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Fundstücke aus dem Web und kurz Notiertes

Der „Aprilscherz“ der NachDenkSeiten

Schwaben sollen bitte schaffen – das können sie. Aber bitte keine Witze machen. Das können sie definitiv nicht.

Und überhaupt sollte niemand „Aprilscherze“ machen.

:crap:

Südstadt

Die Südstadt ist, meine ich, sozusagen der „normalste“ der innenstadtnahen Stadtteile meiner lieben Heimatstadt… Also nicht so (möchtegern-)szenig, multikulti, studentisch, prollie und an-gentrifiziert wie meine liebe Nordstadt oder Linden. Nicht so lehrerhaft und voll-gentrifiziert wie die Oststadt und vor allem die (nicht nur mir) verhaßte List. Auch nicht so museal-obrigkeitlich wie die Calenberger Neustadt.

Vahrenwald genau im geographischen Norden der Innenstadt fiele wohl auch noch in diese Kategorie „halt normal“. Nicht ganz schlecht. Andererseits: Möchte man da wohnen? Ich weiß es nicht…

Sotschi 2014 – das Logo

608px-Logo_Sochi_2014.svgOlympische Winterspiele 2014 – Wikipedia

Niemals wäre ich auf diese Deutung/Erklärung des Logos gekommen:

Die Zeilen „sochi“ und „2014“ in blauer Farbe sind so angeordnet, dass sie sich spiegeln, wie die Gipfel des Kaukasus im Schwarzen Meer vor Sotschi.

Ich habe die „2014″ hier schlichtweg nicht erkannt. Ziffern sind eben keine Buchstaben – aber hier stehen Buchstaben für Ziffern bzw. sollen es. Ich hatte wirklich unterstellt, daß „Soitsch“ (also mit kyrillischem tsch = ч am Ende) oder so ähnlich der tscherkessische (oder abchasische?) Name der Stadt sei… Völlig undeutbar. Und dann das altväterliche “.ru“ und das häßliche Blau. Selten so einen öden Murks gesehen.

Edit: Dennoch hoffe ich sehr, daß die Sache gut über die Bühne gehen wird. Ich kann mich noch ganz gut an das tuntenhafte Gezicke der USA (und ihrer Vasallen) bei den Sommerspielen 1980 in Moskau erinnern. Damals haben sie unter peinlicher Vorspiegelung eines Grundes, das ist nach der verzweifelten Suche nach einem Anlaß, gekniffen, weil sie genau wußten, daß sie hinter der SU und hinter der DDR maximal auf den dritten Platz des Medaillenspiegels kommen würden.

Mag die Sache für Rußland also wenigsten diesmal gut laufen. :-) „Cool. Hot. Yours.“ :übel:

Alternativlos, Folge 30

Alternativlos!

In Alternativlos Folge 30 reden wir über Abhörtechniken von Geheimdiensten, Kryptographie und die Crypto Wars.

Hochinteressante Podcast-Sendung von satten drei Stunden (!) Länge zum Thema Kryptographie – Hinweis via NDS. Ich habe bis jetzt etwa 30 Minuten gehört und fühle mich in der Tat bestens belehrt und auch unterhalten. Was allerdings ziemlich nervt, ist das Gegiekse, Gequieke und Gekichere des etwas weniger kompetenten der beide Burschen über die Ausführungen des anderen und die eigenen Witzchen…

Edit: So, ich bin nun gerade bei etwa 2 Stunden, 30 Minuten – und korrigiere mein Urteil nochmals deutlich nach oben. Man gewöhnt sich an das blöde Gekicher von „Fefe“, einfach weil der Inhalt (von beiden Diskutanten) so immens interessant ist. Eine grandiose Sendung aus dem Umfeld des CCC – der Rezensent der NachDenkSeiten hat recht: selten vergehen drei Stunden so schnell!

Hochinteressant auch die Ausführungen zur lobenswerten und vorbildlichen Kehrtwende der bundesdeutschen „Krypto-Politik“ im Jahre 1999, so etwa ab 2:23:00! :nasehoch:

Thunderbirds Rechtschreibprüfung macht keine roten Kringellinien mehr (mit Lösung)

Das Problem tritt bei mir seit einigen Wochen auf: Thunderbird macht – obwohl natürlich alle Optionen richtig eingestellt sind – keine roten Wellenlinien mehr unter seiner Meinung nach falsch geschriebene Wörter. Der Rest der Rechtschreibprüfung funktioniert. Und zwar macht sich diese Problem immer dann merklich, wenn man in einer Sitzung zum erstenmal eine Mail beantwortet – nicht hingegen, solange man nur neue Mails schreibt. Antwortet man auf etwas, sind die Kringellinien nicht mehr da und bleiben verschwunden, auch wenn man wiederum eine neue Mail schreibt.

Die Lösung des Problems habe ich, glaube ich, nach längerem Suchen hier und hier gefunden. Es handelt sich offenbar um einen bekannten Bug.

Workaround: mail.compose.max_recycled_windows von 1 auf 0 setzen. („Einstellungen“ –> „Erweitert“ –> „Konfiguration bearbeiten“*) –> Ins Suchfeld mail.compose.max_recycled_windows pasten –> Doppelklicken und ändern.)

Ob das unerwünschte Nebenwirkungen hat, weiß ich nicht.

*) Also das machen, was im Firefox „about:config in die Adreßzeile eingeben“ ist…

WordPress (Support): „Prevent plugin from updating“

WordPress › Support » Prevent plugin from updating

Der vierte Kommentar von „simoneast“ hat mir gerade aus der Bredouille geholfen, nachdem ich das Gröbste selbst gerichtet hatte:

I think the simplest option is just to adjust the version number in the plugin.

For example, after I customized an existing plugin, I then opened the code, looked for the version number in the header, and updated it:
1.1.2 –> 100.1.2

The “update” notice disappeared immediately, and I can still track which version the plugin is based on and apply updates manually.

Simon.

Also: wp-content/plugins/nextgen-gallery

nggallery.php öffnen. Dort dann in Zeile 8:

Version: 100.9.13

Vergl. bitte: http://wordpress.org/support/topic/do-not-uninstall-nextgen-if-you-are-having-issues-with-20

;-)

Liebe Mit-WordPresser, bitte nicht auf NextGen-Gallery 2.0 upgraden! Es wird alles zerschießen! :-D

NDR (Zwischen Hamburg und Haiti): „Magie, Mythos und Martyrium: Der Mont Ventoux in der Provence“

Magie, Mythos und Martyrium: Der Mont Ventoux in der Provence

Sehr schöne, interessante und liebenswerte Sendung. (30 Minuten.)

Hö, in meiner Jugend lief „Zwischen Hamburg und Haiti“ noch sonntags morgens um halb zehn (oder war es um zehn?) auf NDR 2; ich habe das damals regelmäßig zum Aufwachen gehört. Heute haben sie es auf NDR Info abgeschoben; offensichtlich meint man, derlei einem radiohörenden Durchschnittspublikum nicht mehr zumuten zu können. Mann, Mann, Mann, das waren noch Zeiten: da liefen auch auf NDR 2 die halbstündigen Nachrichten noch ohne Dudelmusik-Hinterlegung.

Hochwasser

Wo sind eigentlich diesmal die Kohorten von freiwilligen Helfern aus ganz Deutschland, die das Hochwasser von 2002 zu einem Fast-Mythos gemacht haben? Politiker in Gummistiefeln gibt es heute wie damals im Fernsehen zu sehen, aber wo sind die Freiwilligen? Oder sind sie mir nur mehr entgangen?

DLF (Sternzeit): „Kepler kaputt“

Kepler kaputt | Sternzeit | Deutschlandfunk

Zwar haben manche Mitglieder des Kepler-Teams grandios anmutende Bilder von erdähnlichen Planeten erstellt, die Sterne wie unsere Sonne umrunden. Doch solche Animationen sind Hirngespinste.

Denn die Helligkeitsmessungen verraten nichts darüber, wie ein Planet aussieht, wie er aufgebaut ist oder ob es auf ihm Wasser gibt. Im Übereifer der Planetensuche haben manche Kepler-Astronomen erstaunlich unseriös agiert.

InfoWorld: „Windows 7 patch KB 2670838 fries Firefox fonts | Microsoft windows“

Windows 7 patch KB 2670838 fries Firefox fonts | Microsoft windows – InfoWorld

Mit dem in dem Artikel geschilderten Problem habe ich mich gerade herumzuschlagen: Nachdem mir ein Windows-Update (unter Windows 7) den IE 10 verpaßt hat, stellt der Firefox in einigen Fenstern und Tabs die Fonts zerschossen dar – also verpixelt, krumm, „verregenbogent“ und „ausgedünnt“, Zeichen und/oder Zeilen fehlen teilweise oder ganz. Wenn man das Fenster bewegt oder mit Alt-Tab in ein anderes wechselt und dann zurückkehrt, ist alles wieder okay – aber der Bug kommt wieder… Offenbar wirklich besonders oft bei Fenstern, die viele Skripte laden, zum Beispiel bei der Eingabemaske von WordPress, in der ich hier gerade tippe…

Anscheinend schafft der Kniff mit about:config (gfx.content.azure.enabled auf false setzen) aber Abhilfe…

An anderer Stelle im Netz war noch zu lesen, es helfe, in den Firefox-Einstellungen die Hardware-Beschleunigung zu deaktivieren.

Wikipedia: „Eisengallustinte“

Eisengallustinte – Wikipedia

Galläpfel plus Eisenvitriol. (Plus Wasser plus ein bißchen Gummi Arabicum.) Fast alles, was in unseren Archiven liegt, ist mit diesen beiden kuriosen Zutaten geschrieben worden – und zwar von der Spätantike bis ins frühe 20. Jahrhundert. Merkwürdige Vorstellung, stimmt aber. Ich wüßte übrigens nicht, jemals einen Gallapfel in natura gesehen zu haben…

Und ich habe fast ein Studium gebraucht, um zu verstehen, daß das, was wir als Kinder als „Tinte“ kennengelernt haben, eigentlich keine Tinte war, sondern sozusagen eine kindersichere Light-Version von Tinte – eben ab- und auswaschbar, wasserlöslich und durch chemische Zauberstifte zum Verschwinden zu bringen.

Und die liebe Logik…

FAZ, Spon & Co. (respektive deren Werbehanseln) betteln mich an, mir etwas anzusehen, was ich erklärtermaßen und ganz offensichtlich nicht sehen will. Ist das gutes Marketing, ist das gute Werbung? Ist das „professionell“? (In Richtung von Leuten gefragt, die anscheinend die Rechtfertigung ihrer eigenen Existenz daraus schöpfen, sich selbst wieder und wieder zu bestätigen, sie seien „professionell“.) Oder nicht doch eher ein implizites Eingeständnis des eigenen Versagens?

Werbung, die aus quasi-moralischen Gründen („Qualitätsjournalismus“) darum bittet, nicht weggeworfen zu werden?

Also nicht: „Ha, wir machen jetzt so gute Werbung, daß sie sich jeder gerne anschaut, daß sie zumindest niemanden nervt!“ Sondern: „Wir machen penetrante Scheiß-Werbung und – machen dann einen auf moralisch, wenn die Leute sie nicht sehen wollen.“ Sehr „professionell“, ohne Zweifel…

Diese „Unterstützt-uns-und-bitte-deaktiviert-Adblocker“-Betteleien gab es übrigens vor knapp zehn Jahren schon in irgendwelchen Foren…

Youtube-Videos unter Linux als mp3 speichern…

So mache ich das, es gibt sicher pfiffigere Methoden:

Mit youtube-dl runterladen (geht übrigens auch bei/mit vimeo und anderen Diensten…). Mit avidemux öffnen (lame ist installiert). „Audio“ – (Kodierer „lame“ festlegen, Optionen nach Wunsch). „Audio“ – „Speichern…“.

(Und zur Bearbeitung von mp3-Tags – auch und gerade zur massenhaften Bearbeitung derselben und zum Stapel-Umbenennen der Dateien – sei easytag empfohlen.)

:clown:

RSS-Feeds nun mit Volltext

Ein kurzer Hinweis in eigener Sache: Die RSS-Feeds dieses Blogs enthalten nun grundsätzlich (wieder) den vollen Text eines Artikels und nicht mehr nur den Anrißtext.

Hauptgrund: Der (ziemlich kleinen) Minderheit von Leuten, die mit Feed-Readern arbeiten, muß man das Leben nicht zusätzlich schwer machen, sollte sie vielmehr gleichsam belohnen. Und Knauserigkeit ist eben immer falsch.

„Türsteher brauchen wir hier nicht!“

Vorhin in der Üstra (also dem Hannoveraner ÖPNV): Die Straßenbahn steht an die Haltestelle Herrenhäuser Gärten. Die Türen schließen sich nicht, allerdings noch nicht für den Fahrgast auffällig lange. Auf einmal blafft der Fahrer unvermittelt, ziemlich laut und ziemlich rauh ins Mikrofon:

Türsteher brauchen wa hier nicht!! Wenn Se Türsteher werden wollen, müssen Se zum Steintor gehen, da werden immer welche gesucht!!

Leider, leider, der Missetäter, der da durch dämliches Rumstehen auf den Trittstufen das Schließen der Türen blockiert hat, er war im anderen Wagen.

Mir hat die Reaktion des Fahrers ausgezeichnet gefallen – fast eine Wohltat angesichts der üblichen neudeutschen Freundlichkeitsüberschwemmung in Bussen und Bahnen. Ich habe ihn mir beim Aussteigen angeguckt: ein würdiger, brummiger Mann um die sechzig mit schlohweißen, dichten Haaren und Metallbrille.