Gefunden im Vorwort des X. Bandes der Constitutiones et acta publica-Reihe der Abteilung Leges in quart der Monumenta Germaniae Historica – „Dokumente zur Geschichte des deutschen Reiches und seiner Verfassungen“, herausgegeben von der Akademie der Wissenschaften der DDR, bearbeitet von Margarete Kühn, Weimar 1979-1991, S. VII:
Die Bearbeiterin ist am 18. August 1986 im Alter von 92 Jahren verstorben. Der Tod nahm Margarete Kühn bei der Bogenkorrektur des letzten Textfaszikels von Band X die Feder aus der Hand. Hermann Krause, den sie als Gelehrtenautorität noch ihrer eigenen Generation hoch achtete, hat als dazu Berufener die Verstorbene in einem Nachruf gewürdigt (Deutsches Archiv, 42. Jg., 1986, S. 747).
In den letzten Jahren war Margarete Kühn die älteste Mitarbeiterin der Monumenta Germaniae Historica (seit 1941) und Nestorin der quelleneditorischen Arbeit über Karl IV. Verehrt und bewundert, brachte sie auf einem jahrelangen Krankenlager und unter ständigen Schmerzen als Achtzig- und schließlich Neunzigjährige die Kraft und den Willen auf, ihr Lebens- und Alterswerk, die Constitutiones-Bände König Karls IV. 1349 bis 1353, zu vollenden, zum bleibenden Nutzen der Geschichtswissenschaft.
Nun, bei der Lieferung waren die Seiten noch nicht aufgeschnitten…
Nachtrag: Dieses MGH-Faszikel von 1991 war, glaube ich, die jüngste Lieferung, das jüngste ausgelieferte Werk überhaupt mit nicht aufgeschnittenen Seiten, das ich je in der Hand gehabt habe. Ich vermute fast, daß man das zu der Zeit nur noch in der DDR so gemacht hat.