schriftzugover

Im Vorland

Hier im Herzen der Kabardei ist alles anders:
Wir schießen die erste Salve auf Sicht.
Wir riechen das Grün des Koriandes
Ganz anders als Ihr es wohl riecht.
Wir horchen auf Euch in der Ferne
Von Hügeln und verreisen sehr gerne.

Al triste

tristeAl triste

Ahí está lo que fue: la terca espada
Del sajón y su métrica de hierro,
Los mares y las islas del destierro
Del hijo de Laertes, la dorada
Luna del persa y los sin fin jardines
De la filosofía y de la historia,
El oro sepulcral de la memoria
Y en la sombra el olor de los jazmines.
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Frühling in der Stadt

tuempel_grDer Asphalt, er fühlt sich flauschig an.
Man merkt’s auch nach dem Laufen dran,
Daß man den Straßenkatzenflaum,
Bei sich dann hat im Baderaum.

Im Park fängt der Tümpel zu stinken an.
Der Flieder, er duftet im Maien dann.
Ich kauf mir mithin in der Warteschleife
Beim Woolworth ’nen Stückchen Fliederseife.

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Die Welt riecht süß nach Gestern

flieder_steine_kippApril

Die Welt riecht süß
nach Gestern.
Düfte sind dauerhaft.

Du öffnest das Fenster.
Alle Frühlinge
kommen herein mit diesem.

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Ein Löwe am Mittag

loeweEs paßt einfach alles zu gut zusammen. Der den Holocaust geleugnet habende +Williamson ward aus Argentinien hinausgebeten (ausgebetet?). Bei mir läuft seit fast schon zwei Wochen der „argentinische Bob Dylan“ Léon Gieco in Endlosschleife. Zum hundersten Jubiläum des Futuristischen Manifests paßt es auch.

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Dinge

Wieder Jorge Luis Borges, wieder ein Gedicht, wieder ein katalogisches Gedicht. Ich mag diese Kataloge seit langen Jahren (nicht erst, seit ich soviel Zeit mit Forenspielen verbracht habe): Dinge (chez Pierre Marteau). Es werden hier diskrete Gegenstände mit dezenter, zurückgenommener Melacholie ins Leben geholt.

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