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Der Papst im Parlament

Der Kommentar von Christian Bommarius in der Frankfurter Rundschau ist streckenweise ein bißchen knickerig, die zitierte Passage bringt es aber auf den Punkt. So ist es: wir wollen den hier nicht. Und es werden sich – wir ahnen es – auch bei Grünen, Linken und Sozis kaum oder gar keine Abgeordnete finden, die genug Ehre im Leib haben, den Oberdunkelmann tüchtig auszubuhen und sein reaktionäres Gewäsch durch Zwischenrufe erträglicher zu machen.
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Von heute bis übermorgen…

450px-Jan_Zizka_Vitkov_Prague_CZ_007… besucht der Papst der Katholiken eine de facto entchristianisierte Nation, nämlich die Tschechische Republik. 60 % sind konfessionslos, noch ein Viertel formell katholisch. In diesem Volk mit seiner stolzen antiklerikal-hussitischen Tradition hat es also schon geklappt. Wie man sieht, man lebt sehr gut damit.

Bildquelle: Wikipedia

Ein Nachwort

irrtumEs scheint jetzt in der Williamson-Affäre die Zeit der Nachworte angebrochen, und an einem solchen versucht sich, wie mir scheint mit überzeugendem Ergebnis, der ehemalige bayerische Kultusminister und ZdK-Präsident Hans Maier in der NZZ: „Irrtum eingeschlossen“. Mir scheint der ruhig, letztlich auch etwas ratlose Tonfall der Angelegenheit angemessen. Es bleibt halt ganz grundlegend schwer verständlich, wie nun gerade der Vatikan dermaßen täppisch agieren konnte.

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Der Papst ist ein Piusbruder

flaschDas sagt, und zwar mehr oder minder wörtlich, der Philosophiegeschichtler Kurt Flasch in einem allemal lesenswerten Artikel in der SZ: „Kein Betriebsunfall“. Tenor: Es paßt alles zusammen, es war kein Lapsus der Kurie, sondern fügt sich nahtlos in das ein, was Ratzinger sonst noch so denkt und tut. Auszüge:
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SZ – Holocaust-Leugner Williamson – ‚‘Es geht um Beweise, nicht um Emotionen'‘

papst1Das nur im Druck erschienene Spiegel-Interview mit Williamson wird ausführlich referiert. – Link

Chaos-Benny

chaos_bennyIn der FAZ finden wir einen, so scheint mir, sehr erhellenden Artikel des Katholiken Daniel Deckers (der natürlich meilenweit über den Dunkelmänner-Spastis der „Blogozese“ steht) über die Williamson-Affäre: „Der unbedarfte Brückenbauer“. Mein Verständnis-Problem bei der Angelegenheit war gewesen: Wie kann die eigentlich als pfiffig und weltklug bekannte Kurie übersehen, wen sie da rehabilitiert?

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Gebet für die Einheit der Kirche

Elsa Laska versucht in bekannt dezenter Damen-Manier, aus der Williamson-Affäre was für ihr Blog rauszuschlagen, indem sie zum gemeinsamen „Gebet“ aufruft, offensichtlich hat Dr. House gerade Sendepause und Rasul hat Migräne. Also:

Es folgt deshalb die öffentliche Einladung zum Gebet für morgen, Dienstag, 15 Uhr (Barmherzigkeitsstunde) für unseren Hl. Vater Benedikt und die Einheit der römisch-katholischen Kirche.

Der Herr soll vergeben…

herr_vergib1Ich finde in einem katholischen Weblog einen Deutschlandfunk-Artikel von Hubert Maessen zur Williamson-Affäre gelobt. In der Tat, bemerkenswert, daß ausgerechnet einer vom WDR derlei schreibt: „Herr, vergib ihnen!“ (Oder ob die beim WDR auch ihre Quoten-Katholen haben? Offensichtlich.)

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Einen Scherbenhaufen zusammenzukehren

scherbenbemüht sich im Leitartikel der FAZ jemand, dem nun wirklich niemand anti-katholische Ressentiments vorwerfen kann, nämlich Heinz-Joachim Fischer, Italien-Korrespondent und gleich noch mitzuständig für die in Italien ansässig „Weltkirche“: „Moralisch und historisch inakzeptabel“. Das scheint mir in der Tat die Sache auf den Punkt gebracht…

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Seit gestern abend schon

kornhat es auf faz.net ein sehr lesbares, kurzes Interview mit Salomon Korn (Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland) zur Rehabilitierung eines „Holocaustleugners“ durch Ratzinger (ich darf mir einfach mal erlauben, die strafbewehrte Herumschrei-Vokabel in Anführungszeichen zu setzen): „Der Papst fällt zurück ins Mittelalter“.

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Heimo, Henryk, Gloria, Wilhelm, Ingo und Benedikt

Reichlich verspätet reiche ich beflissen, aber auch sehr gerne einen Hinweis auf einen witzigen Artikel von Heimo Schwilk in der Welt nach. Er hat sich eine Podiumsdiskussion über Ingo Langners Papst-Hörbuch angeschaut. Teilnehmer waren Monsignore Wilhelm Imkamp, Henryk M. Broder und – Gloria von Thurn und Taxis.

Daraus:

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