Archiv des Schlagworts
Ellen Kositza
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Flintenweiber

Ich mag das Wort „Flintenweib“ überhaupt nicht – es klingt so männerbündlerisch-angsterfüllt, so verkniffen-preußisch, es riecht so sehr nach verstunkener, heimelig-stoffeliger „Kameradschaft“. Es scheint mir ferner ein „typisch rechtes“ Angstwort, geradezu ein Wort von Kriegsverlieren für Leute, die besonders gerne Kriege verlieren.

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Ellen K. über Eleonore P.

Ja, und das ist dann auch neben der Königin Louise das einzige Mal in der preußischen Geschichte, daß eine Frau überhaupt eine nennenswerte Rolle spielt. ;-) Und in beiden Fällen ist man irgendwie froh, wenn sie sich durch einen frühen Tod wieder verabschiedet, so hat das Christian von Krockow mal irgendwo gesagt. Der Vergleich zu Jeanne d‘Arc ist aber in jedem Fall ganz abwegig, insofern Jeanne das Heer des Königs als (Jung)frau/Mädchen anführt und sich nicht wie Eleonore Prochaska einer Freischar in Männerkleidern als Trommler beigesellt. (Jeanne trägt auch Männerkleider, was ihr dann im Prozeß auch mit zum Verhängnis wird, aber es ist eben klar, daß sie kein Mann ist.)

Nachtrag: Passender wäre mithin „die preußische Yentl“.

Virtuelle Affine – und Normalos

normalosMir ist heute zum wiederholten Male vorgehalten worden, ich bekümmerte mich zuviel um die Meinung von „virtuellen Persönlichkeiten“. Das stimmt nicht. Es sind Menschen, die ich kenne und mag und deren Urteil mir wichtig ist. „Virtuelle Persönlichkeiten“ ist ein Nebelkerzenbegriff. Ich habe seit Jahr und Tag mit Leuten im Internet zu schaffen (früher in Foren, heute in Blogs und im Twitter) und weiß natürlich, daß man sich dort auch inszeniert. Na und? Wo nicht?

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Achtung! Abendgang ins Unterland! Vor allem aber ein Brief aus dem Oberland!

er_sinDer Tag beginnt für uns Netzaffine außerordentlich dramatisch!

Es verhält sich nämlich so, daß Mag. Anton Kühnelt-Leddihn der Redaktion von Endstation Rechts! (E.R!) einen Brief geschrieben hat, den diese auch gleich auf ihren Seiten veröffentlicht! Aber wo überhaupt beginnen?!

Also, es ist der Student Marco Reese ein großer Verehrer des österreichischen klerikalreaktionären Denkers Erik von Kuehnelt-Leddihn, den heute keiner mehr kennt, auch wenn er in den 50er wohl von recht vielen gelesen wurde.

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„Homeschooling“

homeschoolingDas Schlagwort ist im Moment in der Szene en vougue. Gestern war Dieter Stein auf irgendeiner Fundamentalisten-Konferenz zu dem Thema und hat von da live getwittert – und zwar so grauslig und nervig, daß es ihn mindestens zwei Follower gekostet hat, unter anderem mich. Zweitens hat Ellen K. was dazu auf SiN geschrieben.

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Die göttliche Antifa

toechterDer HErr schickt den Rechten, die in ihrer Bosheit und Verstocktheit demographisch befreite Zonen errichten wollen, viele Töchter, auf daß sie zu Linken würden und von ihrem Treiben abließen.

Das jedenfalls legt eine englische Studie („Wörter, die wir nicht mehr hören können“) nahe, von der Ellen K. auf SiN aufarbeitend und reflektierend berichtet.

Virtuelle Persönlichkeiten

wind_weltAus verschiedenen ineinandergreifenden Anlässen ein paar kurze Überlegungen. Meines Erachtens kann man sich da verdammt schnell täuschen, nämlich Leute zu „virtuellen Persönlichkeiten“ erklären, die es keineswegs sind. Das ist doch auch eine Frage der Perspektive – man sieht von den Leuten eben nur, was sie von sich im Netz sehen lassen und denkt, sie beständen aus nichts anderem.

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Den Wahren, Guten und Schönen – www.sezession.de

wahren_guten_schoenen„Den wahren, guten und schönen Rechten (nämlich) ein Tagebuch“. Das ist er „Claim“ eines neuen Online-Projekts – des Online-Auftritts der rechtskonservativen Theorie-Zeitschrift Sezession, bekanntlich herausgegeben vom Institut für Staatspolitik im schönen Schnellroda, Sachsen-Anhalt. Sezession im Netz. heißt das Baby, online ist es seit eben gerade.

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Orthorexis, Orthopraxis

futterEinen hübschen Artikel zum Thema „Ernährung“, verfaßt von Ellen Kositza, finden wir auf der Website des „libertären“ Ossi-Magazins „Eigentümlich frei“: „Brecht reloaded: Erst die Moral, dann das Essen“. Es war uns ganz neu, aber es überzeugt: Es gibt eine neue Eßstörung, sozusagen eine Meta-Eßstörung: nämlich den Zwang, unbedingt das richtige zu essen.

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Die Gräfin über die Gutsbesitzerin

graefinMeine Güte, heute habe ich als IfS-E.R.-Groupie aber wirklich ’ne Menge zu tun. :roll: ;) Will es denn gar nicht dunkel werden? Also, Charlotte Gräfin von der Blumenwiese schreibt auf E.R. über Ellen Kositza: „Das widerborstige Leben einer rechten Glucke“.

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Gerhard-Löwenthal-Preis 2008 (3x ergänzt)

zur JF-MeldungWer ihn heuer bekommt, den Gerhard-Löwenthal-Preis, wurde in den letzten Wochen auf den einschlägigen Sites verbreitet – heute wird er in Berlin verliehen, die Online-JF vermeldet es. Den (dotierten) Hauptpreis erhält Ellen Kositza, der (nicht-dotierte) Ehrenpreis geht für sein Lebenswerk an Peter Scholl-Latour.

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Die Glucken sollen sich wehren

Das meint Gabriele Kuby in einer Rezension von Ellen Kositzas „Gender ohne Ende“ in der Online-JF (die sich deutlich hysterischer liest als das Buch, nebenbei). Da ich die Papier-JF nicht habe, bin ich mir jetzt nicht sicher: War der Text nicht schon älter? In der Online-JF datiert das von gestern…

Charlotte Gräfin von der Blumenwiese …

verreißt auf Endstation Rechts Ellen Kositzas „Gender ohne Ende“ und setzt sich damit empört von der kürzlich am selben Orte neuveröffentlichten Doppelrezension von Hans Felsbrock ab. Sie stellt einige sehr engagierte, aber auch etwas insistierende Fragen, rekuriert auch auf die hübsche Glucken-Passage aus dem rezensierten Büchlein und wendet sich im letzen Absatz ganz direkt an die Autorin.

Schön zu sehen, daß es in Mecklenburg-Vorpommern noch/wieder richtige Junkerinnnen gibt. Fesch.

Stimmen zu „Anonyma“

Heute mehrere Rezensionen des Films „Anonyma“ von Max Färberböck gelesen.

Andreas Kilb liefert in der FAZ einen richtiggehenden Verriß. Er lobt die Buchvorlage und wirft dem Film vor, objektiv sein zu wollen, wo man nur subjektiv sein kann. Die Charaktere seien viel zu klischeehaft und schematisch, der Keller viel zu groß, um das Breitwandformat zu füllen. Besonders scheußlich sei die Liebesgeschichte:
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„Porno goes Pop“ goes Endstation Rechts.

Sieh da, die Brodkorb-Truppe hat die im Juni dieses Jahres in der Zeitschrift horizonte erschienene, „Porno goes Pop“ betitelte und von „Hans Felsbrock“ verfaßte Doppelrezension von Ellen Kositzas „Gender ohne Ende“ und Charlotte Roches „Feuchtgebieten“ (Amyklai berichtete) nun auch auf Endstation Rechts veröffentlicht. Anlaß ist die Verleihung des – mehr oder minder szeneninternen – Gerhard-Löwenthal-Preises für Journalisten an Ellen Kositza.

(Und darf ich ein weiteres Mal meinem Abscheu vor den Äußerungen eines neurechten Netz-Schmutzfinken Ausdruck verleihen, der sich jetzt ebenso höhnisch wie möchtegerndenunziatorisch Sorgen um jemanden macht? Enttäuschte Liebe, so scheint’s. Aber bei denen braucht’s das bekanntlich nicht, um sie am Rad drehen zu lassen.)