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The Asian Way of Life

mabubabuKishore Mahbubani aus Singapur (und zwar aus der engeren Lee-Kuan-Yew-Mischpoche) empfiehlt dem Iran in einem immerhin nicht ungenießbaren Artikel auf Project Syndicate ganz absehbar einen – asiatischen Lösungsansatz. Bitte sehr, sollen sie mal, wenn sie denn möchten. Aber was mich hier stört, in die Schlichtheit und Selbstverständlichkeit mit der er dem Westen Inkompetenz und Schwarzweißmalerei vorwirft.

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Der Artikel

articleIch meine den Artikel von „der Iran“, also das „der“. Vor Jahren habe ich mich mal drüber aufgeregt, daß er mehr und mehr verschwindet – da hätte ich heute freilich viel zu tun. Was soll’s? Den meisten Deutschen, die die angelsächsische Praxis übernehmen, dürfte auch gar nicht bewußt sein, daß es im Englischen ursprünglich ein Aspekt von „politischer Korrektheit“ war, die „armen, heißen Länder“ nicht mehr mit einem Artikel zu bedenken, also nicht mehr „the Argentine“, „the Gambia“ etc. zu sagen…

Bildquelle: hawkexpress, CC

Viele Farben Grün

gruenHm, strange, die Farbe Grün steht mittlerweile nicht nur für den Islam und den Islamismus, sondern auch für den Anti-Islamismus – weil sich dieser im Iran islamisch maskieren muß. Je nun. Die Twitterer machen’s mit ohne zu murren, gut so. (Hoffentlich nicht, ohne sich zumindest zu wundern.)  Dann haben wir da noch die Partei der Grünen. Grüne Welle. Gibt’s die Grüne Woche eigentlich noch? Irland ist auch grün. Die Sezession nur dieses Jahr, im nächsten wird sie rot. Im Russischen Bürgerkrieg gab es neben Roten und Weißen auch Grüne – nämlich anarchistische Gruppen, Nestor Machno wäre da der wesentliche Name. Noch was?

Zwar fordert Schlomo Ben-Ami, also immerhin

ehemaliger israelische Außenminister (unter Barak), auf PS nicht explizit die Eindampfung der israelischen A-Waffen, aber er ist auch nicht allzu weit davon entfernt. Bemerkenswert auch das grundsätzliche Verständnis für den iranischen Standpunkt, also beispielsweise für das Gefühl der „Verlassenheit“ im Ersten Golfkrieg. Ich möchte ihm hier weder zustimmen, noch meckern. Es wird aber zumindest deutlich, daß Israel und der Iran keine strukturellen Gegner sind, nach 2500 Jahren der friedlichen Koexistenz immer noch nicht. ;-)

Knallt’s?

XOPOIIIO, das ist jetzt schon zwei Tage alt, es ist extrem bloggy und anderweitig schon zur Genüge verhandelt worden. Aber der Artikel auf welt.de ist von Benny Morris, also einem aus der Ersten Garde. Und die NZZ hatte neulich Ähnliches. Es sieht verdammt nach einem Schlag Israels gegen den Iran aus. Hoffen wir auf gutes Gelingen, wenn es soweit kommt, weiß Gott. :d: Morris:

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Groll

Zum Frühstück einen lesbaren und ruhigen Artikel zu den aktuellen Grundkonstanten des Nahostkonfliktes – betrachtet aus saudi-arabischer Perspektive, verfaßt von Klaus-Dieter Frankenberger, betitelt „Des Königs Groll“, zu finden auf der letzten Seite des ersten Produkts der Druckausgabe – und auf faz.net wieder einmal eingemauert.

Zusammenfassung: Das Königreich Saudi-Arabien – dabei, sich als regionale Führungsmacht zu etablieren – zürnt Syrien, weil sich der junge Assad zu sehr an den Iran klammere und die Region destabilisieren helfe. Das iranische Atomprogramm wird in Saudi-Arabien sehr ernst genommen. Das Verhältnis zu den USA hat sich in den letzten Jahren erheblich verbessert, seit diese weniger aufgeregt nach Demokratisierung rufen und sich mit den modesten Reformen des Königs zufrieden geben und seit die Saudis ein wenig davon abgekommen sind, Islamisten auf der ganzen Welt finanziell zu unterstützen.