Wollsocken (ergänzt)

7913622544_4f3c3effb9_cEnde der 80er, Anfang der 90er gab es bei einigen von uns für die Erziehungswissenschaftler einen Spitznamen: die „Wollsocken“.

Die saßen damals in einem imposanten Gebäude aus der Zwischenkriegszeit in der Bismarckstraße (Südstadt). (Wiki: „Derzeit versucht das Land Niedersachsen das historische Gebäude zu vermarkten.“) Wenn man dort mal zu schaffen hatte, sagte man, sagten jedenfalls einige von uns: „So, ich fahr jetzt zu den Wollsocken.“

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FAZ: „Der Fall Schavan: Frau Jedermanns Plagiat“

Der Fall Schavan: Frau Jedermanns Plagiat – Feuilleton – FAZ

Aber soll man sich so erklären, dass Schavan vergaß, gar nicht Martin Heidegger, sondern Walter Biemel über Heidegger gelesen zu haben? Und dass sie sogar Fehler ihrer Sekundärquellen übernommen hat, weil sie die Primärquellen nicht konsultiert hatte?

Die meisten Verteidiger Schavans plädieren auf „Zitierkultur“, obwohl das anhand Tausender Dissertationen, die korrekt vorgegangen sind, eigentlich recht leicht zu widerlegen ist. Außerdem rechtfertigt Gewohnheit keine Mogeleien, sie erklärt sie allenfalls – so wie die „Kultur der Schüler“ Abschreiben erklären mag.

Ganze exzellent – wie so oft – Jürgen Kaube.