30 Tage des „Gebets für die islamische Welt“
Es ist eine sogar für christliche Verhältnisse außergewöhnlich geschmacklose Aktion anzuzeigen.
Bekanntlich beten Christen immer gerne für irgend jemanden, und zwar durchaus auch gerne ohne dessen ausdrückliches Einverständnis oder gar gegen dessen Willen. Jedenfalls sagen sie, daß sie das tun – wenn sie für Nichtchristen beten, beten sie natürlich nicht für den Bebeteten, sondern dafür, daß er auf’s eigene Niveau heruntergezogen werde.




Ne Anekdote aus dem Supermarkt. Ist schon einige Zeit her, hatte ich aber noch nirgendwo ausgetratscht. In der Schlange beim Woolworth; hinter mir stehen zwei türkische Mädchen, so siebzehn, achtzehn. Aufgemiezt nach Art der Unterschicht – sie unterhalten sich also auch in erheblicher Lautstärke. (Man muß sich ab und zu klarmachen, in welchem Maße sich diese Leute schon intergriert haben. Lorenz Jäger mal was Witziges dazu geschrieben.)

Wie ungezählte andere Menschen auch habe ich an diesem Wochenende vor der Frage gestanden, ob ich mir den „islamkritischen“ Schmuddelfilm dieses Holländers anschauen soll oder nicht. Ich habe es dann bleiben lassen. Da war die vulgäre Physiognomie der Type mit ihren gefärbten Haaren, da waren die Pflicht-Abhandlungen im FAZ-Feuilleton, die uns alles wissen lassen, was wir wissen müssen.
