„Geschichte des Westens“ 1 – auf den ersten Metern
Nach dem langen Weg Deutschlands in den Westen nun der noch längere Weg des Westens zu sich selbst. Erste Eindrücke:
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Nach dem langen Weg Deutschlands in den Westen nun der noch längere Weg des Westens zu sich selbst. Erste Eindrücke:
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WDR 3/WDR 5 ZeitZeichen: 8. April 1928: Die Türkei beschließt die Trennung von Staat und Religion
1928 proklamiert Atatürk die Laizité nach französischem Vorbild, die strikte institutionelle Trennung von Staat und Religion. Die neue Republik soll radikal mit der islamischen Vergangenheit brechen. Alle Angelegenheiten der Religion werden einer staatlichen Religionsbehörde unterstellt. Bis heute ist diese radikale Doktrin von oben umstritten. Autorin: Marfa Heimbach © WDR 2013
Sehr schwierige Aufgabe, diese Sendung – ziemlich bis sehr gut gelöst, sofern ich mir ein Urteil erlauben darf.
Tatort „Zwischen den Fronten“, ORF 2012, Moritz Eisner (Harald Krassnitzer), Bibi Fellner (Adele Neuhauser)
Gesellschaftlich-politisches Rahmenthema: Globalisierung, Islamismus, Anti-Islamismus, Islam, Katholizismus, Orthodoxie, Tschuschen, Austrofaschismus, Engelbert Dollfuß, Neofaschismus, österreichische Vetternwirtschaft, UNO, Irak, Bosnien, USA, Cyberwar, Soziale Medien, Attac, Überwachungsstaat
Nul ne doit être inquiété pour ses opinions, même religieuses, pourvu que leur manifestation ne trouble pas l’ordre public établi par la loi.
Niemand soll wegen seiner Anschauungen, selbst religiöser Art, belangt werden, solange deren Äußerung nicht die durch das Gesetz begründete öffentliche Ordnung stört.
Artikel 10 der Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte.
Das von der Deutschen Welle betriebene Webprojekt Qantara ist nicht nur eine Brücke, so die Bedeutung seines Namens – es ist ein stolzes und einsames Leuchtfeuer in der dunklen, dunklen Nacht der deutschsprachigen Websites zum Thema „Islam“.
Vor einigen Tagen nun wurde der Webauftritt einer grundlegenden Erneuerung unterzogen – und ich weiß nicht so recht, was ich davon halten soll.
Charakteristisch für die Revolutionen der letzten zwei Jahrzehnte – für die „Samtenen Revolutionen“, die „ausgehandelten Revolutionen“, die „Farbenrevolutionen“ – ist zunächst einmal ihr Ziel: es geht um Pluralismus und Demokratie nach westlichem Vorbilde. All diese Revolutionen stehen in irgendeiner Form in der Tradition der Amerikanischen und der Französischen Revolution.
Wir meinen, daß die sogenannte „Islamkritik“ ihrem eigenen (vorgeblichen) Anliegen schadet. Wer den Islamismus, gar den Dschihadismus bekämpfen möchte, kann dies sinnvoller- und erfolgversprechenderweise nur in Kooperation mit der großen Masse der nichtfundamentalistischen Moslems und ihren Wortführern tun. (Wenn es diese Wortführer denn nur in größerer Zahl gäbe!)
Der gestrige und der heutige Tag haben uns eine lesbare und eine exzellente Rezension von Egon Flaigs umstrittener „Weltgeschichte der Sklaverei“ beschert. Gestern hat Jürgen Zimmerer das Opus in der Süddeutschen de facto verissen: „Und wieder gegen den Islam“. Flaig habe gar keine Weltgeschichte der Sklaverei geschrieben, obwohl er es gekonnt hätte, so grosso modo der Vorwurf. Das Buch werde immer schlechter, je näher Flaig seinem Hauptfeinde, dem Islam, käme:
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Und zwar die Frömmler in Bosnien:
Bei einer Massenschlägerei zwischen einer Gruppe ultrareligiöser Wahhabiten und vermutlich ehemaligen Kämpfern der bosnischen Armee wurde der 34-jährige Magdi Dizdarevic getötet.
(Mit diesem Magdi Dinges hat es einen richtigen erwischt.) Als alter Optimist hoffe ich also, daß es um den Euroislam doch noch nicht ganz geschehen ist. (Hat @klandestina vorhin gefunden…) – Link
Ich empfehle die Lektüre eines ausgezeichneten Artikel von Gideon Böss in der Welt (via @klandestina): „Monty Python würde dem Islam gut tun“. Der Verfasser wirft den Muslimen oder zumindest ihren öffentlich wahrnehmbaren Repräsentaten ihre Humorlosigkeit vor:
Hm, strange, die Farbe Grün steht mittlerweile nicht nur für den Islam und den Islamismus, sondern auch für den Anti-Islamismus – weil sich dieser im Iran islamisch maskieren muß. Je nun. Die Twitterer machen’s mit ohne zu murren, gut so. (Hoffentlich nicht, ohne sich zumindest zu wundern.) Dann haben wir da noch die Partei der Grünen. Grüne Welle. Gibt’s die Grüne Woche eigentlich noch? Irland ist auch grün. Die Sezession nur dieses Jahr, im nächsten wird sie rot. Im Russischen Bürgerkrieg gab es neben Roten und Weißen auch Grüne – nämlich anarchistische Gruppen, Nestor Machno wäre da der wesentliche Name. Noch was?
Was assoziiert man eigentlich so zum Thema „Islam in Indien“? Na, John Singer Sargents „Kaschmir“! Entstanden ist das wunderbare Bild im Jahre 1908, als auch in Indien die Welt noch leidlich in Ordnung war; es zeigt Sargents etwa elfjährige Nichte Reine Ormond in einem exotischen Kaschmir-Schal in sieben verschiedenen Posen.
Kishore Mahbubani, seines Zeichens Dekan der Lee Kuan Yew School of Public Policy der Nationalen Universität von Singapur, kritisiert – durchaus im Sinne des Namenspatrons des von ihm geleiteten Instituts – auf Project Syndicate die Entscheidung des norwegischen Nobelpreiskomitees: „Ungerechtigkeit bei Nobelpreisverleihung“.
Er zweifelt (natürlich) nicht daran, daß Martti Ahtisaari ein bedeutender Mann sei, der den Nobelpreis verdient habe.