Von wegen antiintellektuell

tazobamaIn der taz ein wirklich saublöder Kommentar von Robert Misik zur allgemeinen Verwunderung über den Friedensnobelpreis für Barack Obama: „Linke Lust am Scheitern“. Man hat den Eindruck, da soll auf die Linken zugeschrieben werden, die nämliche Verwunderung wenn nicht gerade als Gotteslästerung, so doch als böswille Besudelung ihres Lieblings-Pinups empfinden…

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Kurze Prognose

nobelAlso, der nächste demokratische US-Vizepräsident dürfte den Friedensnobelpreis so gut wie sicher haben, wenn er sich nicht ganz und gar danebenbenimmt. Nach Gore, Ahtisaari und nun Obama (zuvor 2002 schon Jimmy Carter) wäre dann erstmal wieder ein skandinavischer Apparatschik dran. Auch dringend wieder eine Frau! Die letzte war schon 2004 diese Kenianerin – nicht zu fassen bei Skandinaviern.

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Berlin – Tel Aviv – Westjordanland

geffen_tazIch empfehle meinen Leser die Lektüre eines Interviews mit dem linken israelischen Rockmusiker Aviv Geffen in der taz: „Wir hatten einen anderen Traum“. Geffen spricht über Berlin und Tel Aviv, Deutsche und Israelis, über Fanatiker, Profiteure und Vernünftige, schließlich auch von seiner Hoffnung auf Barack Obama. (Vielleicht etwas zu viele) Ausrisse:

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Ich gelobe,…

i_pledge… hier eine noch lichtere, noch europäischere, noch unseriösere, noch unsolidere, noch egozentrischere Ästhetik zu kultivieren.

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Ein Tiefschlag zu Tagesbeginn…

anmutDas ist kaum zu fassen… Der PT fällt auch sofort drüber her und ich möchte mal wissen, wieviele Blogger sich das jetzt wie ich „nicht entgehen“ lassen wollen. Also, Michael Rutschky fabuliert ausgerechnet in der Frankfurter Rundschau über Barack Obamas „würdigen Antritt“: „Anmut der Macht“.

Einleitend gibt er uns ein bißchen Nachhilfe im Fache Englisch:

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Schöne rauchende Präsidenten I

Zur SZIn der Süddeutschen finden wir einen ganz witzigen Artikel über Barack Obamas Verhältnis zum Zigarettenrauch(en) und zu den Versuchen seiner Entourage, dieses Verhältnis der amerikanischen Öffentlichkeit zu präsentieren. Auch geht es um das Rauchverhalten anderer US-Präsidenten: „Obamas einziges Laster“.

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Christen wählen Obama

Gleich zwei interessante Artikel unterrichten uns heute über die Bedeutung der Religion, des Christentums in Obamas Wahlkampf und für seine kommende Präsidentschaft: einer von Marcia Pally in der taz und einer von Katja Gelinsky in der FAZ. Beide kommen grosso modo zu den gleichen Ergebnissen.

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Vorhin im Supermarkt

vf_obama.jpgDa hat hat sich ’ne Frau, die hinter mir in der Schlange stand, das aktuelle Heft der deutschen Vanity Fair gekauft. Anbei das Cover, leider nicht sehr groß, das Pickchen. „50 Seiten Obama“.

Am Wasser gebaut

Joachim Güntner macht sich in einem rattigen und sehr lesenswerten Artikel in der NZZ über die Tränenströme nach Obamas Wahlsieg lustig. Alle hätten sie geweint, namentlich, aber nicht nur in Europa – nur eine Gruppe nicht, wie er am Ende des Artikels sehr schön konstatiert, nämlich die Neonazis. (Aber die gefallen ihm natürlich auch nicht.)

Aber gleich „links“ von denen wird dann (angeblich) schon wieder geweint:

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Ein ganzer Atlantik

Eigentlich zimmere ich nur ungern einen Volleintrag aus einem FAZ-Leitartikel, aber der heutige von Stefan Dietrich mit dem (etwas zopfigen) Titel „Von Anstand keine Spur“ bringt doch einige Augenfälligkeiten so hübsch auf den Punkt, daß ich eine Ausnahme machen möchte.

Namentlich das hier:

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Hail to the Chief

Ich muß gestehen, ein bißchen habe auch ich mich in den letzten Tagen von der Obamanie anstecken lassen. Natürlich, natürlich, mit Anflügen von schlechtem Gewissen, und in Extase bin ich nun gerade nicht.

Aber der Typ hat halt einfach ein phantastisches Charisma, und interessant wird’s nun allemal, während man bei McCain Langeweilertum zu befürchten gehabt hätte. (Und eine scheußliche Vizpräsidentin hätte ertragen müssen.)

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Hitzewelle

Schinderbeitrag

So, also hinein in die Hitzewelle. Die Begriffsschöpfung „kataklastischer Gemütszustand“, die ich gestern rechts oben verwendet habe, möchte ich jedenfalls unbedingt auch in den regulärer Beiträgen verewigt sehen.

Heute morgen einmal wieder zum Straßenbahnfahren genötigt gewesen, mithin erfreuliche und unerfreuliche Anblicke in großer Zahl. Ich bin da schon viel duldsamer geworden, nur kurze Hosen würde ich Männern weiterhin gerne verboten sehen.

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Sphragistisches

Ein hübscher Artikel von Matthias (ich krieg’s schon kaum noch fertig, den Namen mit zwei t zu schreiben) Rüb hilft mir aus der Patsche: Ich möchte mich unbedingt (und wiederum entgegen allen menefregistischen Idealen) über Barack Obama und insbesondere über die messianischen Erwartungen der doofen Deutschen an ihn aufregen, habe aber in den letzten Tagen kaum mitgelesen, weder in der deutschen noch in der englischen Presse: „Geschmacklos, überheblich und dumm“.

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Screenshot

faz_shot.pngEin FAZ.net-Screenshot, den man sich einfach nicht entgehen lassen kann… Kann man sich an dieses Foto erinnern, daß so um den Dreh 2003 im Web kursierte: „The Main Difference Between Europe and the US“, oder so ähnlich? Daran mußte ich sofort denken.

Und, nun ja, Carla B. Ich habe Ihre erste Platte (Quelqu‘un m‘a dit) rauf und runter gehört. Sehr schön, die klug-naiven Texte und die dezenten Aufnahmen, auch einprägliche, intelligente Melodien. Leider, leider – aus und vorbei. Man kann das nicht mehr hören, ohne lachen zu müssen. :-(