Project Syndicate: „A Democratic Hurricane“ by Ian Buruma

Standard: „Die Ohnmacht der ‚radikalen Verlierer‘ und das Versagen der Linken“

Die Ohnmacht der "radikalen Verlierer" und das Versagen der Linken – Debatten – derStandard.at › Meinung

Über einige Unschärfen des Diskurses über Gewalt und politischen Terror und die Notwendigkeit, die Stimmen der Deklassierten nicht den Populisten zu überlassen. Nachklang einer Polit-Matinee im Burgtheater

Nicht sooo toller Text von Buruma – und vor allem eine schauderhafte, holprige (und auch noch ösi-deutsche) Übersetzung.

heise: „Studie drängt auf strengere Regulierung von Suchmaschinen“

Studie drängt auf strengere Regulierung von Suchmaschinen | heise online

Es gebe zwar teils von den Anbietern selbst eingerichtete Korrekturmechanismen, erläuterte Meckel. Aber der Großteil der Nutzer gehe nicht "ins Google Dashboard", um die Verfolgung der Nutzerspuren auszustellen und den Datenschutz zu erhöhen, ist sich die Wissenschaftlerin sicher. Die Menschen verlernten es so, sich mit alternativen Sichtweisen auseinanderzusetzen und richteten sich lieber in ihren "Blasen" ein. Dies habe auch Folgen für die Gesellschaft und die Demokratie. In den USA etwa sei die konservative "Tea Party" eine Ausgeburt dieser Entwicklung.

Interessanter Gedanke, interessanter Artikel. Das Phänomen, daß man sich nirgendwo so gut in seinem eigenen Dunstkreis einrichten kann wie im Netz, ist ja bekannt: „Da kann ich mir nur selbst zustimmen.“ So kommt’s dann, daß man glaubt, man vertrete die Meinung einer schweigenden Mehrheit und sich hinterher wundert, wenn man bei Wahlen ein Prozent bekommt – was dann wiederum mit Verschwörungstheorien erklärt werden muß.

Der Papst vorm Parlament – Eindrücke (ergänzt)

So, Professor Ratzinger hat den Abgeordneten eine rechtsphilosophische Vorlesung gehalten, der zu folgen die meisten Abgeordneten die gleichen Schwierigkeiten gehabt haben dürften wie der Verfasser dieser Zeilen. Er hat ein Plädoyer für das Naturrecht und gegen einen einseitigen Rechtspositivismus vorgetragen. Konkret geworden ist er wohlweislich nicht, nur schnell gesprochen hat er. Zu einem Eklat ist es mithin nicht gekommen.

(weiter…)

DIN und das, Made in Germany

Timothy Garton Ash empfiehlt in seiner Kolumne im Guardian den neuentstandenen oder neuentstehenden Demokratien in der arabischen Welt den deutschen Weg der „Vergangenheitsbewältigung“ und „Aufarbeitung“ der eigenen Geschichte (er zitiert diese Begriffe auf deutsch) als Vorbild: „Germany can show reborn Arab nations the art of overcoming a difficult past“.

(weiter…)

1936 und 1974

Wird man in der Rückschau sagen können, daß der totalitäre Grundkonflikt des 20. Jahrhunderts, der im Sommer 1936 in Madrid manifest geworden ist, endgültig im Frühling 1974 in Lissabon überwunden wurde? Gut, die Erhebung, die da in der Nacht vom 14. auf den 15. April mit dem Abspielen eines grandiosen Liedes in einem obskuren Radiosender beginnt, hat erstens noch Züge eines klassischen Putsches und steht zweitens unter vage sozialistischen Vorzeichen.

(weiter…)

Samt, Sand, Sonderweg? Zur Lage in Tunesien und in Ägypten

Charakteristisch für die Revolutionen der letzten zwei Jahrzehnte – für die „Samtenen Revolutionen“, die „ausgehandelten Revolutionen“, die „Farbenrevolutionen“ – ist zunächst einmal ihr Ziel: es geht um Pluralismus und Demokratie nach westlichem Vorbilde. All diese Revolutionen stehen in irgendeiner Form in der Tradition der Amerikanischen und der Französischen Revolution.

(weiter…)