Asfa-Wossen Asserate: Der letzte Kaiser von Afrika. Triumph und Tragödie des Haile Selassie

Dem deutschen Leser geht dieses Werk vielleicht weniger nahe als Asfa-Wossens berühmtes Manierenbuch von 2003 oder seine Schriften über Deutschland und die Deutschen (Deutsche Tugenden, Draußen nur Kännchen). Das Buch ist jedoch nicht nur dem, der gerne über Hoheiten liest, sondern auch dem, der sich für Afrika und seine Geschichte interessiert, eine ebenso belehrende wie kurzweilige Lektüre.

Und daß wir uns vielleicht alle etwas mehr für Afrika interessieren sollten, zeigt uns mittlerweile jeder Einkauf in einem deutschen Großstadt-Supermarkt, wenn der nicht gerade in einem grünen oder schwarzen Bonzenviertel liegt. Zwischenzeitlich (2016) hat Asfa-Wossen noch ein Buch mit dem Titel Die neue Völkerwanderung: Wer Europa bewahren will, muss Afrika retten veröffentlicht. Sobald es als Taschenbuch erschienen ist, und das dürfte bald geschehen, lese ich es möglicherweise.

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Die wahre Familie

„Nastojaschtschaja Semja“ – „die echte, die wahre Familie“. So lautet seit einigen Tagen das Motto einer Kampagne der russischen De-facto Staatspartei „Einiges Rußland“, mit der man die „traditionellen Familienwerte“ gegen teuflische Einflüsterungen aus dem Westen stärken und verteidigen möchte. Selbstverständlich ist die Aktion auch und vor allem als Gegenbewegung gegen die Bestrebungen zur Gleichstellung der Homoehe in den meisten westlichen Ländern zu verstehen.

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NDR (Zwischen Hamburg und Haiti): „Assam – Ein Land voller Tee“

Assam – Ein Land voller Tee

Sehr liebenswerte, interessante Sendung. :-) 30 Minuten, wie üblich bei dieser von mir seit frühen Jugendtagen geschätzten NDR-Reihe.

Es geht vor allem um das Alltagsleben der Teepflückerinnen, dh. um eine derselben. Weniger um Kulinarisches zum Thema „Tee“ oder gar um historische Zusammenhänge. (Also z.B. nicht um die Tatsache, daß die Engländer anfang des 19. Jahrhunderts mit ihren Teeplantagen in Assam, Darjeeling und auf Ceylon ein altes Monopol Chinas knacken und damit zum Niedergang Chinas in dieser Periode beitragen.)

taz: „Die nächste Regierung muss eine der extremen Rechten sein: Ein gefährliches Experiment“

Die nächste Regierung muss eine der extremen Rechten sein: Ein gefährliches Experiment – taz.de

Lasst den rechten Flügel und das Bennett-Feiglin-Team gewinnen. Wenn die israelischen Wähler dies wollen, ist es das, was sie verdienen. Die angemessene Regierung für Israel ist eine, der die selbsternannte Menschenrechtsaktivistin Orit Struck (Platz 10 auf der „Habajit Hajehudi“-Liste, eine der wichtigsten VertreterInnen der militanten Siedlerbewegung) aus der Avraham-Avinu-Siedlung in Hebron angehört. Sie wird sicherlich adäquater sein als die scheidende Regierung, mit der Arbeitspartei als Partner bei ihren Verbrechen, einem angeblich moderaten Verteidigungsminister Ehud Barak und all den Dan Meridors (stellvertretender Premierminister, Likud) und Michael Eitans (Minister, Likud) als Zierde.

Nur mit einer Regierung von Danny Danon (Likud-Abgeordneter, der sich gegen die Zwei-Staaten-Lösung ausgesprochen hat) und Tzipi Hotovely (Likud-Abgeordnete, die den Kampf der Palästinenser als religiösen Kampf des Islam bezeichnete) wird die Welt und Israel das wahre Gesicht das Landes erkennen. Nur mit einer Lieberman-Shamir-Regierung werden all die verrückten Ideen endlich in der Praxis getestet.

Nur mit einer Regierung von Benjamin Netanjahu und Miri Regev (Likud-Abgeordnete, die die afrikanischen Migranten in Israel als „Krebsgeschwür“ bezeichnete) werden endlich alle aufgeweckt werden. Schluss mit all den doppelzüngigen Regierungen; wir wollen endlich die wahre Liebe, nach der sich die meisten Israelis sehnen.

„the right of the people to keep and bear Arms“

Der zweite Zusatzartikel der US-amerikanischen Verfassung:

A well regulated Militia being necessary to the security of a free State, the right of the people to keep and bear Arms shall not be infringed.

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