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Über Amyklais Delicious-Liste in die Randbemerkungen aufgenommen.

Helleu

Paul César Helleu – kannte ich in der Tat bis dato nicht. Gefällt mir ausgezeichnet, Kumpel vom Boldini und von John Singer Sargent. :-) Mit dem werde ich hier in den nächsten Tagen mal die Rechtsoben-Bilder befüllen… – Link

FAZ – Kinderpornographie im Internet: World Wide Wirrwarr

Bei allem Unmut über die Social-Media-Spastis und bei aller letzthin bei mir aufgekommenen Online-Begeisterungs-Skepsis: Jasper von Altenbockum ist ein zu kluger Kopf. Man sollte ihn über was anderes schreiben lassen als über das Internet.

Das vierzig Jahre alte Internet ist offenbar immer noch nicht alt genug, dass sich Legislative und Exekutive darüber klargeworden wären, was für ein Wechselbalg da auf die Menschheit losgelassen wurde.

Link

FAS – Wikipedia: Das Schweigen der Lemmata

Jochen Reinecke des längeren und zusammenfassend über die "Relevanz"-Debatte, die in den letzten Tagen die deutschsprachigen Wikipedia-Bastler in Atem gehalten hat. Scheußlich aufgeregte Leute. Bestätigt mich übrigens auch in meinem alten Unwillen gegen das bloße Wort "Administrator". Na, sollen sie sich mal abstrampeln. – Link

FAZ – Apple: Die Ergebenheit der Gemeinde

appleRoland Lindner sehr schön zur Knechtsmentalität von ausgesprochenen Apple-Fans. Ich hatte hier schon öfter angedeutet, für wie lächerlich und unwürdig ich dieses Katzbuckeln vor einem Elekrogerätehersteller halte. Und diese Leute halten sich für eine, für die Avantgarde des Informationszeitalters, unfaßbar! Lindner sieht Licht am Horizont, nämlich in Gestalt Googles:
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Grammatik des Afrikaans – Wikipedia

afrikaansIch bin immer noch ganz fasziniert davon, wie ne germanische Sprache eben auch aussehen kann, bzw. was man damit anstellen kann. :D Von den acht indogermanischen Fällen runter auf null. Auch keine Konjugation, keinen Ablaut. Alles ist regelmäßig. Und in niederdeutschen Ohren klingt sie auch noch vertraut und lieb und dennoch kernig und handfest. Die Sprache ist toll! :-) – Link

E.R. über ksa – totschweigen und lebendigreden

Daraus: "Umso erstaunter war der Schülerzeitungschef Menzel beim heutigen Blick in die Onlineausgaben der Zeitungen: Bis auf die 'Junge Freiheit' berichtet niemand von der fünfminütigen ksa. 'Versucht die Presse die ksa jetzt tot zu schweigen?', fragt Menzel sich und seine Leser daher. Dabei sollte der angehende Medienwissenschaftler sich die Frage, warum die kurze Störung einer Veranstaltung eines Amtes der Stadt Frankfurt keine überregionale Aufmerksamkeit erhält, selbst beantworten können."

Hähä, ja, es wird mal wieder einer "totgeschwiegen", von dem niemand was wissen will. ;) Nebenbei: Als ich das gestern abend gelesen habe und leider gerade mit was anderem beschäftigt war, ist mir spontan bei der Frage "Wo ist Sarrazin?" ein bißchen schlecht geworden. Der Typ ist sooo unappetitlich… Uäh. – Link

maproom.org

Kannte ich in der Tat noch nicht (ich habe nun leider schon lange nichts mehr mit Karten gemacht…) und gefällt mir sehr gut, auch wenn die Site nicht allzu modern aussieht: maaprom.org, alte Atlanten online, unter anderem Stielers Handatlas und ein alter Putzer. Beim Stieler muß ich immer an meinen alten Prof denken, der die Ausgabe von 1905  als Standardatlas verwendet hat. (Also fast so wie Borges, der immer die 11. Ausgabe der Encyclopaedia Britannica von 1910/11 benutzt hat) – Link

Méditerranisés

Ein zumindest anfangs sehr witziger FAZ-Blog-Artikel über die "durchmediterranisierten" Deutschen, Nocki-Sager und überhaupt über die Weltmeister im Dolce-Vita-Machen. Sehr zu empfehlen vor allem für "Genießer". – Link

PT: „Im Ententeich – Google books paradox“

PT-Chef Chef gestern kurz zur neuen Version des "Google-Books-Settlements":

Der ehemalige Direktor der Bibliothèque, Jean-Noël Jeanneney, hatte vor ein paar Jahren die Horrorvorstellung verbreitet, Google Books würde durch Bevorzugung der eigenen Sphäre die amerikanische Hegemonie steigern. Europäische Politiker nickten ernst und versprachen Abhilfe. Nun ist Jeanneneys Horrorvision wahr geworden – durch den Widerstand der Europäer.

Das war in der Tat auch das erste, was mir dazu eingefallen war. Erinnert man sich noch? Eine ganze eigene Suchmaschine namens "Quaero" hatte man damals zur Defence gegen die Angelsachsen aufziehen wollen… Die Idee könnte man jetzt vielleicht wieder reanimieren… – Link

Die Schrift Kabel übrigens…

…, geschnitten 1927 von Rudolf Koch, trägt ihren Namen zu Ehren der Verlegung des ersten transatlantischen Telefonkabels. Ob das intendiert war, also ein bewußter Tritt gegen die Gaullisten? ;) Um Pardon, das war wirklich das allererste, was mir zu der Aktion ein- und aufgefallen war… Ist halt eine alte Macke von mir. – Link

Die Presse: Adieu, Europa

Na, solange das Dunkelmännertum so dumm und uninformiert daherkommt wie hier der Chefredakteur der Presse, besteht für die Aufklärung keine Gefahr:

Es ist kein Wunder, dass dort, wo die laizistischen Fundamentalisten an der Spitze des Staates schalten und walten, der islamische Fundamentalismus besonders gut gedeiht.

Damit meint er Frankreich. Man nenne mir ein westeuropäisches Land, daß den islamischen Fundamentalismus sicherer unter Kuratel hielte als Frankreich. – Link

Twitter: Listen-Funktion

Um Pardon für den Link zu einem Deppenleerzeichen Setzer, aber in diesem Blogartikel (schon ein paar Tage alt), wird die nun ins Haus stehende "Listen-Funktion" von Twitter erläutert – ich hatte mich gerade gefragt, was es damit auf sich habe. Kurz gesagt: Man wird damit nun demnächst auch im Web (wie bisher schon mit einigen Klienten wie Tweetdeck) seine Followingse in Gruppen zusammenfassen können, um z..B. nur eine ausgewählte Schar von ihnen lesend zur Kenntnis zu nehmen. Hm. Rüttelt es nicht in gewissen Weise an den Grundfesten des Systems – wenn einem nämlich das System anbietet, sich selbst auszuhebeln? ("Ich folge Dir, lese Dich aber höchstwahrscheinlich eh nicht…") Na, was soll's, mich selbst betrifft's nicht, insofern ich nur sehr zögerlich jemandem folge – und wenn, dann lese ich ihn halt auch. – Link

Hinter dem Großen Orient (Ergänzt)

antaoisSieh da, es war mir bis jetzt entgangen: Lorenz Jäger hat nun ein Buch über den Großen Orient von Frankreich (also über den „harten Kern des harten Laizismus“ in Frankreich, wie er das selbst mal in der FAZ hübsch formuliert hat) geschrieben. Mal schauen, ob ich mir das antue… Eigentlich ein kluger Kopf, aber was kann man hier von einem erwarten, der freundlich über die Piusbrüder berichtet und der immerhin auch kein Historiker ist? Ich denke, ich werde doch mal lieber auf seriöse Rezensionen warten…
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Zugestimmt

Nämlich Daniel Bax von der taz zum Fall des Falls Sarrazins:

Er hat sich entschuldigt, und damit hätte man es bewenden lassen können. Doch Sarrazin hat in den fünf Monaten, in denen er bei der Bundesbank ist, mit umstrittenen Interviews mehr als einmal gegen den Kodex verstoßen. Nicht gegen den einer angeblich vorherrschenden Political Correctness. Sondern gegen den Kodex der Institution Bundesbank. Deshalb wurde er jetzt degradiert, und das ist auch gut so.

In jeder anderen Firma wäre ein Mitarbeiter, der seinen Geltungsdrang so offensichtlich über die Loyalität zu seinem Arbeitgeber stellt, sofort gefeuert worden.

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TP: Polanski und seine Feinde

Angesichts dieser sehr treffenden Worte von Rüdiger Suchsland über die "durchdrehende Empörungsmaschine" kann ich mir einen Link zu "Telepolis" nicht verkneifen:

"Sollen wir Künstler moralisch anders beurteilen als anonyme arme Schlucker?"

Solch' eine Frage ist natürlich populistischer Unsinn. Denn zum einen hat das keiner behauptet. Zum anderen muss die Antwort aber lauten: In gewissem Sinn ja! Nicht juristisch – deshalb ist dies hier auch kein Freibrief für irgendwelche Verbrechen –, aber moralisch. Nur traut sich das heute keiner auszusprechen, weil eine solche Aussage im derzeitigen Klima allgegenwärtiger Sittenwächter, Lehrer und Schulmeister, gerade auf Seiten der Linken, nicht opportun ist. Auch der Stammtisch der Online-Portale reagierte mehrheitlich recht klar: Wieso soll jemand bevorzugt behandelt werden, bloß weil er hervorragende Filme macht? Gute Frage! Allerdings sollte er deshalb auch nicht benachteiligt werden, und genau das ist hier der Fall.

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