Monatsarchiv für August 2011

Der hannöversche Genitiv…

… ist übrigens am Wochenende 150 Jahre alt geworden: „Dem Landesvater sein treues Volk“. (Details.) Es hat hier ausweislich der HAZ einige Zelebrationen aus diesem Anlaß gegeben. Meines Erachtens könnte es gar nicht schaden, zumindest den Ernst-August-Platz, auf dem das Ding steht, in „Platz der Göttinger Sieben“ umzubenennen, sozusagen als Ausgleich für die unverschämte Anmaßung auf dem Denkmalssockel.

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Lohn der Arbeit (Eisner)

Tatort „Lohn der Arbeit“, ORF 2011, Moritz Eisner (Harald Krassnitzer)

Gesellschaftlich-politisches Rahmenthema: Schwarzarbeit von illegalen Ausländern

:-)

Wenn sich Österreich über seine Provinz(ialität) Rechenschaft gibt, wird es für einen Deutschen oft schwer erträglich – man könnte das vielleicht Jelinek-Phänomen nennen.

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„Der lange Weg nach Westen“ 4 – Der kalte Blick aus der Mitte

Nach dem Gemecker gestern heute ein uneingeschränktes Lob: mir gefällt der „kalte Stil“ Winklers – eine Wohltat, gerade wenn man täglich mit hysterischem Blogger-Geschreibsel und Netz-Geschrei konfrontiert ist. Zur Veranschaulichung mögen die zwei Absätze unten dienen (S. 204 f.).

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„Der lange Weg nach Westen“ 3 (zweimal ergänzt)

Zwischenbilanz nach 200 Seiten. Der Fokus des Werkes liegt schon arg auf der Ideen- und vor allem der Parteiengeschichte. Sogar Sozial-, Wirtschafts- und Technikgeschichte werden fast gänzlich ausgeblendet. Und klassische Ereignisgeschichte (Außen, Innen, Militär) wird ebenfalls – und absehbar – nur als Korsett der Meinungsäußerungen von Intellektuellen und Politikern angerissen.

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„Der lange Weg nach Westen“ 2

HAWs Bilanz der 48er-Revolution fällt positiver aus, als man es vielleicht erwartet hätte. Zwar siegt die Reaktion in Preußen, in Österreich und in den allermeisten Staaten der „Trias“, also des dritten, restlichen Deutschlands. Aber immerhin wird Preußen Verfassungsstaat – es ist eine oktroyierte Verfassung, aber Preußen ist nun definitiv kein absolutistischer Staat mehr. Die Konservativen kommen also auch den Rechtsliberalen entgegen, so Winkler – nicht nur umgekehrt.

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„Der lange Weg nach Westen“ 1 – Nur ein Allmächtiger

Hübsch, Heinrich August Winkler über den deutschen Frühnationalismus Johann Gottlieb Fichtes, Friedrich Ludwig Jahns und Ernst Moritz Arndts:
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Cassandras Warnung (von Meuffels)

Polizeiruf 110 „Cassandras Warnung“, BR 2011, Hanns von Meuffels (Matthias Brandt)

Gesellschaftlich-politisches Rahmenthema: keines, auch nicht der Nahostkonflikt

:eek:

Ach du meine Güte, über „mangelnde Dichte“ oder derlei kann man sich weiß Gott nicht beschweren.

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28 Jahre

Na jut, liebe Ossis, wenn Ihr Euch heute Eure Sex-Tips aus der Bild und der Quick holt und auch sonst nix anderes lest, ist das immerhin Euer Problem. Wenn Eure Kinder Pink und Floyd und Lennox heißen, auch. Die wichtigste und in der Regel auch einzige Infrastruktur eines ostdeutschen Dorfes ist ein Nagelstudio – auch davor hat Euch die Mauer beschützt und nun nicht mehr.

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Die erste Mahlzeit

Wir kennen diese Anekdote in zwei Varianten – Ergänzungen sind erbeten. Die Quellen sind hier, es muß betont werden, völlig unzuverlässig; ich habe das mal irgendwo gelesen, wenn es bei Werner Bergengruen war, war es noch an einem lichten Orte.
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XnView MP

Seit einiger Zeit bewältige ich einen Gutteil meiner Fotoverwaltung unter Linux und unter Windows mit dem Multiplattform-Nachfolger des leidlich bekannten Windows-Fotobetrachters XnView von Pierre-Emmanuel Gougelet – mit XnView MP. Ich hatte in diesem Blog schon etwas dazu gesagt, möchte hier aber meine Ausführungen ergänzen.

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Die Sprache der Sachsen

Ja, es ist mir schade darum, ums Plattdeutsche, ich geb’s gerne zu. Es ist die letzte Schwundstufe der Sprache der Sachsen. Der Sprache Herzog Widukinds, der Sprache Ottos des Großen (Imperator Romanorum ac francorum). Die letzte Stufe der Sprache, in der Hengist und Horsa („Hengst und Stute“) ihre Befehle gebrüllt haben, als sie in England gelandet sind. Ich habe es als Kind noch im Ohr gehabt, das „Niederdeutsche“. Meine Mutter und meine Großmutter haben untereinander darin gesprochen. Aber er es ist dahin. Aber nun laßt sie auch Würden sterben, diese (Ex-)Sprache. Und ohne die EU, und ohne die Lehrertypen. Es war eben einmal.

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Wunschdenken (Flückiger; Lanning)

Tatort „Wunschdenken“, SF 2011, Reto Flückiger (Stefan Gubser), Abigail Lanning (Sofia Milos)

Gesellschaftlich-politisches Rahmenthema: Schweizer

:-)

Ein ziemlich gelungener Überfall aus der Schweiz – Überfall, insofern es mir neu war, daß es überhaupt Tatorte aus der Schweiz gibt. Gerade nach der Sommerpause war das schon eine arge Überraschung.

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