FAZ: „Der Fall Schavan: Frau Jedermanns Plagiat“

Der Fall Schavan: Frau Jedermanns Plagiat – Feuilleton – FAZ

Aber soll man sich so erklären, dass Schavan vergaß, gar nicht Martin Heidegger, sondern Walter Biemel über Heidegger gelesen zu haben? Und dass sie sogar Fehler ihrer Sekundärquellen übernommen hat, weil sie die Primärquellen nicht konsultiert hatte?

Die meisten Verteidiger Schavans plädieren auf „Zitierkultur“, obwohl das anhand Tausender Dissertationen, die korrekt vorgegangen sind, eigentlich recht leicht zu widerlegen ist. Außerdem rechtfertigt Gewohnheit keine Mogeleien, sie erklärt sie allenfalls – so wie die „Kultur der Schüler“ Abschreiben erklären mag.

Ganze exzellent – wie so oft – Jürgen Kaube.

FAZ: „Lance Armstrong: Der Unmenschliche“

Lance Armstrong: Der Unmenschliche – Feuilleton – FAZ

Exzellenter Artikel, würde ich sagen…

NachDenkSeiten: „Wieder einmal strahlt eine Landtagswahl in Niedersachsen auf uns alle ab. ‚Strategisch‘ wählen!“

taz: „Die nächste Regierung muss eine der extremen Rechten sein: Ein gefährliches Experiment“

Die nächste Regierung muss eine der extremen Rechten sein: Ein gefährliches Experiment – taz.de

Lasst den rechten Flügel und das Bennett-Feiglin-Team gewinnen. Wenn die israelischen Wähler dies wollen, ist es das, was sie verdienen. Die angemessene Regierung für Israel ist eine, der die selbsternannte Menschenrechtsaktivistin Orit Struck (Platz 10 auf der „Habajit Hajehudi“-Liste, eine der wichtigsten VertreterInnen der militanten Siedlerbewegung) aus der Avraham-Avinu-Siedlung in Hebron angehört. Sie wird sicherlich adäquater sein als die scheidende Regierung, mit der Arbeitspartei als Partner bei ihren Verbrechen, einem angeblich moderaten Verteidigungsminister Ehud Barak und all den Dan Meridors (stellvertretender Premierminister, Likud) und Michael Eitans (Minister, Likud) als Zierde.

Nur mit einer Regierung von Danny Danon (Likud-Abgeordneter, der sich gegen die Zwei-Staaten-Lösung ausgesprochen hat) und Tzipi Hotovely (Likud-Abgeordnete, die den Kampf der Palästinenser als religiösen Kampf des Islam bezeichnete) wird die Welt und Israel das wahre Gesicht das Landes erkennen. Nur mit einer Lieberman-Shamir-Regierung werden all die verrückten Ideen endlich in der Praxis getestet.

Nur mit einer Regierung von Benjamin Netanjahu und Miri Regev (Likud-Abgeordnete, die die afrikanischen Migranten in Israel als „Krebsgeschwür“ bezeichnete) werden endlich alle aufgeweckt werden. Schluss mit all den doppelzüngigen Regierungen; wir wollen endlich die wahre Liebe, nach der sich die meisten Israelis sehnen.

Jungle World: „Coaching statt Peitsche“

jungle-world.com – Archiv – 01/2013 – Thema – Statt protestiert wird gecoacht

Das Wort Coaching stammt von Coach (Kutsche) und bedeutete ursprünglich, dass der Kutscher mit der Peitsche in der Hand Pferde auf Trab bringt und lenkt. Heute versteht man darunter den gesamten Trainings- und Beratungsmarkt, in dem die Peitsche durch Motivation ersetzt wird. Der Markt boomt wie kein anderer, weil die gesellschaftliche Resignation so weit fortgeschritten ist, dass Menschen glauben, ohne Hilfe von Experten nicht mehr essen, laufen, springen, denken, lachen, arbeiten und einkaufen zu können und keine Lebenspartner zu finden. Weitere Antriebe sind die Angst, von der Norm abzuweichen und die Sozialkassen zu belasten, und die Entfremdung von der Natur. Viele Menschen können sich der Natur nur noch auf Trimmpfaden nähern. Sie genießen sie nicht, sie bewältigen sie. Wie der Marathonläufer, der sich 30 Kilometer lang die Galle aus dem Leib kotzt, dann aufs Pflaster stürzt und den Pflegern vom Roten Kreuz mitteilt, er hätte für die Ausschüttung des Glückshormons nur noch zwei Kilometer länger durchhalten müssen. – Nein, Drogen lehne er ab.

12.12.12. | 120 | 120:45=2,6666666…

Man gestatte mir in der Nacht zu diesem Tag nochmals einen Hinweis auf diese wunderbare Radiosendung vom 16.9.12 zum 120. Geburtstage Werner Bergengruens. :-) Näheres hier. Ich habe sie gerade noch einmal wieder – wohl zum zehnten Male – mit Begeisterung gehört.