Die Ehre Belgrads

Eine saugeile Passage aus Garton Ashs „Jahrhundertwende“. Es geht um die serbische Revolution vom Oktober 2000, also um den halbfriedlichen Machtwechsel von Slobodan Milosevic zu Vojislav Kostunica:

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Die Großen

Trennen wir die alten Großen von den neueren Großen. Alexander, Karl, Otto, zur Not noch Alfred, (Albertus können wir wohl ignorieren, diverse Gestalten aus der Spätantike und der Völkerwanderungszeit auch) – das sind Bildungen aus gänzlich vorhistoriographischer Zeit, damals wohl in der Regel Rückprojektionen in und aus Krisenzeiten. (Und im Falle Alfreds ein ganz offensichtlicher Versuch, mit wem anders gleichzuziehen. Vielleicht trifft das auch auf Otto zu, ich bin mir nicht sicher.)

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„Die Verwandlung der Welt“ 4 – Duldsamkeit gegenüber Migranten und keine gegenüber Indigenen

In dem Mobilitäts- und Migrationskapitel finden sich zwei impressive Absätze über, nun ja, zwei einander gegenüberstehende Aspekte des 19. Jahrhunderts. Zunächst geht es um die Duldsamkeit Englands und anderer europäischer Länder gegenüber politischen Asylanten:
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Brandts „Erinnerungen“ 11 – über die „linksliberalen ‚Nahesteher‘“ und die Stahlarbeiter von Dortmund

Anläßlich der Bemerkung über den Begriff „Gutmenschen“ hier noch etwas aus Brandts Erinnerungen. Bekanntlich hat Brandt im April 1972 ein konstruktives Mißtrauensvotum nur knapp – nämlich mit zwei Stimmen Mehrheit – überstanden.

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„Gullivers Reisen“ 2 – Angst vor einer Katastrophe aus dem All

Angst vor einer die Erde vernichtenden Katastrophe, die ihre Ursache im Weltraum hat, vor einem „wissenschaftlich“ und nicht religiös verursachten Weltuntergang, konnte man anscheinend schon haben lange bevor es Science Fiction im eigentlichen Sinne, Katastrophenfilme, den Klimawandel oder den Sender N24 gab.

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„Die Verwandlung der Welt“ 3 – Warnung davor, nur noch die Mobilen zu sehen

Der zweite Großabschnitt („Panoramen“) beginnt mit einem Kapitel über „Sesshafte und Mobile“, und dieses Kapitel beginnt mit einer ebenso amüsanten wie sicher beherzigenswerten Mahnung, über die vielen Mobilen die seßhafte Mehrheit nicht aus den Augen zu verlieren:

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„Kampfplatz Spanien“ 7 – Bei Guadalajara im Monat März

Die Schlacht bei Guadalajra im März 1937 ist – neben der Verteidigung Madrids im November 36 – der einzige wirklich triumphale Sieg der Republik über die Faschisten: das Expeditionskorps Mussolinis wird nach allen Regeln der Kunst auseinandergenommen und in die Flucht geschlagen.

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Kupferrot

Die Schriftstellerin Monika Maron hat gestern in einem Gastbeitrag („Der Einbruch des Halbseidenen in die Politik“) für die Frankfurter Allgemeine die Causa Wulff mit sicherem Griff auf in der Ära Schröder aufgekommene Sitten und Gebräuche zurückgeführt:

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„Kampfplatz Spanien“ 6 – Unmut über eine nicht stattgefunden habende Nibelungenschlacht in Málaga

Borkenau zeigt sich angesichts der Einnahme von Málaga durch die Faschisten im Februar 1937 hinsichtlich der militärischen Fähigkeiten der republikanischen Streitkräfte und Milizen außerordentlich skeptisch:
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„Kampfplatz Spanien“ 5 – Deutsch-jüdische Streitkräfte

Sehr interessant. Borkenau ist im Januar 1937 auf seiner zweiten Spanienreise in Murcia recht weit im Süden und beobachtet dort folgendes:

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DC – Jeanne

„Der ruhmbedeckten Jeanne d‘Arc,
Ihrer edlen Heimat Lothringen,
Ihrem lieben Vaterland Frankreich.
Die Republik der Vereinigten Staaten und die Stadt New York,
Ihre treuen Bewunderer. Am 15. August 1981.“

Das war zu ihrem 550. Todestag – heute ist ihr 600. Geburtstag.

„Kampfplatz Spanien“ 4 – Madrid, Kastilien, Andalusien (und noch die Pasionaria)

Ende August, Anfang September 1936 reist Borkenau von Barcelona zunächst nach Valencia, dann weiter nach Madrid – und von dort aus nach Süden: nach der Mancha in Neukastilien und schließlich in den nördlichen Teil Ostandalusiens.

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„Die Verwandlung der Welt“ 2 – Frohe Neue Zeit! (Und die Moderne)

Ja, sehr amüsant! Das kennt jeder Historiker: jeder innerhalb der Zunft, aber keiner außerhalb, weiß, was die „Frühe Neuzeit“ ist. Man verwendet den Begriff so selbstverständlich wie, sagen wir, „Frühstück“ – aber keiner versteht ihn.

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„Die Verwandlung der Welt“ 1 – „Die Geburt des Authentischen“ (und das Ende der Schlachtenmalerei)

Fulminante Passagen über die Erfindung der Photographie. (Eines fehlt vielleicht: Nämlich, daß man zunächst einmal nur unbewegte Motive photographieren kann. Man schaue sich die Aufnahmen aus dem Amerikanischen Bürgerkrieg an – es sind alles Standfotos.)

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„Kampfplatz Spanien“ 3 – auf dem Weg zur Front – Lérida, Sancho, Durruti, Dum-Dum

Borkenau ist am 12. August 1936 auf dem Weg von Barcelona zur Aragón-Front. (Ein halbes Jahr später wird George Orwell in etwa den gleichen Weg zurücklegen. Und Willy Brandt auch, aber das nur nebenbei.)

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