Nachtflug

Ein städtischer Nach-Feierabend fliegt links und rechts vorbei, und das ist hübsch.
Nun, meisten ist es eine Plage und eine Notlösung, das Laufprogramm nächtens zu absolvieren. Aber manchmal stimmen die Komponenten: gute Form, bärbeißig-grimmige Laune, ein zerschossener Tag ist Gott sei Dank vorbei. Es ist neun Uhr, so gegen sechs Grad warm, Regen, starker Wind.
War toll, federleichter Kontakt zum Boden. Wir laufen längs der Straße, die entgegenkommenden Scheinwerfer lösen sich in den Regentropfen vor der Brille in ein dekoratives Leuchtknöpfchen-Schaltpult auf.
Die dickvermummelten Gestalten, an denen man vorbeifliegt, werden mit freundlich-geringschätzigen Blicken bedacht, in der vorbeifahrenden Straßenbahn frißt einer Pizza.

