„Weltgeschichte des 20. Jahrhunderts“ 9 – über die Differenzierung der Moralvorstellungen

Unter anderem taucht in diesen Passagen Schamil auf, bemerkenswert:

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„Mein Katalonien“ 3 – weiter zur Entchristlichung: auf einem Friedhof in Aragonien

Diese Beobachtungen in einem Dorf nahe Huesca im Aragón und allgemeiner aus der ganzen Region und aus Katalonien scheinen mir außerordentlich interessant. Auch anderswo in Europa gibt es Gegenden, die formell katholisch sind, die de facto aber seit langen Jahrhunderten – gar nichts mehr sind. Man denke an Südwest-Frankreich, man denke an Böhmen.

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In Kürze

Man vergleiche das, was Borges so en passant über das Christentum zu sagen hat, mit den plumben, immergleichen Hubereien eines Gómez Dávila. Fanatismus führt immer in die Einöde, er ist einfach langweilig. (Wobei man zugeben muß, daß Gómez nicht für’s Publikum, sondern zur eigenen Beruhigung geschrieben hat, also ursprünglich nicht lästig fallen wollte.) Überhaupt: Das massenhafte oder auch nur gehäufter Verfassen von „Aphorismen“ führt bei Nicht-Genies immer in die Tumbheit und in die Lächerlichkeit. (Nicht nur im Twitter.)

Bildquelle: Steve Rhodes, CC

Von heute bis übermorgen…

450px-Jan_Zizka_Vitkov_Prague_CZ_007… besucht der Papst der Katholiken eine de facto entchristianisierte Nation, nämlich die Tschechische Republik. 60 % sind konfessionslos, noch ein Viertel formell katholisch. In diesem Volk mit seiner stolzen antiklerikal-hussitischen Tradition hat es also schon geklappt. Wie man sieht, man lebt sehr gut damit.

Bildquelle: Wikipedia

Die Happy Few

happyGestern abend bin ich in Scipios Blog über das hier gestolpert. Tiberius meint da mit den „Happy Few“ die Katho-Fundis, die zum Beispiel Rosenkränze schnarren, wenn in Berlin ne Schwulenparty stattfindet, oder die sich, wenn sie bloggen, süßliche Pro-Life-Babyfotos in den Seitenbalken beppen.

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Sternenmeer

schuetzeScipio regt sich in seinem Blog über eine Kunst auf, die den Menschen seit vielleicht vier oder fünf Jahrtausenden einfach nicht auszureden ist. Die ihnen seitdem Freude, Trost und Selbsterkenntnis bringt. Die ihnen gelegentlich ein paar Hoffnungen macht, ohne ihnen aber je Angst gemacht zu haben oder ihnen eingeredet zu haben, sie müßten von etwas „erlöst“ werden. Das ist für einen Christenmenschen natürlich ganz unerhört.

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Christen wählen Obama

Gleich zwei interessante Artikel unterrichten uns heute über die Bedeutung der Religion, des Christentums in Obamas Wahlkampf und für seine kommende Präsidentschaft: einer von Marcia Pally in der taz und einer von Katja Gelinsky in der FAZ. Beide kommen grosso modo zu den gleichen Ergebnissen.

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„Alles hat seine Zeit!“

Gerade bin ich wieder an dem K(l)otzkasten der EKD Ecke Herrenhäuser Straße-Schaumburgstraße vorbeigetrabt, wohne ja keine 500 Meter von denen entfernt. Und wieder, wie schon mehrmals in den letzten Tagen, habe ich mich über das auch optisch nicht ganz mißratene Plakat der Aktion Alles hat seine Zeit! Advent ist im Dezember. gefreut.

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30 Tage des „Gebets für die islamische Welt“

Es ist eine sogar für christliche Verhältnisse außergewöhnlich geschmacklose Aktion anzuzeigen.

Bekanntlich beten Christen immer gerne für irgend jemanden, und zwar durchaus auch gerne ohne dessen ausdrückliches Einverständnis oder gar gegen dessen Willen. Jedenfalls sagen sie, daß sie das tun – wenn sie für Nichtchristen beten, beten sie natürlich nicht für den Bebeteten, sondern dafür, daß er auf’s eigene Niveau heruntergezogen werde.

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Gut bewacht

Ich glaube, ich hatte das auf k2 schon mal gebracht, macht aber ja auch nichts, das Zitat von Herbert Rosendorfer (Deutsche Geschichte: ein Versuch, Band 2) über Friedrich II. von Hohenstaufen ist so hübsch, daß ich es hier auch haben möchte.

Man muß die Friedrich-Schwärmerei der George-Schwuppen und anderer nicht mitmachen und kann das auch nicht, wenn man brav Engels gelesen hat, aber der Faszination dieses Mannes kann man sich dennoch schwer entziehen.

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Jesus im Talmud

Auf Seite 43 des heutigen FAZ-Feuilletons rezensiert Lorenz Jäger in mäßiger Länge (eine Spalte) die deutsche Ausgabe das Werkes „Jesus im Talmud“ des in Princeton und an den FU Berlin lehrenden Judaisten Peter Schäfer (Tübingen: Mohr Siebeck, 2007).

Schäfer hat aus den beiden Talmuden Hinweise zur Person Jesu zusammengetragen. Sie fallen durchwegs unfreundlich aus, wie man sich denken kann – das sich konstituierende talmudische Judentum grenzt sich vom gerade zu Einfluß kommenden Christentum ab.

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