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Äußerungen, bei denen es keinen Anrißtext und damit auch kein “weiter” gibt.

Die Gurkenkönigin (Rusch; Krause)

Polizeiruf 110 „Die Gurkenkönigin“, RBB 2012, Tamara Rusch (Sophie Rois), Horst Krause (Horst Krause)

Gesellschaftlich-politisches Rahmenthema: ?

:q:

Uah, ich habe von diesen affigen, eitel-“cineastischen“, puderduftenden Krimi-Parodien im Felix-Murot-Stil so was von die Schauze voll! Sooo witzig. :übel: Schauderhaft, nach 15 Minuten ausgeklinkt. Das Sehenswerteste daran dürfte der Gurken-Ernten-Vorspann nach Art der Sendung mit der Maus sein.

Die Sternzeit vom Deutschlandfunk

Die DRadio/DLF-Sternzeit ist wirklich großartig! Ich habe sie vor einigen Wochen für mich entdeckt: der einzige Podcast (neben der DRadio-Presseschau), den ich wirklich immer höre. Nur zwei Minuten und doch sooo toll! :-) (Im Live-Radio läuft es immer vor den 17-Uhr-Nachrichten.) Ich empfehle sie jedermann, der auch nur das mindeste Interesse an dem Thema (Astronomie, Himmel, All, Raumfahrt…) hat! Und der oft leicht ironische, aber nie plump witzige Tonfall ist vielleicht sogar geeignet, bei denjenigen, auf die das nicht zutrifft, Interesse zu wecken. Erstklassiges deutsches Radio, wirklich!

Die Ehre Belgrads

Eine saugeile Passage aus Garton Ashs „Jahrhundertwende“. Es geht um die serbische Revolution vom Oktober 2000, also um den halbfriedlichen Machtwechsel von Slobodan Milosevic zu Vojislav Kostunica:

(weiter…)

2012 – 1944 – 68 – 68!

Liebe Freunde!

ich habe zum Jahreswechsel dummerweise vergessen, etwas anzumerken, was mir eigentlich schon seit mehreren Jahren im Kopf herumgeht! In diesem Jahre 2012 werden ja nämlich die 68er 68!

Der Horrorjahrgang 1944 – der eisenharte Kern der 68er! – wird heuer 68!

Ich bitte um Pardon für die vielen Ausrufungszeichen! Aber die Sache liegt mir wirklich am Herzen! Die 68er werden jetzt 68!

Grüßle!

Klaas! (Der sich bewußt ist, daß das entscheidende Jahre eigentlich 1967 war!)

Bildquelle: David Jones, CC

Mindermann und das Mindermädchen

Abgesehen von der Freude, daß es da einen CDU-Kartoffelkopp erwischt hat: Das ist natürlich wieder einmal Pillepalle. Sich darüber aufzuregen, scheint mir puritanische Verkniffenheit und Blaustrümpfigkeit. Und vor allem haben Abgeordnetete auch nicht primär eine „Vorbildfunktion“. Volker Beck hat mal ganz treffend gesagt, daß es typisch konservative Hybris sei, Politiker zu besseren Menschen stilisieren zu wollen.

Das Dorf (Murot)

Tatort „Das Dorf“, HR 2011, Felix Murot (Ulrich Tukur)

Gesellschaftlich-politisches Rahmenthema: ?

:?:

Mir ist diese Edgar-Wallace-Parodie mit ihren absichtlich dummen Dialogen nach zehn Minuten schlicht zu blöd und zu abgefuckt geworden – es kann sein, daß es noch besser geworden ist, aber ich gucke mir sowas nicht an, um mich zu ärgern und um was zu meckern zu haben. Und der Anlaß zum Ausklinken war dann diese allerplumpste Szene: Dorftrottel in der Kneipe verfallen in feindliches Schweigen, sobald ein Vertreter der Zivilisation das Lokal betritt. Uah. :crap:

Logo 15 – 30 – 60 – 1936

Hö, man lernt nie aus. Es ist mir vorhin beim Rumspielen mit Inkscape aufgefallen: Wenn man ein gleichseitiges Dreieck um 15° kippt, läßt es sich genau in ein Quadrat einschreiben. (Ich habe das nirgendwo gefunden, es war mir halt aufgefallen…) Und wenn man dann die Spitzen des Dreiecks von 60° auf 30° verkleinert, sodaß dann ein dreizackiger Stern entsteht (das war – in rot – das Emblem der Internationalen Brigaden im Spanischen Bürgerkriege), steht eine von dessen Begrenzungen genau waagerecht und eine genau senkrecht. :-)

Brandts „Erinnerungen“ 6 – Fortschritt

Brandt, nachdem er die Aufbruchstimmung zu Beginn der sozialliberalen Koalition 1969 und den gleichsam in der Luft liegenden Reformeifer jener Tage geschildert hat:

Man mag das Modernitätspathos der späten sechziger Jahre belächeln; es war besser als die Fortschrittsangst ein Jahrzehnt danach. Wer den sozialliberalen Aufbruch mitgestaltet hatte, konnte nicht begeistert sein, als eine reformorientierte und zukunftsoffene Politik von zwei Seiten her bedrängt wurde – von einem naiven Neokonservativismus ebenso wie von fundamentaler Fortschrittsverneinung.

Erinnerungen, S. 271 f.

Drei Wörter, die ich nicht mehr hören kann

  • Blog/Blogger
  • teilen (als Euphemismus für das Weiterspammen irgendwelcher Links)
  • Kommentare/kommentieren

Ich habe versucht, dieser nicht ganz neuen Aversion in diesem – Blog gestalterisch Rechnung zu tragen.

„Der lange Weg nach Westen“ 6 – Glanz durch Abwesenheit

Ein hübsches Zitat auf der allerersten Seite von Band 2, nämlich S. IX:

Bei den Diskursen rückt, soweit es um die alte Bundesrepublik geht, seit den siebziger Jahren immer mehr die Linke in den Vordergrund. Sie verfügte seit dem ersten Bonner Machtwechsel von 1969 über die intellektuelle Hegemonie, und das zunehmend unangefochten. Der Geist weht, wo er will, aber von rechts wollte er offenbar nicht mehr wehen. Der einzige Glanz, den die intellektuelle Rechte verbreitete, war der ihrer Abwesenheit. Infolgedessen richtet sich auch meine Kritik in der Spätphase der alten Bundesrepublik vor allem an die Adresse der Linken. Die Kritik ist gelegentlich auch Selbstkritik: Der Autor war an einigen Diskursen, von denen in dem Buch die Rede ist, beteiligt.

Horizonte. Scope.

Ich habe im Moment große Schwierigkeiten einzuschätzen, was wie wichtig ist. Was reicht wie weit über den Horizont, welchen „Scope“ hat dieses oder jenes? Was ist wirkliche Aufregung, was ist Selbstrefenzialität, was ist – meinetwegen denn – auch „Sommerloch“? Echt, das bereitet mir heuer mehr Probleme denn je.

Gut ausgebildet

Man mag das Wort nicht mehr hören und das dann unvermeidlich folgende „hochqualifiziert“ auch nicht. Sooo viele „Gutausgebildete“, denen irgendwo auf der Welt unrecht getan wird. Und wenn man hinschaut, sind es verkrachte Low-interest-Akademiker („stellv. Leiterin des Zentrums für X-Studien“), Pommes-Buden-Manager, Fremdsprachenkorrespondentinnen – und natürlich Journalisten. Und, liebe Deutschtürkinnen:

Das ständige Gefühl, doch nicht dazuzugehören, obwohl man „deutscher“ nicht sein kann

Ja, so fühle ich mich hier auch ständig. ;-) Also: Ein durchaus interessantes Thema, aber ein weinerlicher Schülerzeitungsartikel.