„Aufstieg und Fall der großen Mächte“ 1 – über die spanische Infanterie und den Gran Capitán

Angesichts der einmal wieder aufgenommenen Beschäftigung mit Graciáns Handorakel kommt mir auch wieder eine bestimmte Passage aus Kennedys Aufstieg und Fall der großen Mächte in den Sinn. Als junger Mann fand ich das begeisternd. Heute, nun ja, kann ich zumindest mit der militaristischen Kausalitätskette im letzten Satz wenig anfangen… (Das Buch steht aber unbedingt auf der Leseliste. Es muß noch einmal gelesen werden.)
(weiter…)

Zu Ungarn…

… hat es im Tagesspiegel einen zwar gutgemeinten, aber historisch naiven Gastkommentar von Alexander Gauland. Wenn er den Vertrag von Trianon kritisiert, übersieht er, daß Ungarn im Habsburgerreich ein „Imperium im Imperium“ war, daß nach 1918 selbstverständlich zu zerschlagen war. Wenn er den Ausgleich von 1867 lobt, übersieht er, daß es vor allem mit den Tschechen (aber auch mit allen anderen Völkern) eben keinen Ausgleich gab – daß sich 1867 die zwei mächtigsten Parteien über die Köpfe der kleineren hinweg geeinigt haben.

Zwei Zitate vom Ritter

Wenn sich der Tatort schon nicht an der Kampagne zur Rettung des Images Österreichs beteiligen mag, so müssen andere in die Bresche springen. Da fügt es sich wunderbar, daß mir frei_sein gerade zwei erbauliche Zitate von Erik Ritter von Kuehnelt-Leddihn zuspielt. Nun ja, es geht um das Haus Österreich, das durchaus etwas anderes ist als die Republik Österreich – die sich um ihr Image bitte selbst kümmern mag :-) .

Gerade das erste Zitat gefällt mir ganz ausgezeichnet.

(weiter…)