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Islamismus und Islamkritik

Wir meinen, daß die sogenannte „Islamkritik“ ihrem eigenen (vorgeblichen) Anliegen schadet. Wer den Islamismus, gar den Dschihadismus bekämpfen möchte, kann dies sinnvoller- und erfolgversprechenderweise nur in Kooperation mit der großen Masse der nichtfundamentalistischen Moslems und ihren Wortführern tun. (Wenn es diese Wortführer denn nur in größerer Zahl gäbe!)

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Lieb, aber doof

So sieht Henryk Broder in einer trotz zahlreicher Standard-Broderiana immer noch lesenswerten Rede treffend und klug die Deutschen: lieb, harmlos, tolerant, naiv, unaggressiv, normal. Finde ich auch – und ich freu mich auch drüber, wer wollte das nicht? Nur es fehlt eben ab und zu was und es ist oft zuviel des Guten – Broder deutet seinen Unmut an, artikuliert ihn aber nicht offen. Was fehlt, sind meines Erachtens und Erfühlens: Grandezza, Schneid, Rattigkeit, Panache. Ich mag das Wort „gesunde Aggressivität“ nicht (wegen seines ersten Bestandteils), aber auch das trifft es leidlich.

Jews on demand

So ziemlich die einzigen Lacher dieses Nachmittages verdanke ich einem herrlichen, schon ein paar Tage alten Verriß des neuen, autobiographischen Buches von Maxim Biller, verfaßt von Broder, veröffentlicht im Spon: „Maxim und Modest“. (via @frei_sein, danke!). Unbedingt lesen, wir haben bei einigen Passagen noch viel lauter gelacht als bei der hier:

Jeder von uns versucht auf seine Weise, der bessere Deutsche zu sein: Michel Friedman, die gegelte Nervensäge, Michael Wolffsohn, der sensible Patriot, Rafael Seligmann, der am liebsten deutsche Phantomschmerzen behandelt, Micha Brumlik, der Professor Unrat der Grünen, ich, der Pausenclown. Wir sind alle „jews on demand“, jeder von uns hat sich in einer Nische eingerichtet und achtet darauf, sein Alleinstellungsmerkmal nicht zu verlieren.

Kampfjets

Sie ist zugegebenermaßen eine recht hohe, die Hemmschwelle, aus einem Standard-Broder einen Amyklai-Volleintrag zu machen… Aber diesmal hat er doch einige so hübsche Pointen, daß ich mir die Sache nicht entgehen lassen mag.

Nummer 1 wäre der Aufhänger:

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Mehrere Dauerbroder

finden wir in einem Spon-Artikel versammelt: Islamisierung, falsche Toleranz des Westens, neuerdings auch gerne Zorn über das Internet. Ein Standard-Broder, also allemal keine schlechte Lektüre. Hübsch beobachtet ist auch das hier:

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Heimo, Henryk, Gloria, Wilhelm, Ingo und Benedikt

Reichlich verspätet reiche ich beflissen, aber auch sehr gerne einen Hinweis auf einen witzigen Artikel von Heimo Schwilk in der Welt nach. Er hat sich eine Podiumsdiskussion über Ingo Langners Papst-Hörbuch angeschaut. Teilnehmer waren Monsignore Wilhelm Imkamp, Henryk M. Broder und – Gloria von Thurn und Taxis.

Daraus:

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Ganze Kohorten von Selbsthassern

…jüdischen nämlich, nicht deutschen, läßt Arno Lustiger eingangs eines recht lesenswerten Artikels im FAZ-Feuilleton aufmarschieren – ein Rundumschlag von den ältesten Tagen (mit besonderem Schwerpunkt auf dem 19. Jahrhundert und 20. Jahrhundert, Weininger kommt übrigens auch vor) bis in die Gegenwart.

Und in der Gegenwart angekommen sind dann alle wieder traut beeinander:

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Hildegard von Bingen bekommt den Henryk-M-Broder-Preis

Die Dankesrede Henryk M. Broders anläßlich der Verleihung des Hildegard-von-Bingen-Preises (ausgerechnet) an ihn ist im FAZ-Feuilleton abgedruck und auf faz.net online. In größter Zeitnot (Hausarbeit und Sport warten noch) konnte ich bis dato nur die erste Spalte lesen, wollte es aber jetzt schon notiert haben. Es ist natürlich ein besonders echter Broder. Das hier gefällt mir ausgesprochen gut:

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Anti-Anti-Keulen-Keule

Broder und kein Ende – ist wird für ganz normale, sterbliche Nicht-Antisemiten und Nicht-Ganz-Philosemiten zusehens schwieriger, den Überblick zubehalten. In der Welt nun ein gegen Bahners (FAZ) und Steinfeld (SZ) gerichteter Pro-Broder-Artikel: „Die Anti-Antisemitismuskeule“.

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Broderiana II & FAZ-Perlentaucheriana

Wenn die FAZ „Hü!“ sagt, und der Perlentaucher sagt etwas dazu, dann sagt er mit Sicherheit „Hott!“. Und so wirft sich nun Thekla Dannenberg vom PT für Henryk M. Broder ins Zeug, nachdem der – Amyklai hat berichtet – von Patrick Bahners in der FAZ angegriffen worden war.

Sicher zu Recht weist die Autorin daraufhin, daß es (in diesem Falle einmal, Amyklai) Broder sei, der verklagt von Evelyn Hecht-Galinski worden sei und nicht umgekehrt.

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Broderiana

Wie üblich geht’s um Prozesse und wie üblich darum, wer wen wo als Antisemiten bezeichnen darf oder nicht — Patrick Bahners berichtet und kommentiert im FAZ-Feuilleton. Der Krach zwischen Henry M. Broder und Evelyn Hecht-Galinski ist sicher in Grundzügen bekannt, und die Aussagen von Frau Hecht-Galinski interessieren hier auch nicht.

Bemerkenswert scheinen mir aber diese Bemerkung Bahners‘:
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