Bundeswehr: Neue deutsche Veteranen – Asien – FAZ
Die Bundeswehr ist zur Einsatzarmee geworden. Doch die Deutschen zollen ihren Rückkehrern aus dem Kosovo oder Afghanistan oft wenig Anerkennung. Der Verteidigungsminister meint, da könne der Begriff des Veteranen helfen. Ausgerechnet die Grünen beschäftigen sich als Erste mit der Idee.
Ich bin mir ad hoc nicht ganz sicher, aber ich empfinde das Wort „Veteranen“ als nicht besonders „deutsch“, jedenfalls nicht, was das 20. Jahrhundert angeht. Nach dem Ersten Weltkrieg hieß es „Stahlhelm – Bund der Frontsoldaten“ – und eben nicht „Veteranenbund“ o.ä. Es hieß „Wehrverbänden“ und nicht „Veteranenverbände“. Und nach dem Zweiten Weltkrieg hieß es „Kriegsversehrte“, „Kriegsheimkehrer“ – oder eben gar nichts.
Natürlich wurde „Wehrmachtsveteranen“ verstanden, aber es war im Gegensatz zur Meinung dieses Grünen mit Vornamen „Tom“ kaum allgemein gebräuchlich.
„Veteranen“ klingt für mich angelsächsisch – und vor allem russisch. „Dorogie veterany…“ als rosarotes Transparent am 9. Mai über der Straße, ich erinnere mich… „veterany“ hier, „veterany“ da.
Und noch das hier:
Der Veteranenbund [eine obskure Privatorganisation, K.B.] hat inzwischen eine ganze Liste an Wünschen parat, in deren Erfüllung sich die Anerkennung der Gesellschaft spiegeln würde: die Berufung eines eigenen Veteranenbeauftragten durch den Deutschen Bundestag, die Gründung einer Veteranenfürsorgestelle, die Ausgabe eines Veteranenausweises, der dann womöglich auch Vorteile im Alltag (Ermäßigungen im Nahverkehr oder bei Eintrittspreisen) brächte.
Hähä, ja, und am besten noch werden sie in Warteschlangen bevorzugt abgefertigt, wie früher in der SU! Ich möchte wetten, daß die Leute, die das ausgeknobelt haben, aus der Ex-DDR stammen.
Begeistertes Edit: Das „Asien“ im Titel („Title-Tag“) des FAZ.net-Artikels war mir gar nicht aufgefallen – es war anders gedacht, paßt aber.