Geschichte in der Küche sub voce „Mar…“
Aus: Erhard Gorys: Das neue Küchenlexikon. Von Aachener Printen bis Zwischenrippenstück, 3. Aufl., München: Dt. Taschenbuchverl., 1994, (dtv 36008).
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Aus: Erhard Gorys: Das neue Küchenlexikon. Von Aachener Printen bis Zwischenrippenstück, 3. Aufl., München: Dt. Taschenbuchverl., 1994, (dtv 36008).
… als das hier:
Jesse James was a lad that killed many a man,
He robbed the Glendale train,
He stole from the rich and he gave to the poor,
He‘d a hand and a heart and a brain.
Einen Zug ausgeraubt und viele Männer getötet zu haben, von den Reichen gestohlen und den Armen geben zu haben, ein Herz, ein Hirn und eine Hand gehabt zu haben – das ist doch einmal eine Alternative zum obrigkeitlich erwünschten Häuserbauen, Bäumepflanzen und Söhnezeugen.
Um diesen FAZ.net-Artikel geht es. Viele Sachen sind sehr hübsch auf den Punkt gebracht, doch stört mich der aufgeregte, apodiktische Kurzsatzstil ein wenig. Hier schreibt erkennbar eine junge Frau, die sich ihrer Sache sehr sicher ist. Tatsächlich halten die Menschen immer schon und immer noch eine ganze Menge aus, und es war uns bis dato gar nicht aufgefallen, daß Scheidungskinder allesamt zu psychischen Wracks und/oder Kriminellen werden.
Ich mag das Wort „Flintenweib“ überhaupt nicht – es klingt so männerbündlerisch-angsterfüllt, so verkniffen-preußisch, es riecht so sehr nach verstunkener, heimelig-stoffeliger „Kameradschaft“. Es scheint mir ferner ein „typisch rechtes“ Angstwort, geradezu ein Wort von Kriegsverlieren für Leute, die besonders gerne Kriege verlieren.
Ein Äußerung von Coriolan, getätigt in einem nicht weböffentlich sichtbaren Sub-Forum von konjunktiv 2, geht mir seit Tagen nicht aus dem Kopf. Ohne den Verfasser groß um Erlaubnis gebeten zu haben, erlaube ich mir hier, sie zu zitieren – sie verdient einfach die Öffentlichkeit:
„Ich denke, wenn man rechts, links und in der Mitte allen gleichermaßen suspekt ist, hat man etwas richtig gemacht.“
Ich muß das einfach mal wieder bloggen. :-) (Etwas ausführlicher)
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Ziemlich nervig, diese Leute mit „Soft Skills“, die permanent ihre eigene Unersetzlichkeit betonen müssen. Lektoren und Übersetzer nerven damit sehr oft – eigentlich das ganze Skribenten-Pack, besonders zweifellos XY-Kritiker. Oft stößt einem derlei auch bei Designern aller Art unangenehm auf. (Daß ich auch den Berufstand des Architekten für ersetzbar hielte, hatte ich schon des öfteren angedeutet.) Leute, die dies hier lesen oder schreiben, sind wie immer ausgenommen. ;-)
Aus Asserates Manierenbuch:
Ich bewundere jeden zutiefst, der behauptet, keine Feinde zu haben, aber ich glaube dem spanischen General und Diktator Narváez doch noch mehr, der auf dem Totenbett sagte, als sein Beichtvater ihn aufforderte, allen seinen Feinden zu vergeben: »Hochwürdiger Vater, ich habe keine Feinde. Ich habe sie alle umbringen lassen.« Wer nicht die Möglichkeiten und die Haltung des Generals Narváez hat, muß jedoch mit seinen Feinden leben.
So nennen die Türken das, anderswo heißt es anders. Ich mach mir das recht oft, es geht so: Gemüse (Tomaten, Paprika, Zucchinis, Auberginen… – was halt gerade im Haus ist) grob hacken, in Pott oder Pfanne bei mittlerer Hitze in Öl vor sich hinschmoren lassen, dazu Salz und irgendwelche Gewürze, die gerade zur Hand sind.
Und nun auch noch ein „Offener Brief“,
und zwar von der deutschen Fußballnationalmannschaft an den toten Enke.
:crap: „Wir haben lange zusammengesessen und an Dich gedacht.“ Und so weiter. Furchtbar. Uahh!
„Deine Nationalmannschaft“
Kann man irgendwo „mitzeichnen“? Unterirdisch.
Et bien, den Langweil-Aufreger des Tages hat @frei_sein aufgetan… Der norwegische Erdölkonzern Statoil hat ein neues Logo, bei dem wohl jeder sofort an diese Kinder-Kaleidoskope mit Plastiksplitterchen drin denken muß. Auch ein ganzes Konglomerat von misogynen, homo-, skandinavo- und ökonomophoben Assoziationen ist sogleich zur Hand. Kostprobe aus der Begründung gefällig? I Wot:
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Diese Weihnachtswerbung hier war heute abend im Postkasten; war ein richtiges Zusammenzucken, als ich das in der Hand gehabt habe. (Mein Blick fiel zuerst auf die abgebildete Rückseite…) Dieser seit Ewigkeiten wohlvertraute Bildschirmfont Verdana für die Ikea-Reklame, je nun. Man hat den Eindruck, daß da Dinge zusammengebracht werden, die einfach nicht zusammengehören.
Das Wort gefällt mir… Es bezeichnete einen Nerd, der seine Nerdigkeit gerade auf einem Gebiet auslebte, das normalen Nerds ganz unzugänglich ist, nämlich in der Shäre des Sozialen. Der also Freude am Basteln von Gruppen und von Klüngeln hat, zum Beispiel. Das ist nicht das gleiche wie die gute alte „Intriganz“!
Schon seit einiger Zeit fällt mir auf, daß ehrwürdige kulinarische Traditionen eigentlich gar nicht so furchtbar ehrwürdig, jedenfalls gar nicht so alt sind – einerseits geradezu erschreckend, andererseit auch ein kleines, alltagskulturelles Argument gegen das leidige beflissene Strampeln nach und um „Authentizität“.
Es versteht sich, daß die meisten Rezepte der klassischen französischen Küche aus dem 19. Jahrhundert stammen. Mir geht es um volkstümlichere Dinge.
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