logo? Ja, bitte!

Diese „lachende Sonne“ kenne ich seit meiner Kindheit. Lange Jahre war sie verschwunden, nun ist sie wieder da. Mit gutem Grund: das Logo ist in der Tat unübertrefflich gut. Man ist strikte gegen etwas, aber man zeigt (angebliche) Alternativen auf, und das auch noch freundlich.

Auch wenn man dann mit unsoliden, gar mit schmutzigen Methoden weiterarbeitet, ändert das nichts an der Qualität des Logos.

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Barbarossa 70

Heute jährt sich der Angriff Hitler-Deutschlands auf die Sowjetunion zum 70. Male. Und meine vor sieben Jahren anläßlich des 60. Jahrestages der alliierten Landung in der Normandie geäußerte Vermutung scheint zuzutreffen: die 60. Jahrestage sind stets die Höhe- und Schlußpunkte des Gedenkens an militärische Ereignisse. Danach gibt es keine lebenden Teilnehmer in nennenswerter Zahl mehr, die Sache wird für die Öffentlichkeit weniger interessant.

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Haarmann

Dieses Lied ist einfach zu fesch, ich möchte das auch dauerhaft in diesem Blog haben, nicht nur in der Buzz-Durchrausche. Das Konzept ist alt und bewährt: Man bannt das Schreckliche, indem man es maßlos übertreibt. Dadurch wird es lächerlich und kurios – und verliert seinen Schrecken. (Georg Kreissler hat mit dieser Masche sehr bewußt gearbeitet und sie auch coram publico erläutert.)

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Sonnenwends-Doodle

Ich frage mich ebenfalls, was das bedeuten soll: Prilblumen und schreiende Comicfiguren – mir ist kein Zusammenhang zur Sonnenwende erkennbar, abgesehen von der Glyphe in der Mitte. Es ist von einem Japaner, der vermutlich keine Prilblumen kennt, Osterhasen aber sicher schon einmal gesehen hat. Auf den Ohren Hiragana-Zeichen: ka-i und ki(ki). Ist mir dunkel… Daß er keine Swastika verwenden darf, hat er sicher kapiert/beigebracht bekommen. Hö. :?:

Im Abseits (Odenthal; Kopper)

Tatort „Im Abseits“, SWR 2011, Lena Odenthal (Ulrike Folkerts), Mario Kopper (Andreas Hoppe)

Gesellschaftlich-politisches Rahmenthema: Frauenfußball

:q:

Wir klinken uns nach einer Viertelstunde aus. Unsere schlimmsten Befürchtungen angesichts der Gebrauchsanweisung der ARD bestätigen sich – und leider wird uns die volkspädagogische Sauermilch auch nicht mit einem Löffelchen Spannungs-Honig versüßt.

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Google News zivilisieren

So wie nebenstehend habe ich das bei mir in den Einstellungen rechts oben justiert – und damit werden die Google-Nachrichten eigentlich relativ erträglich…

Lateinamerika

Samuel Huntington operiert mit einem „lateinamerikanischen“ Kulturkreis (bzw. hat das vor fünfzehn Jahren getan, und dann hat er aber noch einmal nachgelegt) – weil es nach Meinung der US-amerikanischen Rechten zuviele Hispanics im Süden der USA gibt. Wie absurd – Borges, Vargas Llosa und García Marquez sind natürlich Teil der westlichen Kultur, und eine bolivianische Arbeiterin mit Hut auf dem Kopf und Koka-Blättern in den Backen ist uns immerhin auch nicht fremder als ein kalifornisches Strahle-Mädchen, Ayn Rand oder Fox News. Vorsicht vor Kulturkreis-Theorien, es sind meistens Angst-Phantasien. Toynbee ist wohl eine Ausnahme.