Zeit (Online): „Ex-NPD-Kader Molau: ‚Ich bin unvermittelbar‘“

Neues Deutschland (Blog): „Sie ist ja eigentlich ganz nett“

FAZ: „Gasleuchten in Berlin: Doch man sieht nur die im Lichte“

FAZ (Wirtschaft): „Uli Hoeneß: Ein Land im Jagdfieber“

Uli Hoeneß: Ein Land im Jagdfieber – Wirtschaft – FAZ

Der Bundespräsident verwies auf Versicherungsbetrug, Schwarzfahrer, Arbeiten ohne Rechnung. Man könnte die Liste leicht fortführen: Der eine reicht die Rechnung vom Abend mit Freunden im Restaurant als Arbeitsessen beim Finanzamt ein, der andere nutzt das offizielle Arbeitszimmer auch privat. Der Schornsteinfeger bietet schriftlich einen Abschlag gegen Barzahlung an, der nette Handwerker, der im Schlafzimmer werkelt, regt an, die Rechnung für das Arbeitszimmer auszustellen. Und wer eine Putzfrau offiziell anmelden will, kann lange suchen. Lauter kleine Sünder. Ob sie das von Kritik an Hoeneß abhält?

Leute, die überhaupt auf den Gedanken kommen können, beim Finanzamt Restaurantrechnungen einzureichen oder „Putzfrauen anzumelden“, oder auch Handwerksmeister sind mit Sicherheit keine „Kleinen“. Und der spekulierende Studienrat ist auch kein „Kleiner“.

Neoliberales Wi-FAZ-Arschloch.

NachDenkSeiten: „Gratis-BILD am Wahlwochenende – ein Schurkenstück in Sachen Manipulation“

Gratis-BILD am Wahlwochenende – ein Schurkenstück in Sachen Manipulation | NachDenkSeiten – Die kritische Website

Wie der Branchendienst Meedia heute meldet, plant der Springer Verlag am 21. September, also einen Tag vor den Bundestagswahlen, erneut eine Gratisausgabe seiner BILD-Zeitung an 40 Millionen deutsche Haushalte zu verschicken. Inhaltlich will die „BILD zur Wahl“ dabei in die Vollen gehen und „aktuelle politische Zusammenhänge beleuchten“ und „Wahlprogramme der Parteien hinterfragen“. Wer die politische Ausrichtung der BILD kennt, ahnt bereits, dass Springer kurz vor der Wahl massiv Einfluss auf das Wahlergebnis nehmen und Angela Merkel bestmögliche Schützenhilfe geben will.

[...]

Selbstverständlich werden die NachDenkSeiten an diesem Thema dranbleiben und mit einer eigenen Aktion gegen Springers Schurkenstück mobil machen. Dabei sind wir – wie stets – auch auf Sie, unsere Leser, angewiesen. Wenn Sie eine gute Idee haben, wie und in welcher Form man gegen die „BILD zur Wahl“ mobil machen kann oder wenn Sie Ideen zu konkreten Aktionen haben, schreiben Sie uns bitte. Wir sind für jede Unterstützung dankbar.

NachDenkSeiten: „Selbstlob und Geschichtsfälschung. Erste Anmerkung zu einem Spiegel-Gespräch mit Helmut Schmidt und Gerhard Schröder.“

Selbstlob und Geschichtsfälschung. Erste Anmerkung zu einem Spiegel-Gespräch mit Helmut Schmidt und Gerhard Schröder. | NachDenkSeiten – Die kritische Website

Helmut Schmidt war ein leistungsfähiger Bundeskanzler. Dass er, um seine Leistungsfähigkeit hervorzuheben, die Leistung seines Vorgängers immer wieder mies machen muss, kann ich bis heute nicht verstehen. Die aggressive und wahrheitswidrige Kritik an Brandt wird inzwischen zum roten Faden der Äußerungen dieses ansonsten bewundernswerten Menschen.

So ist es.

FAZ-Wirtschaft

Ich möchte es kurz loswerden. Jeder weiß, daß der Wirtschaftsteil der FAZ seit jeher quittegelb ist – um es freundlich auszudrücken. Ich bin mir aber fast sicher, daß folgende Wahrnehmung nicht meinem persönlichen Linksruck in den letzten Jahren geschuldet ist:

Was uns die Wirtschafts-FAZ (und mit ihr im Verein die FAS) in den letzten Wochen an dümmlich-propagandistischem neoliberalen Trommelfeuer, an die Schwelle der Vulgarität überschreitendem, boulevardesken und bloggigen „Libertären“-Gehuber bietet – das hat es nach meinem Eindruck (!) in der Geschichte der FAZ noch nicht gegeben. Das fängt bei der idiotischen „Vollbeschäftigungs“-Kampagne der letzten Woche nicht an und hört bei Pamphleten zum Kirchentag nicht auf. Zum Kotzen und ein rundheraus erbärmlicher, unwürdiger Anblick.

Woran liegt’s? Ist es wirklich nur rationales Propagandisten-Kalkül angesichts der heraufziehenden Bundestagswahl, wie die Meinungs-Mache-Demaskierungs-Experten von den Nach-Denk-Seiten vermutlich behaupten würden? Oder sitzt der Stock der sinkenden Auflage doch so tief im Arsch, daß die Boulevard-Masche der FAS nun auch in größerem Stil im Mutterblatt ausprobiert werden soll? Glaubt man, ähnlich wie die FDP-Bubis, auch, damit „25 % der Bevölkerung“ ansprechen zu können? Glaubt man, in den „libertären“ Blogger-Spinnern („Achse des Guten“ etc.) ein neues Leserreservoir ausgemacht zu haben? Na, gutes Gelingen.

WDR (ZeitZeichen): „28. April 1918 [95]: Der Geburtstag des DDR-Journalisten Karl-Eduard von Schnitzler“

28. April 1918: Der Geburtstag des DDR-Journalisten Karl-Eduard von Schnitzler

Eine vertane Chance. Über weiter Strecken gequält witzige, ölige Staats-Kabarettisten-Schreibe – und noch herrlich witziger gemacht durch den allseits beliebten Hechel-Schnitt-Stil. Zum Totlachen, das alles, wirklich.

Und ganz besonders witzig wird es dann, wenn auch noch ein nazifaschistisches Folterlager für…, na, für was? Richtig, für furchtbar witzige Witze herhalten muß. Hahaha.

Abgefuckt, nichts erklärend, widerlich.

FR: „Leitartikel zur Steuerdebatte: Wohlstand und Verantwortung“

Leitartikel zur Steuerdebatte: Wohlstand und Verantwortung | Meinung - Frankfurter Rundschau

Die Finanz- und Eurokrise hat viele vermeintliche Gewissheiten zerstört. Dazu gehört auch die Gewissheit, dass es gut ist, den Steuerzahler zu schonen und den Staat auf Diät zu setzen.

Sehr treffend… (Und ja, wie viele Weltbilder hat die Finanzkrise zerstört. Den Verfasser dieser Zeilen hat sie sogar aufgeweckt – und dazu gehört schon einiges.)

(weiter…)

FAZ (Feuilleton): „Die Ausstellung ‚Juden. Geld‘ in Frankfurt: Auch Vorurteile können töten“

Die Ausstellung „Juden. Geld“ in Frankfurt: Auch Vorurteile können töten – Kunst – FAZ

Eine Ausstellung im Jüdischen Museum in Frankfurt widmet sich dem Klischee vom Reichtum der Juden. Man sperrt Jahrhunderte von Antisemitismus in enge Räume – und tappt am Ende in ein paar Fallen.

Von Dieter Bartetzko. Lesenswert. (Ganz im Gegensatz zu dem primitiven und ahistorischen US-Neoliberalen-Gegeifer dieses Hank-Dödels aus dem Wirtschaftsressort vor ein paar Tagen zum selben Thema im selben Blatt.)

NDR: „Kriminalität: Schwerer Kampf gegen Familienclans“

FAZ: „‚Alternative für Deutschland‘: Gegnerbeobachtung“

„Alternative für Deutschland“: Gegnerbeobachtung – Politik – FAZ

Für viele ist die „Alternative für Deutschland“ nicht mehr als die Idee einiger Ökonomie-Professoren. Wie gut sie bei den nächsten Wahlen abschneiden kann, ist auch für Parteienforscher schwer vorauszusagen.

Majid Sattar recht interessant zu den Überlegungen der Berliner Parteizentralen von SPD und CDU zur AfD.

HAZ: „Kriminelle Clans: Die Familie regelt alles“

Kriminelle Clans: Die Familie regelt alles Der Norden Nachrichten / HAZ – Hannoversche Allgemeine

Gewalt, Bedrohung von Richtern, Staatsanwälten und Polizisten, Einschüchterung von Zeugen: Das Landeskriminalamt warnt vor kriminellen kurdischen Clans.

taz: „Die Gefahr der neuen Partei ist nicht der Rechtspopulismus: Die deutsche Tea Party“

Handelsblatt: „Kritik an Jobcenter: Die Hartz-IV-Rebellin muss gehen“

Kritik an Jobcenter: Die Hartz-IV-Rebellin muss gehen – Deutschland – Politik – Handelsblatt

Eine Jobcenter-Mitarbeiterin lehnt sich gegen das System auf: In ihrem Blog fordert Inge Hannemann die Abschaffung der Sanktionen gegen Hartz-IV-Empfänger. Jetzt hat ein Jobcenter in Hamburg die Rebellin freigestellt.