… ist übrigens am Wochenende 150 Jahre alt geworden: „Dem Landesvater sein treues Volk“. (Details.) Es hat hier ausweislich der HAZ einige Zelebrationen aus diesem Anlaß gegeben. Meines Erachtens könnte es gar nicht schaden, zumindest den Ernst-August-Platz, auf dem das Ding steht, in „Platz der Göttinger Sieben“ umzubenennen, sozusagen als Ausgleich für die unverschämte Anmaßung auf dem Denkmalssockel.
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Nach dem Gemecker gestern heute ein uneingeschränktes Lob: mir gefällt der „kalte Stil“ Winklers – eine Wohltat, gerade wenn man täglich mit hysterischem Blogger-Geschreibsel und Netz-Geschrei konfrontiert ist. Zur Veranschaulichung mögen die zwei Absätze unten dienen (S. 204 f.).
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HAWs Bilanz der 48er-Revolution fällt positiver aus, als man es vielleicht erwartet hätte. Zwar siegt die Reaktion in Preußen, in Österreich und in den allermeisten Staaten der „Trias“, also des dritten, restlichen Deutschlands. Aber immerhin wird Preußen Verfassungsstaat – es ist eine oktroyierte Verfassung, aber Preußen ist nun definitiv kein absolutistischer Staat mehr. Die Konservativen kommen also auch den Rechtsliberalen entgegen, so Winkler – nicht nur umgekehrt.
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Hübsch, Heinrich August Winkler über den deutschen Frühnationalismus Johann Gottlieb Fichtes, Friedrich Ludwig Jahns und Ernst Moritz Arndts:
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Na jut, liebe Ossis, wenn Ihr Euch heute Eure Sex-Tips aus der Bild und der Quick holt und auch sonst nix anderes lest, ist das immerhin Euer Problem. Wenn Eure Kinder Pink und Floyd und Lennox heißen, auch. Die wichtigste und in der Regel auch einzige Infrastruktur eines ostdeutschen Dorfes ist ein Nagelstudio – auch davor hat Euch die Mauer beschützt und nun nicht mehr.
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Wir kennen diese Anekdote in zwei Varianten – Ergänzungen sind erbeten. Die Quellen sind hier, es muß betont werden, völlig unzuverlässig; ich habe das mal irgendwo gelesen, wenn es bei Werner Bergengruen war, war es noch an einem lichten Orte.
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Ja, es ist mir schade darum, ums Plattdeutsche, ich geb’s gerne zu. Es ist die letzte Schwundstufe der Sprache der Sachsen. Der Sprache Herzog Widukinds, der Sprache Ottos des Großen (Imperator Romanorum ac francorum). Die letzte Stufe der Sprache, in der Hengist und Horsa („Hengst und Stute“) ihre Befehle gebrüllt haben, als sie in England gelandet sind. Ich habe es als Kind noch im Ohr gehabt, das „Niederdeutsche“. Meine Mutter und meine Großmutter haben untereinander darin gesprochen. Aber er es ist dahin. Aber nun laßt sie auch Würden sterben, diese (Ex-)Sprache. Und ohne die EU, und ohne die Lehrertypen. Es war eben einmal.
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