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Feuilleton
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Kunst & Kultur, Geschichte & Gegenwart. Gott & die Welt. Religion. Sprache & Schrift. Mucke & Glotze.

Geschichte in der Küche sub voce „Mar…“

Aus: Erhard Gorys: Das neue Küchenlexikon. Von Aachener Printen bis Zwischenrippenstück, 3. Aufl., München: Dt. Taschenbuchverl., 1994, (dtv 36008).

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Buchweizengrütze

Diesseits des Boulevards (Spiegel, Bildzeitung) und der Mondsüchtigen-Milieus im Internet ist man sich weiterhin und weithin einig – man verreißt das Opus Thilo Sarrazins.

Ganz rechts in der Welt stellt Michael Kamann das Erzeugnis recht unaufgeregt vor: 200 Seiten Altbekanntes und Unproblematisches, 100 Seiten von den „Islamkritikern“ abgepinnt, 100 Seiten Provokation. So in etwa Kamann.

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Was kann man von einem Mann Großartigeres sagen…

… als das hier:

Jesse James was a lad that killed many a man,
He robbed the Glendale train,
He stole from the rich and he gave to the poor,
He‘d a hand and a heart and a brain.

Einen Zug ausgeraubt und viele Männer getötet zu haben, von den Reichen gestohlen und den Armen geben zu haben, ein Herz, ein Hirn und eine Hand gehabt zu haben – das ist doch einmal eine Alternative zum obrigkeitlich erwünschten Häuserbauen, Bäumepflanzen und Söhnezeugen.

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Patchwork

Um diesen FAZ.net-Artikel geht es. Viele Sachen sind sehr hübsch auf den Punkt gebracht, doch stört mich der aufgeregte, apodiktische Kurzsatzstil ein wenig. Hier schreibt erkennbar eine junge Frau, die sich ihrer Sache sehr sicher ist. Tatsächlich halten die Menschen immer schon und immer noch eine ganze Menge aus, und es war uns bis dato gar nicht aufgefallen, daß Scheidungskinder allesamt zu psychischen Wracks und/oder Kriminellen werden.

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Frühling, Sommer, Herbst und Winter

Das sind nicht nur, wie man im Web weiß, die vier Feinde der Deutschen Bahn, es sind auch die einzigen Abstufungen, die die Social-Media-Spastis kennen. Und jeder will dann die jeweils nächste zuerst bemerkt haben, weil er eben sonst nichts mitzuteilen weiß, aber unbedingt was twittern will.

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Phil

Europa

Es gibt eigentlich, zumindest bezogen auf Ländernamen, nur frankophil und anglophil, zur Not noch russophil. Sicher, amerikanophil, hispanophil, polonophil, danophil etc. kann man bilden und sie werden verstanden, aber eigentlich gebräuchlich sind diese Wörter nicht. Nicht einmal italianophil ist üblich – bemerkenswert angesichts der jahrhundertealten (unerwiderten) Liebe der Deutschen zu Italien. Und was ist zum Beispiel mit Holland und Belgien? Batavophil und belgophil – das klingt nun ganz komisch. Aber man tröste sich: für …phob gilt ja genau das gleiche. (Anregung.)

Impressionen aus Münster

Es gibt einen bestimmten westfälischen Phänotypus, der dem niedersächsischen ähnlich, ihm aber nicht gleich ist. Es sind auch schlichte, solide, in sich ruhende Gesichter, auch sind sie leicht rötlich und gegerbt – jedoch sind sie etwas weniger kartoffelig und dafür faltiger und frommer. Vielleicht auch etwas viereckiger.

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Einfach mal so…

… zum Kiosk gegangen, die Rechts-Postillen gekauft, derer man dort habhaft werden konnte (die Titel derselben hat man aus dem Boykottaufruf eruiert, von dem in den letzten Tagen die Rede war) und hineingeschaut – so als normaler Mensch und Nichtinvolvierter. Das hat ein Schreiber des Freitag (ja, es gibt ihn noch…) getan:
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Zur Beruhigung

Nachdem ich hier kürzlich in ganz obskuren und egozentrischen Kontexten die deutsch-argentinische Freundschaft habe hochleben lassen, ist es mir heute und zu dieser Stunde ein echtes Bedürfnis (zum vierten oder fünften Male, seit es dieses Blog gibt – und mithin zumindest nicht bemüht originell), eines meiner Lieblingsgedichte zu zitieren:

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Du

Heute begeht die Republik Argentinien den 200. Jahrestag ihrer Unabhängigkeit. Dem großen Lande Argentinien verdanke ich meinen Lieblingsdichter (Jorge Luis Borges), einen meiner liebsten Maler (Xul Solar, Beitragsbild links: Vision am Ende des Weges), einen meiner Lieblingssänger (León Gieco), eine Reihe von Filmen, die ich gerne gesehen habe, und noch einiges anderes. Daher hier dieses Gedicht von Borges:
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Solidariteit

Je nun, eigentlich halte ich nicht viel von „virtuellem Protest“, von Bekundungen eines guten Gewissens per Mausklick. Dennoch möchte ich mich heute zumindest in Gestalt eines kurzen Blockeintrages an etwas beteiligen, das zumindest aus deutscher Perspektive nicht ganz weit von derlei entfernt ist.

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Alltäglicher Vorschlag, den 2. Juni zum Feiertag zu machen

Die Idee nun etwas näher ausgeführt… Wie wär’s damit? Ein Feiertag für den (West-)Deutschland zivilisierenden und endgültig verwestlichenden gesellschaftlichen Transformationsprozeß der 60er Jahre. Für die Auslöschung des unseligen „Preußens in den Köpfen“.

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Feiertäglicher Vorschlag, die religiösen Feiertage abzuschaffen

Grundsätzlich bin ich der Meinung, daß es in Deutschland eher zu wenige als zu viele Feiertage gibt – dies, um Mißverständnissen vorzubeugen. Dennoch: Was sollen wir mit Feiertagen, denen maximal ein Drittel des Volkes auch nur irgendwie emotional verbunden ist, und deren Bedeutung nurmehr ein Zehntel des Volkes ansatzweise erklären kann?

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Canto I (again)

And then went down to the ship,
Set keel to breakers, forth on the godly sea, and
We set up mast and sail on that swart ship,
Bore sheep aboard her, and our bodies also

Heavy with weeping, so winds from sternward
Bore us on-ward with bellying canvas,
Circe’s this craft, the trimcoifed goddes.
Than sat we amidships, with jamming the tiller, (weiter…)

Lightbox (und Covergirls VII)

Ich habe aus Langeweile (besser: aus dem Bedürfnis heraus, mich vor anderem zu drücken) und weil ich mich gerade wieder etwas mehr mit Graphiken befasse hier nun die Lightbox-Galerie-Effekte eingebaut. Noch mehr die Ressourcen des Besuchers fressender Javaskript-Schnickschnack, mithin. Aber mir gefällt vor allem die nicht-fitzelige Navigation zwischen den einzelnen Bildern. Zur Demo die Folge VII der amykläischen Covergirls.

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