Auf dem Laufsteg
Dieser Tage wird es schick, Schiffe ans Horn von Afrika zu schicken, so scheint’s. (In einem Katzenblog haben wir das neulich als „Cape Horn“ bezeichnet gesehen…) Nun also auch die unvermeidlichen Chinesen, die eigentlich immer zugreifen, wenn sich eine Gelegenheit bietet, tiefeingewurzelte Minderwertigkeitskomplexe zu kompensieren. Nun ja, hoffen wir, daß auf der „Karlsruhe“ niemand bei der Wahrnehmung des so gewiß „robusten Mandats“ ernstlich zu Schaden kommt.


Ein kluges, ein zumindest außerordentlich entspannendes Titelbild. Es zeigt einen Stich; das Duell zwischen Alexander Hamilton und William Burr. Hamilton schießt in die Luft, Burr erschießt Hamilton und wird dann wegen Mordes angeklagt. Gott sei Dank hat sich die FAZ angewöhnt, das unsägliche Wort „Ehrenmord“ grundsätzlich in Anführungszeichen zu setzen. Paßt auch ganz gut zum (schauderhaften)
Das FAZ-Feuilleton überläßt die Analyse der Finanzkrise nun der Sezession und wendet sich wieder seiner Kernkompetenz zu, nämlich den Naturwissenschaften und namentlich der Bioethik. Im ganzen Feuilleton geht’s heute um Charles Darwin. Der Leitartikel der Zeitung ist von Schirrmacher, bekanntlich ein junger Mann, der an Temperaturerhöhung leidet. Es geht diesmal aber. Daraus:
Als altes Spielkalb ist mir das Titelbild der heutigen FAZ eine reine und lautere Freude. Es handelt sich um Franck Ribérys Fußballschuhe, in die – so der Bild-Rechtfertigungs-Text – der Nikolaus bitte etwas hineinlegen möge. Und zwar (wie gesagt: nicht von mir) als Trost für den Verlierer des Fußballspiels Hoffenheim-Bayern. „Heute Abend!“ „Heute Nacht!“ Nun ja, man darf, ich habe das schon oft gesagt, eine ganze Menge, solange man weiß, was man tut. (Wissen sie’s?)
Das heutige Bild („Die Welt, eine Hallig“) gefällt mir ausgesprochen gut – man mag das auf norddeutschen Regionalpatriotismus und/oder auf frühkindliche Prägung durch Nordseeurlaube und Fantasy-Romane zurückführen. Als umso verstörender empfinde ich (wieder einmal) diesen gequält witzigen Erklärungs- und Rechtfertigungs-Zehnzeiler unter dem Bild. Diese geschraubten Texte aus dem Feuilleton drängen auch Leitglosse und Leitartikel an die Wand.
Er beginnt recht scheußlich, dieser Tag. Verschlafen, dann ein voller Tritt in die Klötze mit dieser FAZ-Seite-1, dazu auch noch ein ausgesprochen nervtötender, schreihälsiger Rechtfertigungs-Text mit mehreren Ausrufungszeichen. Auch in der Überschrift „Lang lebe der Thronfolger!“ übel Dann Blicke in dümmliche und häßliche Gesichter; fast noch häßlicher als Charles und allemal blöder. Mißgeburten. Überhaupt wird heute alles schieflaufen. Bah!!
Auf dem FAZ-Titel ein hübsches Foto von 1979: zwei radeln zu einer Demo in Hannover, Castor und Pollux, „Gorleben ist überall“. „Was mag aus ihnen geworden sein?“, fragt der Texter.
Nun ja, eine ziemlich bombastische Überschrift für’s „Bild des gestrigen Tages“ – dafür ist’s diesmal etwas kleiner als sonst. Vielleicht, weil man dann doch nicht zu sehr auf den Pudding hauen will, vielleicht, weil die Vier optisch doch weniger hermachen als die, der sie erst einmal das Handwerk gelegt haben. Was soll’s, wir haben uns gestern alle sehr gefreut.
Man mag mir bitte den bloggigen Titel nachsehen, aber das war tatsächlich meine erste Assoziation zum Titelfoto der heutigen FAZ…
(Man verzeihe mir den Titel, ist ’ne Anspielung auf einen alten k2-Thread…) Idee und Umsetzung finde ich diesmal relativ gelungen; im Erläuterungstext wird nochmals auf die schwarze
gestolpert, und zwar über die heute wegen der Literaturbeilage zur Buchmesse (
… heute morgen muß ich der FAZ hinterherrobben, obwohl mir eigentlich egal ist, was sie denen anhängen. Aber der dichte Beschuß nötigt mich dazu: Die Titelseite mit einem richtig erläuterten (und nicht nur mit Witzen versehenen) Foto, ferner Rainer Blasius auf Seite 5, letzterer auch
Mit einiger Verspätung doch noch etwas zur heutigen FAZ-Titelseite. Eigentlich ein schönes Foto, aber man muß ein ausgesprochener Fan von Krampf-Assoziationen sein, um dem Agglomerat von Sagas, Geysiren, Seifen und Blasen etwas abgewinnen zu können.
Die FAZ visualisiert die Dramatik des Geschehens auf den internationalen Finanz-Märkten und die Kümmernis der Regierungen deshalb mit einem einem exzentrischen Layout – und mit einem Rettungsring. (Ich hätte gerne auch einen.
) In der Bild-Gebrauchs-Anweisung ist dann noch vom Domino-Effekt und ein paar anderen Lieblingsvokabeln der Finanz-Krisen-Manager die Rede.