Asfa-Wossen Asserate
Keine Möglichkeiten
Aus Asserates Manierenbuch:
Ich bewundere jeden zutiefst, der behauptet, keine Feinde zu haben, aber ich glaube dem spanischen General und Diktator Narváez doch noch mehr, der auf dem Totenbett sagte, als sein Beichtvater ihn aufforderte, allen seinen Feinden zu vergeben: »Hochwürdiger Vater, ich habe keine Feinde. Ich habe sie alle umbringen lassen.« Wer nicht die Möglichkeiten und die Haltung des Generals Narváez hat, muß jedoch mit seinen Feinden leben.
„Ich kam von Frankfurt nach Berlin…“
Angeblich (!) soll der Suhrkamp-Verlag von Franfurt nach Berlin umziehen wollen, so die Welt. Der Perlentaucher sieht schon die Buchmesse in Berlin, zumal ja auch schon das Feuilleton der FAS da ist. Je nun, ich reg mich schon längst nicht mehr so sehr wie vor einem Jahr über Berlin auf, sollen sie mal machen… Ob Mosebach und Asserate auch nach Berlin ziehen werden? (Edit: Und Leipzig leidet auch.)
Blitzpodcast zum Neujahrs-Abend

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Audio-Datei (Dauer/Größe: 6:59 / 4.0MB)
Inhalt: Frohes neues Jahr, Rauhreif, Mond und Venus, Gelaber über die Deutsche Bahn, Freundlichkeitsmüll, „Service-Wüste“, Nigromontanus, frei_sein, Konjunktiv 2, Frohes neues Jahr
In der Bahn
Einen unbedingt empfehlens- und lesenswerten, subtil beobachtenden, vielleicht etwas zu langen Artikel über die Deutsche Bahn haben Patrick Bahners und Edo Reents von der FAZ verfaßt: „Hier sind wir bedient“. Es geht im Asserateschen Sinn um den Verfall der guten Sitten, des Stils und der Manieren in der „Dienstleistungsgesellschaft“ und darum, wie die Bahn diese Prozesse begünstigt. Die Leute sollen sich wie zu Hause fühlen, und wenn sie das schon aus verschiedenen Gründen nicht können, dann benehmen sie sich wenigstens so.
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Asserate liest Raspail
Eine Meldung, die vielleicht unterhalb des amykläischen Wahrnehmungshorizonts liegen sollte, ich kann sie mir aber nicht verbeißen… Der FAZ liegt heute so ein glitzeriges Werbe-“Lifestyle“-Magazin bei. Darin hat es einen Fragebogen, der Assoziationen an den des FAZ-Magazins seligen Angedenkens wecken soll, aber längst nicht so gut ist und dessen Fragen eben auch mit der kommerziellen Thematik des Heftes verbunden sind.
Ausgefüllt hat den Fragebogen Asfa-Wossen Asserate. Ein Auszug:



