FAS: „Der Karneval ist aus“
Der Vatikan unter Papst Franziskus: Der Karneval ist aus – Die Wahl des Papstes – FAZ
Wusste Franziskus, was er tat, als er Pomp und Prunk im Vatikan für beendet erklärte? Er macht sich damit mächtige Kräfte zu Feinden: die „lobby gay“ und die Traditionalisten.
Außerordentlich lesenswerter Artikel! Es geht vor allem um die Reaktion des rechtskatholischen Dunkel-Milieus auf Bergoglios Wahl, „im Internet“ und anderswo.
Vor allem auch das hier ist meisterlich:
Sind es also Gefolgsleute Benedikts aus dem klerikal-konservativen bis traditionalistischen Spektrum der Kirche, die schon nach wenigen Stunden gegen den neuen Papst mobil machen? Zu verdenken ist es ihnen nicht. Denn seit der Ankündigung des Amtsverzichts ihres langjährigen Förderers und Mentors Joseph Ratzinger sind sie die neuen Waisen von Rom.
Franziskus hat mächtige Lobbygruppen zum Gegner
Doch ist noch eine weitere Gruppe im Spiel, die mit den Traditionalisten zum Teil identisch ist: Homosexuelle. So honorig viele Verfechter der alten Messe auch sein mögen (man denke nur an den Philosophen Robert Spaemann), und so ehrenwert das Beharren vieler ihrer Anhänger auf Disziplin und Ordnung in der Liturgie ist – keine Gruppe wird von der Ästhetik der alten Messe stärker angezogen als Männer, die Männer lieben. Der Kult um kostbare Gewänder und üppige Spitzen, das von allerlei erotischen Konnotationen umgebene heilige Spiel, die asexuellen Darstellungen der Gottesmutter Maria und eine überbordende Reliquienverehrung sind das öffentliche und seit Benedikt XVI. wieder päpstlich approbierte Gegenstück zu einer privaten Parallelwelt, in der den Reliquien allerlei Fetische entsprechen: der Marienverehrung der Kult um Magermodels und mädchenhafte Schlagersängerinnen; dem frauenfreien Altarraum die Männersauna und der Darkroom; und dem levitierten Hochamt mit Goldbrokat, Manipel und Spitzenrochetts das Tuntenballett.
Das gilt übrigens auch in einem weiteren Sinne. Jeder, der Einblick in andere rechte Milieus (also andere als den Rechtskatholizismus) hatte oder hat, weiß, daß da Schwule – und Kleinwüchsige – kraß überproportional vertreten sind. Es gibt sehr wenige selbsternannte und/oder sogenannte „Rechtsintellektuelle“, die nicht entweder schwul oder kleinwüchsig sind. Oft auch beides, dann heißen sie „Edelfedern“.



Vorherige Beiträge
Papstwahl: Ein Kampf in Rom – Die Wahl des Papstes – FAZ
Papst Benedikt XVI.: Die Rücktrittserklärung im Wortlaut – Panorama – Süddeutsche.de






bemüht sich im Leitartikel der FAZ jemand, dem nun wirklich niemand anti-katholische Ressentiments vorwerfen kann, nämlich Heinz-Joachim Fischer, Italien-Korrespondent und gleich noch mitzuständig für die in Italien ansässig „Weltkirche“: 
