Archiv des Schlagworts

Georgien-Krise 2008

Das Preludium, die Invasion Georgiens in Südossetiens, die Rußlands in Georgien — und die Folgen.

… und eine Leine für den Krallenträger

Eine solche fordert Josef Joffe, Mitherausgeber der Zeit. Er erläutert, was seines Erachtens „der Westen gegenüber Russland lieber lassen sollte“. Freut mich zu lesen, daß politischer Verstand in jener Redaktion noch nicht ganz ausgestorben ist.

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Die Krallen des Bären

Marc Zitzmann referiert in der Online-NZZ die Rekationen verschiedener französischer Intellektueller auf den Georgien-Rußland-Aufruf André Glucksmanns und Bernard-Henri Lévys: „Warum der krallt der Bär?“. Zitzmann greift Lévy sehr scharf an, und zwar wegen einer vorgestern in Le Monde erschienenen Reportage aus Georgien. Zitzmann:

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Noch ein Déjà-vu

Wie man es erwarten konnte, macht die FAZ mit einem Foto eines russischen Panzers in Prag im Jahre 1968 auf. So soll es auch sein. Und auch die Frage, von wo und von wann denn das Foto stamme, ist nur recht und billig: „Budapest 1956? Grosny 1999? Gori 2008 […] bei russischen Einmärschen gleichen sich nicht nur die Bilder.“

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„Als-ob-Strategen“

Ein irgendwie bemerkenswert verblasener, gleichzeitig aggressiver und inhaltsleerer Kommentar von Christoph Bertram auf Zeit-Online zur Georgien-Krise. Einerseits beschimpft er – ja wen beschimpft er? Er beschimpft eigentlich alle anderen in der Überschrift und dann noch mehrmals im Text als „Als-ob-Strategen“, hat dann aber auch nicht mehr zu bieten als ziemlich unpräzise Rußlandversteherei und das unterschwellige Bedienen des Antiamerikanismus der Zeit-Klientel.

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„Wem schlägt die Stunde?“

Mykola Riabtschuk, Herausgeber der ukrainischen Literaturzeitschrift Krytyka, erläutert in der taz, daß sich die prorussischen Elemente in der Ukraine (also „die Blauen“) bisher mit Beifallskundgebungen zur russischen Invasion in Georgien auffallend zurückhalten und versucht sich an einer Analyse, warum sie das tun. Ein recht interessanter Artikel: „Wem schlägt die Stunde?“.

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Zweimal zu Georgien (Militär & Entzauberung)

Zum fetten Sonntag zwei ruhige Analysen der russischen Invasion in Georgien.

Thom Shanker nimmt sich in der IHT der militärtechnischen Aspekte des Konflikts an. Fazit: Die russische Armee hat seit Afghanistan und Tschetschenien viel gelernt, hat aber duchaus noch Schwächen.

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Flipper

Der erste Urlaubstag, erst einmal ausgeschlafen, die Bugwelle der angestauten Müdigkeit durchstoßen.

Alle Verpflichtungen nach hinten, das heißt in die nächste Woche verschoben – und ich darf gar nicht daran denken, was ich alles in den nächsten Wochen zu regeln hätte.

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SOS ! (2. Update)

Uah! Das ist das Presse-Ereignis der Woche! (Es datiert von gestern, ich bekomm’s erst heute mit.)

André Glucksmann und Bernard-Henri Lévy veröffentlichen in der Libération einen donnernden Appell an die Europäer zur Georgienfrage, nein, zur Rußlandfrage: „SOS Géorgie ? SOS Europe !“

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Welches Rot?

Die FAZ hat sich gefaßt, ist auf die Füße gefallen und macht heute in (nein, nicht in Schweineblut) Aktionskunst.

Es ist ganz scheußlich, wie die deutschen Medien von ARD bis DRadio auf die allerplumpsten Kniffe der Russen hereinfallen. In der Regel dekoriert man das zwar mit Erwägungen über „Kriegspropaganda“, aber was man tut, ist nicht zu fassen.

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Ossetische Milizen

Von den südossetischen Milizen war gestern schon zu hören, nun schaffen sie es heute auf die FAZ-Titelseite. Na, man kann Rußland zu seinen Verbündeten nur gratulieren. :roll: Deren Landleute im Norden haben 2004 schon durch Herumgeballere in Beslan die Katastrophe ausgelöst, das jedenfalls hat Ruslan Auschew behauptet, und dem glaube ich das weiterhin aufs Wort.

Chromrot zum Frühstück

So, ich hoffe, die Tagesereignisse haben die FAZ gestern zumindest fürs erste zum letzenmal veranlaßt, aus der Form zu gehen. Mir gefällt diese kleine Serie auch nicht mehr, drei Folgen reichen, weiß Gott.

Realiter nehme ich übrigens vormittags grundsätzlich nichts Festes zu mir, nur Kaffee; die erste Mahlzeit ist alltags das Mittagessen so gegen halb zwei.

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Kupfersulfat zum Frühstück

Nun, eigentlich hatte ich mir heute vorgenommen, mich auf dem Weg zur Arbeit melodramatisch naßregnen zu lassen, aber daraus ist nichts geworden.

Die FAZ ist schon wieder aus den Fugen. Aber sie werden halt auch (man erinnere sich an die lange k2-Diskussion über das Foto auf dem Titelblatt – und an ähnliches) generell immer lauter.

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