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Über des Menschen drittliebsten Zeitvertreib.
„Weltgeschichte des 20. Jahrhunderts“ 9 – über die Differenzierung der Moralvorstellungen
Der Weg ins Paradies (Batu)
Tatort „Der Weg ins Paradies“, NDR 2012, Cenk Batu (Mehmet Kurtulus)
Gesellschaftlich-politisches Rahmenthema: Islamismus, Dschihadismus
Großartig! Ein von der ersten bis zur letzten Minute atemberaubend spannender Thriller, bestens recherchiert und mit allen Finessen perfekt in Szene gesetzt!
Brandts „Erinnerungen“ 8 – über die Kirchen
Unmittelbar im Anschluß an seine (übrigens ein wenig lang geratenen) Ausführungen zu den Schuldigen an und in der Affäre Guillaume bringt Brandt folgendes über das Verhältnis – sein persönliches und das der Sozialdemokratie im allgemeinen – zu den Kirchen zu Papier:
Welche Farbe soll die Moschee in Köln-Ehrenfeld bekommen?
Also: nackter Beton ist dem schlichten, gläubigen Herzen aus Kleinasien nun doch nicht zuzumuten (*klick*, *klack* – dort weiterführende Links), Plastik-Stuck und Häkeldeckchen-Deko werden aus baurechtlichen Gründen kaum durchsetzbar sein. Also: Welches Schweinderl hätten‘S denn gerne? Welche Farbe soll es sein?
Der Papst vorm Parlament – Eindrücke (ergänzt)
So, Professor Ratzinger hat den Abgeordneten eine rechtsphilosophische Vorlesung gehalten, der zu folgen die meisten Abgeordneten die gleichen Schwierigkeiten gehabt haben dürften wie der Verfasser dieser Zeilen. Er hat ein Plädoyer für das Naturrecht und gegen einen einseitigen Rechtspositivismus vorgetragen. Konkret geworden ist er wohlweislich nicht, nur schnell gesprochen hat er. Zu einem Eklat ist es mithin nicht gekommen.
Zehn Jahre danach…
Erwartungsgemäß und zu Recht (ergänzt)
Erwartungsgemäß ergreift Timothy Garton Ash im Guardian das Wort zu den Ereignissen in Norwegen, und erwartungsgemäß spricht er sich gegen eine gesetzliche Reglementierung des Netzes aus: „The internet nourished Norway’s killer, but censorship would be folly“. Erwartungsgemäß hat er einen klugen Artikel verfaßt.
Zum Kirchentag
In der FAZ hat es einen Kommentar von Reinhard Bingener, der sich bei aller Kritik wohltuend von den so absehbaren wie jämmerlichen Hohnkaskaden des Antiboulevards (Matufleischhauerei, Achgut etc.) abhebt: „Trägerschicht der Trivialmoral“.
Typisch und untypisch
Werner D‘Inka (also der Chef der Rhein-Main-Lokalredaktion) kommentiert in der FAZ den offenbar islamistisch motivierten Terroranschlag im Frankfurter Flughafen am Mittwoch: „Radikalisierer benennen“. Ja, tatsächlich, es ist der erste zur Ausführung gekommene Terroranschlag mit diesem Hintergrund auf deutschem Boden.
Keine Islamische Revolution
Olivier Roy, der das Scheitern des politischen Islam schon im Jahre 1994 postuliert hat, stellt nun im New Statesman angesichts der Ereignisse in Tunesien und Ägypten folgendes fest: „This is not an Islamic Revolution“. In dem nicht immer ganz prägnanten Artikel arbeitet er die wesentlichen Aspekte des Postislamismus (diesen Begriff verwendet er explizit) und der Christdemokratisierung des politischen Islams (diesen deutschlandbasierten Begriff verwendet er natürlich nicht) heraus.



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