FAZ: „TV-Kritik: Anne Will: Gibt sich Putin mit der Krim zufrieden?“

TV-Kritik: Anne Will: Gibt sich Putin mit der Krim zufrieden? – FAZ.NET-Frühkritik – FAZ

Auf der Krim hat Putin das Machtspiel längst gewonnen, glauben die Gäste bei Anne Will. Nun sind die Russland-Versteher gefragt: Ist die Abspaltung der Halbinsel erst der Anfang?

Die epische Länge des Textes und der Vorname seines Autors – Julian – deuten auf einen halbflüggen Zeilengeldschreiber hin, der von den neoliberalen FAZ-Obrigkeiten zu nächtlichem Fernsehgucken und Bloggen verknastet worden ist und der nun diese Obrigkeiten und sein Publikum durch die völlig ausgenudelte Schweinchen-Schlau-Schreiber-Marotte „XY-Versteher“ (ungefähr auf der Stilebene und von der Originalität wie „Warmduscher“) milde stimmen will.

Bei allem gelegentlichen Unmut über von den Medien herbeigezauberte „Experten“ für irgendwas: Ich traue Frau Krone-Schmalz in der Tat schon zu, mehr von Rußland zu verstehen als nun ausgerechnet Philipp Mißfelder. Und an diesem Verständnis fehlt es in der Tat im Westen bitter.

FAZ: „Die Stimmung in Moskau angesichts von Putins Drohungen“

Die Stimmung in Moskau angesichts von Putins Drohungen

Die FAZ flippt endgültig aus:

Bei zwei Kerlen, die neben mit standen, waren die Augen blutunterlaufen.

:roll:

Auch ansonsten wirrer Kleine-Mädchen-Dünnpfiff…

Natürlich gehört die Krim zu Rußland und das Donbass auch.

Man darf Rußland niemals idealisieren, das könnte niemandem klarer sein als mir. Ich bliebe aber auch dabei, daß Deutschland und Rußland vielleicht nicht natürliche Verbündete sind, aber doch gute Verbündete sein sollten. Hat ja schon mal phasenweise ganz gut geklappt.

junge Welt: „Jagd auf Linke“

10.03.2014: Jagd auf Linke (Tageszeitung junge Welt)

Ukraine: Demonstrationen gegen neue Machthaber unmöglich. Kommunisten angegriffen und mißhandelt. Faschisten patrouillieren mit der Polizei

Herzlichen Glückwunsch zum 80. Geburtstag, Juri Alexejewitsch Gagarin!

junge Welt: „Faschistische Hegemonie“

08.03.2014: Faschistische Hegemonie (Tageszeitung junge Welt)

Hintergrund. Entgegen anderslautender Behauptungen dominieren ultrarechte Gruppen den Kiewer Maidan. Ihr Anhang wächst

Von vorne bis hinten hochinteressante, sehr sachkundige und ruhige, differenzierende Reportage aus der Stadt Kiew. Souveräne marxistische Perspektive, gerade auch in historischer Hinsicht.

Die Gründe, die zu dem Aufbegehren eines großen Teils der Bevölkerung der Ukraine gegen ihren Präsidenten geführt haben, waren und sind legitim. Das Fehlen einer politischen Alternative und die nationalistische Form, die der Aufstand angenommen hat, zusammen mit der imperialistischen Einflußnahme der USA und der Europäi­schen Union, haben aber dazu geführt, daß diese Protestbewegung nur ein katastrophales Resultat hervorbringen konnte. Der Maidan ist ein Lehrstück dafür, wie unter bestimmten Bedingungen faschistische Gruppierungen innerhalb kürzester Zeit zu einem ernstzunehmenden politischen Faktor werden können.

Und nur mal nebenbei und meinetwegen etwas rechthaberisch: Das hier habe ich am 10. Dezember 2013 (also vor drei Monaten) getwittert:

VICE Deutschland [also ein Blog]: „‚Wir können froh sein, dass wir Putin haben‘“

„Wir können froh sein, dass wir Putin haben“ | VICE Deutschland

Während die Stimmung in der westlichen Öffentlichkeit zu grossen Teilen von Ratlosigkeit und Wut über Putins Verhalten geprägt ist, gibt es auch Stimmen, die die Schuld an der ukrainischen Krise beim Westen verorten. Albrecht Müller, SPD-Veteran, ehemaliger Abgeordneter und Publizist, schreibt auf seinem Blog NachDenkSeiten schon seit Wochen gegen die „Kampagne“ der deutschen Medien an, die er „Einseitigkeit, Agitation und Dummheit“ gelenkt sieht. Ich habe mit ihm gesprochen, um herauszufinden, warum er glaubt, dass Russland provoziert wurde.

Grenzdemente Fragen eines Schraddel-Blogs, ziemlich souveräne, eher noch zu milde Reaktionen Albrecht Müllers.

Daß der/die Scharfschützen auf dem Maidan höchstwahrscheinlich (und erwartungsgemäß) ukrainische Faschisten waren, konnte Müller zum Zeitpunkt des Interviews noch nicht wissen.

junge Welt: „Ukraine im Infokrieg“

06.03.2014: Ukraine im Infokrieg (Tageszeitung junge Welt)

Vom Westen unterstützte Regierung in Kiew blockiert Empfang russischer Sender. Telefonat mit EU-Außenbeauftragter Ashton belastet Janukowitsch-Gegner

Der heutige Leitartikel…

NachDenkSeiten: „Notwendig ist die Umstellung von der seit 1989 neu geschaffenen Konfrontation hin zur europäischen Friedensordnung“

amNotwendig ist die Umstellung von der seit 1989 neu geschaffenen Konfrontation hin zur europäischen Friedensordnung | NachDenkSeiten – Die kritische Website

Und auch der andere linke Albrecht, nämlich Müller, hat zu außenpolitischen Themen lesenswert in die Tasten gehauen.

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Blätter für deutsche und internationale Politik: „Der nützliche Herr Gauck“

Der nützliche Herr Gauck | Blätter für deutsche und internationale Politik

Am 18. März wird es zwei Jahre her sein, dass Joachim Gauck im zweiten Anlauf zum Bundespräsidenten gewählt wurde. Lange hat er sein Thema als erster Mann im Staate gesucht. Doch seit Beginn dieses Jahres wird man sagen können, dass er es gefunden hat – als nützlicher Gehilfe einer konservativen Deutungselite, die versucht, Deutschland einen neuen Standort in der Welt zu verschaffen.

Kluger Text von Albrecht von Lucke, auch mit Bezügen auf die Funktion von Christopher Clarks Opus.

Tjo, wenn die Schreibknechte der herrschenden Klassen schon den Zweiten Historikerstreit nicht gewinnen konnten, dann probieren sie es nun ex post mit dem Ersten Historikerstreit – nämlich der Fischer-Kontroverse Anfang der 60er Jahre.

FAZ: „Bernard-Henri Lévy auf dem Majdan: Europa muss euch Ukrainern helfen!“

Bernard-Henri Lévy auf dem Majdan: Europa muss euch Ukrainern helfen! – Debatten – FAZ

Der französische Philosoph Bernard-Henri Lévy hat in Kiew eine flammende Rede gehalten: Bei einer Kundgebung auf dem Majdan forderte er Europas Politiker auf, gegenüber Putin klar Stellung zu beziehen und Sanktionen gegen Russland in Gang zu setzen. FAZ.NET dokumentiert die Rede in einer gekürzten Fassung.

:übel:

Oh Gott, bring doch einer diese Type zum Schweigen…

junge Welt: „Entschlossene Weltpolitik“

26.02.2014: Entschlossene Weltpolitik (Tageszeitung junge Welt)

Deutschland hat den Umsturz in der Ukraine massiv befördert und warnt nun vor einer Sezession des Landes – um die Schwarzmeerküste Rußlands Einflußsphäre zu entziehen

So schnell kann’s gehen. Da hat man sich jahrelang von den deutschen Mainstreammedien eintrichtern lassen müssen, die inhaftierte ukrainische Oppositionspolitikerin Julia Timoschenko sei ein unschuldiger Engel, und kaum kommt sie aus der Haft frei, da hört man das Gegenteil. Kritiker würfen ihr »dubiose Geschäfte« vor und hielten sie für »opportunistisch und skrupellos«, hat das ZDF überraschend erfahren. Die Süddeutsche enthüllt, Timoschenko sei »als Teil einer dubiosen Wirtschafts- und Machtelite selbst belastet«. Die Welt hat gleich einen ganz schlimmen Verdacht: Timoschenko sei »wie Janukowitsch – nur hübscher und mit Zopf«. Nicht, daß man das alles nicht schon längst hätte wissen können, wenn man es denn wissen wollte. Warum aber wird auf einmal das Publikum der deutschen Mainstreammedien für würdig befunden, umfassend über die oligarchische Karriere der »Gasprinzessin« informiert zu werden?

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FAZ: „Julija Timoschenko: Die ukrainische Löwin frisst sie alle“

Julija Timoschenko: Die ukrainische Löwin frisst sie alle – Debatten – FAZ

Frisch aus dem Gefängnis entlassen, alarmierte sie mit ihrem Auftritt auf dem Majdan die Demonstranten: Warum die ukrainischen Revolutionäre Julija Timoschenko fürchten müssen.

Ein reichlich abgedrehter Artikel von Kerstin Holm. So hat die nicht geschrieben, als sie noch in Rußland war. Komisch. Und auch unschön.

junge Welt (Zitat des Tages)

junge Welt – die linke Tageszeitung. Nachrichten und Hintergründe

"Falls sich Leute, die in schwarzen Masken und mit Kalaschnikow-Sturmgewehren durch Kiew schlendern, als Regierung bezeichnen, so wird die Arbeit mit einem solchen Kabinett sehr schwierig sein."

Der russische Regierungschef Dmitri Medwedew nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa am Montag in Sotschi gegenüber der Agentur Interfax über die Lage in der Ukraine

:d:

Nach Sotschi

ISS038-E-042992Die Spiele sind vorbei. Einige halbpersönliche Anmerkungen. Die Allerallerallerwichtigste zuerst: Es hat keinen Anschlag gegeben. Und ich hatte einen solchen Anschlag so befürchtet, wie man nur irgend ein Ereignis befürchten kann, das einen höchstwahrscheinlich nicht direkt und persönlich betreffen wird.

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junge Welt: „Kontrollverlust“

21.02.2014: Kontrollverlust (Tageszeitung junge Welt)

Der wird seit Dienstag in großen Teilen des Landes geführt. Die EU, d. h. die deutsche Bundesregierung, steckt seither in der selbstgestellten Falle. Und sie hat mit den deutschen Grünen und den hiesigen Mainstreammedien eine Propagandakompanie im Nacken, denen jede Eskalation der Gewalt nicht genügt. Der den Grünen nahestehende französische Kriegshetzer Bernard-Henri Lévy schrieb in der FAZ vom Donnerstag, Putin habe am Dienstag »seinem Knecht Janukowitsch die Erlaubnis zum Töten erteilt«, deswegen müsse Sotschi verlassen werden. Schrille Töne? 1999 lieferten die Grünen die Lügen für den Kosovo-Krieg, Lévy kann gleiches in bezug auf Libyen 2011 in Anspruch nehmen.

junge Welt: „Faschisten zum Vorbild“

20.02.2014: Faschisten zum Vorbild (Tageszeitung junge Welt)

Geschichte. Viele Oppositionelle auf dem Kiewer Maidan berufen sich auf die »Organisation Ukrainischer Nationalisten«. Deren Milizen ermordeten während des Zweiten Weltkriegs Zehntausende Polen und Juden

Langer, historischer Text.