Archiv der Kategorie

Feuilleton

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Braunschweig und Hannover

hbsDas Foto zeigt ein Reklame-Schmierblatt, das ich gerade mit spitzen Fingern aus dem Postkasten gefischt habe. Am Freitagabend spielen Eintracht Braunschweig und Hannover 96 gegeneinander, und zwar in Braunschweig Hannover. Das wird in diesen finsteren nördlichen Nebellanden als „Derby“ gesehen, also als ein Fußballspiel unter verfeindeten Nachbarn, dem mit besonderer Spannung und mit vielen Emotionen entgegengesehen wird.

Warum?

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Thunderbirds Rechtschreibprüfung macht keine roten Kringellinien mehr (mit Lösung)

Das Problem tritt bei mir seit einigen Wochen auf: Thunderbird macht – obwohl natürlich alle Optionen richtig eingestellt sind – keine roten Wellenlinien mehr unter seiner Meinung nach falsch geschriebene Wörter. Der Rest der Rechtschreibprüfung funktioniert. Und zwar macht sich diese Problem immer dann merklich, wenn man in einer Sitzung zum erstenmal eine Mail beantwortet – nicht hingegen, solange man nur neue Mails schreibt. Antwortet man auf etwas, sind die Kringellinien nicht mehr da und bleiben verschwunden, auch wenn man wiederum eine neue Mail schreibt.

Die Lösung des Problems habe ich, glaube ich, nach längerem Suchen hier und hier gefunden. Es handelt sich offenbar um einen bekannten Bug.

Workaround: mail.compose.max_recycled_windows von 1 auf 0 setzen. („Einstellungen“ –> „Erweitert“ –> „Konfiguration bearbeiten“*) –> Ins Suchfeld mail.compose.max_recycled_windows pasten –> Doppelklicken und ändern.)

Ob das unerwünschte Nebenwirkungen hat, weiß ich nicht.

*) Also das machen, was im Firefox „about:config in die Adreßzeile eingeben“ ist…

Youtube-Videos in MP3-Dateien konvertieren (mit Audacity unter Linux und Windows)

Audacity-logo-r_50pctIch hatte zu diesem Thema hier schon einmal ein kurze Notiz veröffentlicht. Mittlerweile meine ich, geringfügig dazugelernt zu haben. Die hier vorgestellte Methode gefällt mir vor allem deshalb, weil sie sowohl unter Linux als auch unter Windows (und höchstwahrscheinlich auch mit einem Mac) funktioniert. Also:
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NDR (Zwischen Hamburg und Haiti): „Magie, Mythos und Martyrium: Der Mont Ventoux in der Provence“

Magie, Mythos und Martyrium: Der Mont Ventoux in der Provence

Sehr schöne, interessante und liebenswerte Sendung. (30 Minuten.)

Hö, in meiner Jugend lief „Zwischen Hamburg und Haiti“ noch sonntags morgens um halb zehn (oder war es um zehn?) auf NDR 2; ich habe das damals regelmäßig zum Aufwachen gehört. Heute haben sie es auf NDR Info abgeschoben; offensichtlich meint man, derlei einem radiohörenden Durchschnittspublikum nicht mehr zumuten zu können. Mann, Mann, Mann, das waren noch Zeiten: da liefen auch auf NDR 2 die halbstündigen Nachrichten noch ohne Dudelmusik-Hinterlegung.

FAZ: „In eigener Sache: Neues Ressort ‚Lebensstil‘ bei FAZ.NET“

lifischtylieIn eigener Sache: Neues Ressort „Lebensstil“ bei FAZ.NET – Lebensstil – FAZ

Die schönen Seiten des Lebens – darum dreht sich alles im neuen Ressort „Lebensstil“, mit dem FAZ.NET an diesem Montag online geht. Lifestyle und Luxus, Wellness und Gesundheit, Mode und Design, Essen und Trinken, Wohnen und Technik sind die Themen, die die User im neuen Ressort erwarten. Mit „Lebensstil“ erweitern wir unser Themenspektrum, das die Leser bereits aus den Printprodukten wie der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung oder dem Frankfurter Allgemeine Magazin kennen und dort immer mehr nachfragen.

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Wikipedia: „Eisengallustinte“

Eisengallustinte – Wikipedia

Galläpfel plus Eisenvitriol. (Plus Wasser plus ein bißchen Gummi Arabicum.) Fast alles, was in unseren Archiven liegt, ist mit diesen beiden kuriosen Zutaten geschrieben worden – und zwar von der Spätantike bis ins frühe 20. Jahrhundert. Merkwürdige Vorstellung, stimmt aber. Ich wüßte übrigens nicht, jemals einen Gallapfel in natura gesehen zu haben…

Und ich habe fast ein Studium gebraucht, um zu verstehen, daß das, was wir als Kinder als „Tinte“ kennengelernt haben, eigentlich keine Tinte war, sondern sozusagen eine kindersichere Light-Version von Tinte – eben ab- und auswaschbar, wasserlöslich und durch chemische Zauberstifte zum Verschwinden zu bringen.

Youtube-Videos unter Linux als mp3 speichern…

So mache ich das, es gibt sicher pfiffigere Methoden:

Mit youtube-dl runterladen (geht übrigens auch bei/mit vimeo und anderen Diensten…). Mit avidemux öffnen (lame ist installiert). „Audio“ – (Kodierer „lame“ festlegen, Optionen nach Wunsch). „Audio“ – „Speichern…“.

(Und zur Bearbeitung von mp3-Tags – auch und gerade zur massenhaften Bearbeitung derselben und zum Stapel-Umbenennen der Dateien – sei easytag empfohlen.)

:clown:

Fundstück: Beilage aus einer Kyriazi-Zigarettenpackung von 1933 – Deutsche Helden statt Treuepunkte

kyriazi2Aus einem vor vielen (fünfzehn?) Jahren antiquarisch gekauften Buch (es handelt sich um eine Buchklub-Ausgabe von Werner Bergengruens „Das große Alkahest“ aus dem Jahre 1926) ist mir vorhin ein kleiner bedruckter Zettel entgegengeflattert. Ich habe Vorder- und Rückseite gescannt, hier sind sie, das Original ist 5,5 x 7,5 cm groß:

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OCR unter Linux – mit Tesseract, YAGF und XSane

TesseractIch weiß nicht, seit wann es geht, vermutlich geht es schon länger, aber zumindest ich merke es erst jetzt: Es geht! Funktionierende, praktikable Texterkennung unter Linux! Endlich! :freu: Also eine OCR (Optical Character Recognition = Texterkennung), bei der das Korrigieren des Textes nicht mehr Zeit in Anspruch nimmt als es gekostet hätte, ihn abzutippen!

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Martin Luther, 1983

WartburgAm frühen Freitag nachmittag hat mir ein lieber Mensch das nebenstehende Foto als Reisegruß von einem feiertäglichen Bildungsausflug geschickt – die Wartburg. Dieses Foto hat meinen österlichen Medien-Konsum gleichsam umgekrempelt, hat also eine für einen Handy-Schnappschuß nicht unbeträchtliche Wirkung entfaltet.

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NDR (Zwischen Hamburg und Haiti): „Assam – Ein Land voller Tee“

Assam – Ein Land voller Tee

Sehr liebenswerte, interessante Sendung. :-) 30 Minuten, wie üblich bei dieser von mir seit frühen Jugendtagen geschätzten NDR-Reihe.

Es geht vor allem um das Alltagsleben der Teepflückerinnen, dh. um eine derselben. Weniger um Kulinarisches zum Thema „Tee“ oder gar um historische Zusammenhänge. (Also z.B. nicht um die Tatsache, daß die Engländer anfang des 19. Jahrhunderts mit ihren Teeplantagen in Assam, Darjeeling und auf Ceylon ein altes Monopol Chinas knacken und damit zum Niedergang Chinas in dieser Periode beitragen.)

Wollsocken (ergänzt)

7913622544_4f3c3effb9_cEnde der 80er, Anfang der 90er gab es bei einigen von uns für die Erziehungswissenschaftler einen Spitznamen: die „Wollsocken“.

Die saßen damals in einem imposanten Gebäude aus der Zwischenkriegszeit in der Bismarckstraße (Südstadt). (Wiki: „Derzeit versucht das Land Niedersachsen das historische Gebäude zu vermarkten.“) Wenn man dort mal zu schaffen hatte, sagte man, sagten jedenfalls einige von uns: „So, ich fahr jetzt zu den Wollsocken.“

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ARD: „Mord in Eberswalde – FilmMittwoch im Ersten“

Mord in Eberswalde – FilmMittwoch im Ersten – ARD | Das Erste

Schöner Film.

Als Krimi über weite Strecken nicht übermäßig spannend, aber psychologisch meistens überzeugend. Liebevolle und (sofern ich das beurteilen kann) realistische Ausstattung; schöne Bilder. Dramaturgische Überzeichnungen sind – wie immer – legitim. Dafür entschädigen dann allemal die hübschen Augen und Mundwinkel von Ulrike C. Tscharre.

Daß ein abgründiges und komplexes Thema wie „Sadismus“ im Rahmen eines Fernsehfilms letztgültig abgehandelt wird, kann man nicht erwarten. Die Ansätze dazu in diesem Film wirken jedenfalls auch nicht peinlich – eben weil es vor allem Andeutungen sind.

Daß man in DDR-Amtszimmern im Oktober 1971 noch Ulbricht-Portraits gesehen hat, wage ich zu bezweifeln. Und über Gnadengesuche hatte der 1972 sicher nicht mehr zu entscheiden. Immerhin, ganz zum Schluß hängt er dann doch da, der Erich…

Kein übertriebenes Stasi-Bashing, wie in so vielen Filmen heute – gut. Gab es beim MfS eigentlich keine Oberstleutnants?! Insofern Witt direkt vom Major zum Oberst wird. Komisch…

Zur Hinrichtungsszene mag ich mal nichts sagen. (Generell wird es in den letzten 15 Minuten etwas zu dick.) Immerhin, die P38, sie stimmte wohl, wie kurze Nachsuchungen im Web zu bestätigen scheinen…

Ergänzung

Nun auch bei Youtube:

FAZ: „‚Kleine Hexe‘ ohne ‚Negerlein‘: Wir wollen vorlesen und nichts erklären müssen“

lesen„Kleine Hexe“ ohne „Negerlein“: Wir wollen vorlesen und nichts erklären müssen – Feuilleton – FAZ

Nun wird mancher aufs Interpretieren pfeifen, solange er seinen Kindern nur unfallfrei – also ohne gewundene Erklärungen und Entschuldigungen – vorlesen kann, seien es Grimms Märchen, Otfried Preußler oder eben „Pippi Langstrumpf“.

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12.12.12. | 120 | 120:45=2,6666666…

Man gestatte mir in der Nacht zu diesem Tag nochmals einen Hinweis auf diese wunderbare Radiosendung vom 16.9.12 zum 120. Geburtstage Werner Bergengruens. :-) Näheres hier. Ich habe sie gerade noch einmal wieder – wohl zum zehnten Male – mit Begeisterung gehört.