Die Hoffnung schwindet schnell

ducklingUnd zwar die, daß aus den Piraten jemals so etwas wie eine normale, funktionsfähige Partei werden könnte. Und zwar angesichts des Schwalls von Infantilismen und dümmlichsten Nerd-Witzen, dessen man heute im Web Zeuge werden konnte, wenn man es denn wollte.

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Grau

Nach einem strahlenden Wahlsonntag, an dem jeder Verständige auf 7-8 % für die Piratenpartei gehofft hat, senkt sich nun die bleigraue Decke sozialer Kälte und des totalen Überwachungsstaates über’s Land, so scheint’s. Im Ernst, 2,0 % sind ein toller Erfolg für einen Monothematiker-Haufen, der im Wahlkampf ausschließlich durch Trotteligkeiten (JF-Interviews) und Infantilismen (Yeah!) aufgefallen ist und in dem viele Telepolis lesen. Jetzt kann man hoffen oder vielleicht zu hoffen wagen, daß etwas daraus wird.

Und so eben nicht mehr

Stolpere ich gerade so halbzufällig drüber, über das Preußenlied, paßt irgendwie ganz gut in den Tag:

2. Mit Lieb‘ und Treue nah‘ ich mich dem Throne,
Von welchem mild zu mir ein Vater spricht;
Und wie der Vater treu mit seinem Sohne,
So steh‘ ich treu mit ihm und wanke nicht.
Fest sind der Liebe Bande;
Heil meinem Vaterlande!
|: Des Königs Ruf dring in das Herz mir ein:
Ich bin ein Preuße, will ein Preuße sein! :|

Heute wirkt’s lächerlich, aber der Failing State, um den’s da geht, hat vor gar nicht sooo langer Zeit mal halb Deutschland bedeckt, ganz Deutschland zur Witzfigur gemacht und viel Unheil angerichtet. Man muß sich klarmachen, daß da oben nicht ironisch gemeint ist.

„Wählen gehen!“ (ergänzt)

bundestagswahl_2009_stimmzettel_musterfrei_sein hat vorhin im Twitter seinem leichten Unmut über „Wählen gehen!“-Kampagnen Ausdruck gegeben. Ich stimme ihm zu, was die obrigkeitlich angeordneten und finanzierten Werbekampagnen angeht, nicht jedoch, was den von unten aufgebauten sozialen Druck angeht.

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Mein Wahl-O-Mat…

wahlomat…bestätigt mir meine gestrigen Überlegungen auf das Vortrefflichste. :-) (Zu dem Tüülchen heute auch Robert Scholz auf E.R.)

Warum ich am 27. September (wiewohl unter Krämpfen) die FPD zu wählen gedenke

blaugelbDiese Erklärungen hatte ich schon mehrmals im Twitter angekündigt – hier sollen sie nun folgen, ich will versuchen, sie kurz zu halten und die langweiligen Grundsätzlichkeiten auf ein Mindestmaß zu beschränken.

Vorwegschicken muß ich, daß ich auf einigen Gebieten, auch auf einigen mir sehr wichtigen Gebieten, Positionen vertrete, die nur von einer vernachlässigbaren Minderheit der Deutschen geteilt werden – näheres hier.

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Zur Wahl

wahlDer Schriftsteller Thomas Brussig erläutert im Tagesspiegel des längeren, warum er es gar nicht so schlimm findet, nicht zur Wahl zu gehen. Wir fassen zusammen: Erstens stören Wahlkämpfe und das in ihnen übliche Gebaren von Politikern den Ästheten in ihm, zweitens sei Nichtwählen immerhin auch ein akzeptables Zeichen von geistiger Unbeteiligtheit:
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