Schwache Form und nette Leute

Sonne

Und tatsächlich eben keine Wolken vor der Sonne...

Och nö, vorhin schon wieder einen 10-km-Zeitlauf nach 7 km abgebrochen. Grund: physischer und psychischer Einbruch auf km 6. Gründe dafür: Andauernde Formschwäche, 33 Grad im Schatten auf einer Strecke ohne Schatten, 42,5 Lebensjahre, Bocklosigkeit. Wenn man sich wenigstens aufraffen könnte, die verbliebenen 3 km in langsamerem Tempo dranzuhängen! :-(

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Chromrot zum Frühstück

So, ich hoffe, die Tagesereignisse haben die FAZ gestern zumindest fürs erste zum letzenmal veranlaßt, aus der Form zu gehen. Mir gefällt diese kleine Serie auch nicht mehr, drei Folgen reichen, weiß Gott.

Realiter nehme ich übrigens vormittags grundsätzlich nichts Festes zu mir, nur Kaffee; die erste Mahlzeit ist alltags das Mittagessen so gegen halb zwei.

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Hitzewelle

Schinderbeitrag

So, also hinein in die Hitzewelle. Die Begriffsschöpfung „kataklastischer Gemütszustand“, die ich gestern rechts oben verwendet habe, möchte ich jedenfalls unbedingt auch in den regulärer Beiträgen verewigt sehen.

Heute morgen einmal wieder zum Straßenbahnfahren genötigt gewesen, mithin erfreuliche und unerfreuliche Anblicke in großer Zahl. Ich bin da schon viel duldsamer geworden, nur kurze Hosen würde ich Männern weiterhin gerne verboten sehen.

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„Wir haben ’ne Menge Spaß gehabt dabei…“

Zwischen neun und halb zehn zwei Runden um die Graft getobt, die üblichen sieben Kilometer.

Dabei bin ich zweimal an einem folgendermaßen komponierten Grüppchen vorbeigekommen: drei blonde Mädchen zwischen 10 und 14, oder so, ein Junge, etwas älter, und zwei Ök-Eltern um die fünfzig, er mit Drecklocks, sie im Schlabberkleid und kurzen graumelierten Haaren. Ich weiß natürlich nicht, ob es wirklich die leiblichen Eltern gewesen sind.

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Regenschutz (quasi dritte Fassung von „Ritter, Tod und Teufel“)

Oh, was für wunderschöne Kreationen von Regenschutzkleidung für Radfahrer es gibt; mal bunt, meist aber in gedeckten Farben – und ganz gewiß in alle Richtung für Flüssiges und Gasförmiges nach dem neues Stande der Faserchemie durch- oder auch undurchlässig. Das bedeckt immer den ganzen Körper, oft stecken auch die Füße in „Füßlingen“ (schon das Wort! übel :-D ). Selbstverständlich aber trägt man ein Kapuze, die so weit zugezogen ist, daß nur noch die Augen freibleiben.

Übrigens hat es hier gerade so zwanzig Grad, leichter, warmer Sprühregen.

Bildquelle: Noël Zia Lee, CC

Städtebau

Auf faz.net ein weitschweifiger Artikel zum Thema „Drei Jahre Katrina“ mit dem dümmlichen Titel „Das Wasser hat auch die Illusionen fortgespült“ – es ist Wochenende.

Was ist bemerkenswerter?

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Es soll immer Weihnachten sein

TürkeiDeutschlandVielleicht ist es ein bißchen übertrieben, aber ich habe gerade das Gefühl, daß wieder einmal der Weihnachtsschmuck nicht rechtzeitig aus der Öffentlichkeit verschwinden will. Wobei es allerdings auch in dieser Hinsicht beruhigend ist, daß sich die wohlmeinenden türkischen Unterschichtler die Gebräuche der Deutschen abschauen.

Und was jammere ich überhaupt? KJ hatte neulich immerhin zumindest implizit beklagt, daß die Fähnchen bald wieder verschwunden sein werden.

Boker tow 2

bokertow2.jpgVerschlafen und zur Strafe von einer FAZ-Titelseite von unausdenklicher Scheußlichkeit im Tag begrüßt worden. Das erinnert mich an einen Vorfall in einem kleinen politischen Forum vor langen Jahren. Eine Frau postet in der Laberecke dort gegen abend ohne Vorwarnung ein Foto ihres eigenen Babys – ein weitaus weniger entsetzliches als das in der FAZ heute, wohlgemerkt. Ein Moderator anwortet sofort: „Na toll, ich wollte heute eigentlich noch zu abend essen.“ Ja, Männer reagieren da halt anders als Frauen, und ich bin mir sicher, daß das FAZ-Foto von eine Frau verantwortet wurde.

In der FR das hier:

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Boker tow

boker_tow.jpgSo schön kann ein Tag beginnen. Am Geldautomaten steht eine freundliche ältere Dame vor einem: zentimeterkurze hellgraue Haare, langer Rock, Nickelbrille, diese Kombination aus Entenschuhen und Pumps, die man früher sehr oft gesehen hat. Nachdem der Automat das Geld ausgespuckt hat, sortiert sie es zählend im Zeitlupentempo in ihr Portemonnaie, ohne einen Schritt zur Seite zu treten. Ein energischer Schritt nach vorne wird mit einem – ganz langsamen – Blick bestraft. Ob etwas sei? Ob sie ihre Finanzen bitte nicht auch etwas abseits sortieren könne? Nein, sie mache das immer so, und man sei hier nicht auf der Flucht. Ob sie sich vorstellen könne, daß es Leute gebe, die auf dem Wege zur Arbeit in Eile seien? Ein Grunzen.

Bildquelle: dannywartnaby, CC

(Ein) morgendlicher (und ein abendlicher) Anblick (Update)

In einer stillen Seitenstraße kommt uns kurz nach Sonnenaufgang eine Frau entgegengeradelt. Das Alter läßt sich auf die Schnelle nicht ganz genau feststellen, weil ihre schulterlangen Haare selbstverständlich hennarot gefärbt sind – irgendwas zwischen Ende zwanzig und Anfang fünfzig. Immerhin, daß sie es eilig hat, daß erkennen wir, und einen gequälten Blick auch.

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