Alte faz.net-Artikel suchen

FAZ-Suche

Von @klandestina habe ich neulich gelernt, daß es sinnvoll ist, die Suchfunktion von faz.net zu meiden, wenn man ältere FAZ-Artikel sucht, derer man sich erinnert und die man hervorkramen möchte. Ein Beispiel: Der (lesenswerte) Artikel von Ingeborg Harms vom August 2010 über die in den USA beliebte Schriftstellerin mit dem kuriosen Namen Ayn Rand ist öffentlich im Web greifbar: „Sie sah den Übermenschen als Unternehmer“.

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FAZ (Nachrichten, die wehtun)

nachrichtenAngesichts des heutigen Titelbildes frage ich mich, ob ich sie nicht doch vermissen werde, wenn sie ab 1. März nicht mehr kommt… Was aber faz.net angeht: das ist gerade aus meinen „Standard-Tabs“ rausgeflogen. Don Alphonso als Dauer-Werbenummer inklusive Visage, das macht echt das Maß voll. Standard-Nachrichtensite wird bei mir jetzt erstmal SZ, dann schauen wir weiter.

Praktikantinnen im Endspurt

heldinnen_196Gestern abend hatte ich hier einmal etwas Feministisches gebracht. Heute morgen nun, gegen Ende der langen Feiertagskette, liefern mir die Praktikantinnen von faz.net erfreulicherweise die Gelegenheit frei Haus, in die andere Richtung zu boßeln. Sie berichten, prominent auf der Site plaziert, über „Frauen, die sich was trauen“, nämlich über „Frauen in Männerdomämen“. Also:

FAZ.NET hat genau hingeschaut, welche Hürden Frauen auf dem Weg zur sportlichen Gleichberechtigung überwinden müssen.

Der Artikel ist erfreulich kurz :d: , es geht im Grunde nur darum, eine Klickerzeugungsumfrage zu bewerben.

„Der Preis ist mit 5000 Euro dotiert.“

Und der von faz.net zitierte Ausriß aus der von Laudatio ist allemal ein Fullquote wert:

Das Projekt Lesesaal ist der gelungene und faszinierende Versuch, eine literarische Öffentlichkeit im Internet aufzubauen. Dadurch entsteht ein geistiges Netzwerk neuer Art, in welchem Schriftsteller, Kritiker und Leser miteinander in Verbindung treten.

:-D

In den Tag hinein

gestolpert, und zwar über die heute wegen der Literaturbeilage zur Buchmesse (als PDF – 8,7 MB) ganz ziegelsteinartige FAZ. Zum Ausgleich ein besonders leichtschwebendes Titelbild, das – Bild des Tages – die guten alten Peanuts bemüht, nun ja. Auf der Site wir die Messe um so aufdringlicher präsentiert, hoffentlich ist das alles bald vorbei. In der Heckscheibe eine interessante Glosse von Nonnenmacher zum (bescheidenen) Zustand der russischen Armee. Wir harren der Darbietungen der E.R.schen Faschismus-Wochen.

Die Praktikantin

KJ erwähnt sie in seinen lesenswerten Kommentaren zum Katholikentag in Osnabrück (Teil I und Teil II), die „mythische Praktikantin“ der Online-Redaktionen.

Ich darf hier vielleicht kurz klarstellen, um wen es sich dabei handelt, wie sich dieser Archetyp konstituiert hat. In den alten Tagen des Forums Konjunktiv 2 hatten frei_sein und ich uns angewöhnt, jeden Artikel auf faz.net (teils auch auf anderen großen Nachrichten-Sites), der uns dümmlich, schnell hingeschludert, banal, pubertär oder trivial erschien, auf „die Praktikantin“ zu schieben. Gerade für das immer wieder deutlich wahrnehmbare Verflachen der großen Nachrichten-Sites an langen Feiertags-Wochenenden wurden gerne „Praktikantinnen“ in Haftung genommen. Das hat sich dann zu einem Reflex, zu einem „Running Gag“ entwickelt. So kam das…

Heute ist für die Beobachtung der Großen Praktikantin zuvörderst frei_sein zuständig, der uns über ihr Treiben dann per E-Mail informiert.

Auf der Startseite

erdbeben_china_faz.jpgWirklich hübsch, wie dezent die FAZ ihre Website bewirbt. Am Wochende hatten sie das geneigte Publikum aufgefordert, im „F.A.Z. Lesesaal“ darüber zu „diskutieren“, welche Anglizismen denn „sinnvoll“ seien, wie originell. Auch nackte Haut bekommt man auf der Startseite von faz.net jetzt öfter zu sehen, wenn ich mich nicht irre, und die Schraddelthemen häufen sich. Nochmals: das alles kann der Spon viel, viel besser.

Etwas Erfreuliches fällt mir aber auch auf, und zwar in der Leitglosse von Frankenberger: Sie schreiben trotz ihres Umschwenkens zu einer Variante der neuen Rechtschreibungen „plaziert“ weiterhin nicht mit tz.

faz.net lesen – ein Irrweg?

wiki_drucken_faz_shot.jpgEs ist nicht zu fassen, und wirklich überhaupt nicht mehr auszuhalten. Man glaubt, es ginge nicht mehr schlimmer – aber das ist natürlich ein Irrtum. Jetzt versuchen die, aus dem Heise- und Blog-Aufreger „gedruckte Wikipipi“ einen Klick- und Community-Generator zu machen, und zwar tatsächlich in Form eines Eckenbrüllers: „In diesem FAZ.NET-Spezial können unsere Leser eine Debatte über das Für und Wider des Publizierens der Online-Enzyklopädie führen.“

Und zur Diskussionsanleitung gibt’s je einen Pro- und einen Contra-Artikel, versehen mit einem Foto des Verfassers, hübsch authentisch. „Die Aufregung ist übertrieben“, so ist der eine Artikel überschrieben, wie prägnant. :übel:

Es ist die infantile Verwischung der Formen, die hier so abstoßend wirkt.

Groll

Zum Frühstück einen lesbaren und ruhigen Artikel zu den aktuellen Grundkonstanten des Nahostkonfliktes – betrachtet aus saudi-arabischer Perspektive, verfaßt von Klaus-Dieter Frankenberger, betitelt „Des Königs Groll“, zu finden auf der letzten Seite des ersten Produkts der Druckausgabe – und auf faz.net wieder einmal eingemauert.

Zusammenfassung: Das Königreich Saudi-Arabien – dabei, sich als regionale Führungsmacht zu etablieren – zürnt Syrien, weil sich der junge Assad zu sehr an den Iran klammere und die Region destabilisieren helfe. Das iranische Atomprogramm wird in Saudi-Arabien sehr ernst genommen. Das Verhältnis zu den USA hat sich in den letzten Jahren erheblich verbessert, seit diese weniger aufgeregt nach Demokratisierung rufen und sich mit den modesten Reformen des Königs zufrieden geben und seit die Saudis ein wenig davon abgekommen sind, Islamisten auf der ganzen Welt finanziell zu unterstützen.

Europa ist so kurzsichtig! (aktualisiert)

Update: Im Figaro von gestern ein längerer Bericht über Frau Narotschnizkaja und ihre Bemühungen, im Auftrage des Zaren nun auch in Paris ein „Demokratie-Institut“ zu gründen. Sie bestreitet, von Kreml gesponsert zu werden, sondern sie werde von „15 NGOs“ unterstützt. (In Rußland scheint sich noch nicht herumgesprochen zu haben, daß es schändlicher ist, mit NGOs zu schaffen zu haben als mit Regierungen.)

(Der Artikel wäre allerdings überzeugender, wenn der Name ansatzweise richtig geschrieben wäre.)

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