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Was ich gerade so lese und gelesen habe. Daraus und darüber

„Eine kleine Geschichte Indiens“ 1 – nach 75 Seiten

Tharoor - Geschichte Indiens 1Der deutsche Titel täuscht. Man fragt sich, was den Suhrkamp-Verlag bewogen hat, ihn zu wählen – sooo populär ist die Geschichtswissenschaft in Deutschland doch gar nicht. Es handelt sich nicht um eine Geschichte Indiens, sondern um eine politische Landeskunde, wie es der englische Originaltitel („India. From Midnight to the Millennium“) immerhin etwas besser andeutet.

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„Geschichte des Westens“ 1 – auf den ersten Metern

Winkler - Geschichte des Westens 1Nach dem langen Weg Deutschlands in den Westen nun der noch längere Weg des Westens zu sich selbst. Erste Eindrücke:
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H.-H. Nolte: „Weltgeschichte“ (15.-19. Jh.) 6 – Tee und Terroristen, ein armer König aus Hannover und die Geburt einer Weltmacht

Nolte - Weltgeschichte (15.-19. Jh.) 6Auf den Seiten 314-317 sehr schön über den US-amerikanischen Unabhängigkeitskrieg. (Und zwar im Kapitel „Revolutionen“, in dem es im wesentlichen um einen strukturellen Vergleich zwischen dem Pugatschow-Aufstandes in Rußland 1773-1775 und der fast zeitgleichen Amerikanischen Revolution geht.)

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H.-H. Nolte: „Weltgeschichte“ (15.-19. Jh.) 5 – Konfiguration/Nation/Völkerbild

Nolte - Weltgeschichte (15.-19. Jh.) 5Sehr schön und mit mehreren doppelten Böden zur Konstruktion von modernen Nationen und Völkerbildern:

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H.-H. Nolte: „Weltgeschichte“ (15.-19. Jh.) 4 – von Malaiinnen und Meisjes (und von aus ihnen gelegentlich resultierenden Hitzschlägen der Mijnheers und von ihren glücklichen Witwen)

Nolte - Weltgeschichte (15.-19. Jh.) 4Im Kapitel über Geschlechterrollen ein interessanter und auch amüsanter Absatz über frühneuzeitliche Holländer-Schicksale in den malaiischen Archipelen, also im heutigen Indonesien. (Batavia ist bekanntlich das heutige Jakarta bzw. dessen historischer Nukleus.) Also bedauern wir ihn, den unglücklichen batavischen Ehemann der Wander-Malaiin – wegen seiner enttäuschten Träume und wegen seines garstigen Endes:

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H.-H. Nolte: „Weltgeschichte“ (15.-19. Jh.) 3 – auf der falschen Seite der Grenze: in Hannover, in Ostelbien oder als Indianer

Nolte - Weltgeschichte (15.-19. Jh.) 3Schöner Absatz am Ende des 9. Kapitels „Expansionen“:
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„Die Verwandlung der Welt“ 22 – die Indianer, die Pferde und die Bisons

Jürgen Osterhammel - Die Verwandlung der Welt 22Auf den Seiten 481-486 hat es (im Hauptkapitel „Frontiers“, S. 465-564) ein außerordentlich inhaltsdichtes und auch noch impressives Kapitel über die nordamerikanischen Indianer in der Periode vor ihrer (Fast-)Ausrottung durch die US-Amerikaner. Daraus exzerpiere / repetiere ich folgendes:
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„Die Zeitmaschine“ 1 – Der Trost der neuen Sterne

H.G. Wells - Die Zeitmaschine 1Nun ist der Zeitreisende im Jahre 802.701 mit seiner kleinen, schutzbefohlenen Eloi-Freudin Weena des nachts auf der Flucht. Was für ein wunderschöner Absatz:

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„Der Marsch“ 1 – Wir stolpern gleich am Anfang…

Doctorow - Marsch 1… und das auf einer Seite, nämlich der 22., über zwei unerfreuliche alltagsgeschichtliche Schnitzer. Nordstaaten-Soldaten plündern das Herrenhaus eines Baumwollpflanzers in Georgia.

  1. Bevor sie die Villa anzünden, bedienen sie sich von den Zigarren des geflüchteten Hausherrn „aus einem Humidor“.
  2. Ihr Offizier vergleicht in Gedanken die Hautfarbe eines Mischlingsmädchens (der illegitimen Tochter des Hausherrn) mit „weißer Schokolade“.

Beides gab es meines ziemlich sicheren Wissens im Jahre 1864 noch nicht.

Das fängt ja gut an… :-/

„20.000 Meilen unter Meer“ 6 – Et bien! Noch eine schwarze Fahne, diesmal am Südpol!

Verne - 20000 Meilen 6Ich hätte diese schöne, pathetische Passage ohnehin posten wollen, und nun paßt sie auch noch zu dem klugen Kommentar von Bernd Lauer zu einem alten Beitrag.

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„20.000 Meilen unter Meer“ 5 – Nach 20.000 Meilen…

Verne - 20000 Meilen 5…bleibt man ein wenig enttäuscht, jedenfalls ratlos zurück. Die entscheidenden Rätsel, deren Auflösung man durch zwei Bände entgegengefiebert hat, sie werden nicht aufgelöst:
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Stobart: „Lexikon der Gewürze“ 1 – Ingwer, Chinesen, Fisch, Katzen

Stobart - Lexikon 1Manchmal liest man, Ingwer passe nicht zu Fisch, doch wenn man den Chinesen trauen darf – und das darf man wahrscheinlich –, ist diese Meinung unsinnig. Es scheint sogar, als ob Ingwer die Fähigkeit habe, die weniger angenehmen Seiten des Fischgeruchs zu neutralisieren; mit Hilfe von Ingwer, etwa Sherry und zerriebener Rübe kann man sogar aus einem Schellfischkopf, den sonst die Katze bekäme, eine exzellente Suppe bereiten.

S. 79

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„20.000 Meilen unter Meer“ 4 – Nemos Helden

Verne - 20000 Meilen 4Die Stimmung unter den drei Halb-Gefangenen an Bord der Nautilus ist angespannt. Sie sind sich nicht ganz einig, ob sie vor Vigo in Spanien* einen Fluchtversuch wagen sollen. Gerade Professor Aronnax ist nervös: Er hat Ned Land versprochen, einen Versuch zu wagen, will das aber im Grunde gar nicht, da er sich nun doch gerne auch noch die Unterwasserwelten des Atlantiks besähe.

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„20.000 Meilen unter Meer“ 3 – die Verdammten dieser Erde (und der Meere)

Verne - 20000 Meilen 3Eine schöne Passage am Ende des dritten Kapitel des zweiten Bandes. Die Nautilus liegt vor einer Bucht der Insel Ceylon, in der die sehr armen Einheimischen nach Perlen zu tauchen pflegen. Noch hat die jährliche Perlensaison nicht begonnen, es ist einsam in der Bucht. Kapitän Nemo und seine drei Halb-Gefangenen begeben sich in ihren Tauchanzügen auf einen Ausflug in die Bucht mit ihren Austernbänken.

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„20.000 Meilen unter Meer“ 2 – auf der Hälfte des Weges

Verne - 20000 Meilen 2Vor allem eines fällt auf: Verne spricht nie von der Mannschaft. Jedenfalls bis jetzt nicht. Weder von ihrer Herkunft (die ganze Vergangenheit der Nautilus wird noch in tiefstem Dunkel gelassen) noch von ihren Lebensbedingungen an Bord. Gerade einmal der Erste Offizier wird ab und zu erwähnt, aber auch nicht mehr. Als Person tritt (neben den drei Gästen an Bord) nur der geheimnisvolle Kapitän Nemo in Erscheinung.

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