„Weltgeschichte des 20. Jahrhunderts“ 6 – über die großen Städte
Interessant, große Städte sind kein Indikator von Wohlstand und Macht mehr, Europa braucht dementsprechend nicht traurig zu sein, keine mehr zu haben:
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Interessant, große Städte sind kein Indikator von Wohlstand und Macht mehr, Europa braucht dementsprechend nicht traurig zu sein, keine mehr zu haben:
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Sehr amüsant:
Tatort „Mauerpark“, RBB 2011, Till Ritter (Dominic Raacke), Felix Stark (Boris Aljinovic)
Gesellschaftlich-politisches Rahmenthema: keines. Oder nur am Rande: „Sicherheitsverwahrung“
Tjo, eine spannende Geschichte, keine Frage. Leider ist sie für den Zuschauer, der nicht wie der Luchs oder ein Fernsehkritiker höchstkonzentriert auf der Lauer liegt, vollends undurchschaubar.
Seite 36, über Franz Josef Strauß, Hervorhebung natürlich von mir, wie wahr:
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Ob der Piratenpartei in Berlin das Improvisieren gelingen wird, wie es die taz in einem Kommentar anmahnt: „Die Kunst der Improvisation“? Ich bezweifle das weiterhin. Sicher, die anderen Partei haben in der Finanzkrise auch nicht gewußt, was sie tun sollen, und wissen nun nicht, wie der Euro zu retten sei.
Aufmerksam geworden bin ich auf diesen Weltbühnen-Text von Kurt Tucholsky aus dem Jahre 1928 wiederum durch Winkler: „Berlin und die Provinz“. Daraus:
Was den republikanischen Gedanken in jener abgeschwächten Form angeht, in der er bei uns hergestellt wird, so ist zu sagen, daß draußen im Lande nur fleckweise etwas von ihm zu merken ist. Östlich der Elbe sieht es damit faul aus, rechts der Oder oberfaul.
Tatort „Edel sei der Mensch und gesund“, RBB 2011, Till Ritter (Dominic Raacke), Felix Stark (Boris Aljinovic)
Gesellschaftlich-politisches Rahmenthema: Ärzte, Kranke.
Ich klinke mich aus. Ich hasse Arzt- und Krankengeschichten in jedweder Form. Außerdem sind mir die Frauen zu häßlich. (Abgesehen von der Ärztin.)
Tatort „Die Unmöglichkeit, sich den Tod vorzustellen“, RBB 2010, Till Ritter (Dominic Raacke), Felix Stark (Boris Aljinovic)
Gesellschaftlich-politisches Rahmenthema: Neue Männer, Tod, Familie, Kinder
Neue Männer ziehen sich vor allen Dingen und zuallererst die Schuhe aus, wenn es heißt, einen Parkettfußboden zu schonen. Das machen sie alle, und alle machen sie mit. Klar: Buch und Regie je von eine Frau – da wird das für selbstverständlich angenommen.
Ich habe heute irgendwo im Twitter gelesen, daß man sich in Google Earth für einige Weltgegenden (in Deutschland leider nur für Berlin) historisches Luftbildmaterial einblenden lassen kann, beispielsweise Aufnahmen von 1945 oder von 1953. (Wie’s geht.) Hübsch grotesk wird’s dann, wenn man das mit den Dönerbuden- und Pizzerien-Layern von heute überlagert…
Gestern gab’s in der Welt ein lecker Feuerwerk von Berthold-Seewald-Alterthümer-Artikeln (2x Nofrete, 2x Ägypten allgemein, 1x Altsyrien). Ich konnte das gar nicht alles lesen.
Heute nun der sehr lesenswerte Leitartikel zum Thema „Rückgabe“: „Ruhmeshallen als Refugien“. Zusammenfaßt: London soll Fries zurückgeben, Berlin soll Kopf nicht zurückgeben. Hübsch:
Ich empfehle meinen Leser die Lektüre eines Interviews mit dem linken israelischen Rockmusiker Aviv Geffen in der taz: „Wir hatten einen anderen Traum“. Geffen spricht über Berlin und Tel Aviv, Deutsche und Israelis, über Fanatiker, Profiteure und Vernünftige, schließlich auch von seiner Hoffnung auf Barack Obama. (Vielleicht etwas zu viele) Ausrisse:
Tatort „Oben und unten“, RBB 2009, Till Ritter (Dominic Raacke), Felix Stark (Boris Aljinovic)
Gesellschaftlich-politisches Rahmenthema: Bauhaie.
Ein leidlich spannender Durschnittstatort, nicht ganz toll, nicht schlecht – wie fast immer bei den Berliner Folgen, so habe ich das (zugegebenermaßen nur mäßig aufmerksam) empfunden. Punkt.
Angeblich (!) soll der Suhrkamp-Verlag von Franfurt nach Berlin umziehen wollen, so die Welt. Der Perlentaucher sieht schon die Buchmesse in Berlin, zumal ja auch schon das Feuilleton der FAS da ist. Je nun, ich reg mich schon längst nicht mehr so sehr wie vor einem Jahr über Berlin auf, sollen sie mal machen… Ob Mosebach und Asserate auch nach Berlin ziehen werden? (Edit: Und Leipzig leidet auch.)
Heute mehrere Rezensionen des Films „Anonyma“ von Max Färberböck gelesen.
Andreas Kilb liefert in der FAZ einen richtiggehenden Verriß. Er lobt die Buchvorlage und wirft dem Film vor, objektiv sein zu wollen, wo man nur subjektiv sein kann. Die Charaktere seien viel zu klischeehaft und schematisch, der Keller viel zu groß, um das Breitwandformat zu füllen. Besonders scheußlich sei die Liebesgeschichte:
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… weiter kämpfen. Man fragt sich fast, ob sich’s lohnt. Der Typ ist mit seinem Horizont eigentlich zu schade für den Berliner Bulettenmief, die neowilhelminische Schwuppen-Großmäuligkeit und die alten Ossi-Kader. Dennoch: Viel Erfolg!