Mit dem „Repertorium Germanicum“ zu schaffen – einem zwanzigbändigen Wahnsinnsprojekt von Quellenedition, das die Erwähnung von Personen aus und Orten im Deutschen Reich in den Papstakten von den 1370er bis in die 1470er Jahre erschließt. Das Deutsche Historische Institut in Rom arbeitet seit einem Jahrhundert daran.
Aus dem Vorwort zu Band V/1,1 (Tübingen 2004): „Zwei Jahre nach seinem Amtsantritt als Direktor des 1953 wiedereröffneten Deutschen Historischen Instituts (DHI) in Rom stellte Walther Holtzmann in seinem knappen Anriß der Institutsgeschichte fest: ‚Ein Sorgenkind war von jeher das Repertorium Germanicum‘.“ Kann man sich vorstellen…
Was mir neu war: Zuerst angestoßen wurde das Projekt von Ludwig Quidde – dem Linksabweichler in (und dann bald nicht mehr in) der deutschen Historikerzunft, Verfasser einer Satire auf Kaiser Wilhelm II. („Caligula“ ) und Friedensnobelpreisträger von 1927.