Der Weg ins Paradies (Batu)

Tatort „Der Weg ins Paradies“, NDR 2012, Cenk Batu (Mehmet Kurtulus)

Gesellschaftlich-politisches Rahmenthema: Islamismus, Dschihadismus

:d:

Großartig! Ein von der ersten bis zur letzten Minute atemberaubend spannender Thriller, bestens recherchiert und mit allen Finessen perfekt in Szene gesetzt!

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Liberté, liberté chérie – in der Burqa

Timothy Garton Ash ist also gegen das Montag in Kraft tretende Burka-Verbot auf Frankreichs Straßen: „Believe in liberty, equality, fraternity? This time, don’t follow the French“. Ich halte seine kernliberale Argumentation für ausgesprochen ehrenwert: Was anderen nicht schadet, muß erlaubt sein. Burkaträgerinnen müssen mit Mohammedkarikaturen leben, Mohammedkarikaturen-Liebhaber mit Burkaträgerinnen (wenn auch nicht mit diesen zusammen).

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Typisch und untypisch

Werner D‘Inka (also der Chef der Rhein-Main-Lokalredaktion) kommentiert in der FAZ den offenbar islamistisch motivierten Terroranschlag im Frankfurter Flughafen am Mittwoch: „Radikalisierer benennen“. Ja, tatsächlich, es ist der erste zur Ausführung gekommene Terroranschlag mit diesem Hintergrund auf deutschem Boden.

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Keine Islamische Revolution

Olivier Roy, der das Scheitern des politischen Islam schon im Jahre 1994 postuliert hat, stellt nun im New Statesman angesichts der Ereignisse in Tunesien und Ägypten folgendes fest: „This is not an Islamic Revolution“. In dem nicht immer ganz prägnanten Artikel arbeitet er die wesentlichen Aspekte des Postislamismus (diesen Begriff verwendet er explizit) und der Christdemokratisierung des politischen Islams (diesen deutschlandbasierten Begriff verwendet er natürlich nicht) heraus.

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Islamismus und Islamkritik

Wir meinen, daß die sogenannte „Islamkritik“ ihrem eigenen (vorgeblichen) Anliegen schadet. Wer den Islamismus, gar den Dschihadismus bekämpfen möchte, kann dies sinnvoller- und erfolgversprechenderweise nur in Kooperation mit der großen Masse der nichtfundamentalistischen Moslems und ihren Wortführern tun. (Wenn es diese Wortführer denn nur in größerer Zahl gäbe!)

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Viele Farben Grün

gruenHm, strange, die Farbe Grün steht mittlerweile nicht nur für den Islam und den Islamismus, sondern auch für den Anti-Islamismus – weil sich dieser im Iran islamisch maskieren muß. Je nun. Die Twitterer machen’s mit ohne zu murren, gut so. (Hoffentlich nicht, ohne sich zumindest zu wundern.)  Dann haben wir da noch die Partei der Grünen. Grüne Welle. Gibt’s die Grüne Woche eigentlich noch? Irland ist auch grün. Die Sezession nur dieses Jahr, im nächsten wird sie rot. Im Russischen Bürgerkrieg gab es neben Roten und Weißen auch Grüne – nämlich anarchistische Gruppen, Nestor Machno wäre da der wesentliche Name. Noch was?

Das Zurückweichen der Aufklärung

zurueckBernard-Henri Lévy schreibt in der FAZ zum 20. Jahrestag des Falles Rushdie – klug, lichtvoll und schön pathetisch wie stets. Er sieht es ganz richtig, mit diesem Fall beginnt etwas, das man schlüssig mit dem Begriff „Zurückweichen“ fassen kann. Auszüge:

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Der Krieg, der viele Väter hatte

pearl_harborDer pazifische nämlich. Auf Project Syndicate findet sich ein ganz interessanter Artikel von Eri Hotta über den Ausbruch desselben: „Warum wir Pearl Harbor nicht vergessen sollten“. Da das Jubiläum des Angriffs (7.12.) schon ein paar Tage her ist, vermute ich, daß der Artikel auch nicht ganz neu ist, ich finde ihn aber erst jetzt.

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Dans le djebel

djebelIch habe mir gerade in den Tagesthemen die Berichterstattung über das Lebenslänglich für diesen freundlichen jungen Mann aus dem Libanon, dem mit der aparten Gelfrisur, angeschaut. Ganz spontan ist mir dazu eine schon ziemlich alte Forenanekdote in den Kopf gekommen.

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Mehrere Dauerbroder

finden wir in einem Spon-Artikel versammelt: Islamisierung, falsche Toleranz des Westens, neuerdings auch gerne Zorn über das Internet. Ein Standard-Broder, also allemal keine schlechte Lektüre. Hübsch beobachtet ist auch das hier:

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Zur Lage der Türkei

In einem gestern von der FR unter dem Titel „Kein Rückschritt, sondern Fortschritt“ veröffentlichen (und ziemlich schusselig aus dem Englischen übersetzten) Text wertet die türkische Politologin Seyla Benhabib die Diskussion um die Zulassung der Kopftuches in staatlichen Schulen und Universitäten unter dem Strich als gesellschaftlichen – Fortschritt.

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Reine Religion

Olivier Roy, also nicht irgendwer, sondern einer der nennenswertesten französischen Islamspezialisten, fordert in der Online-NZZ, dem Islamismus unter anderem dadurch zu begegnen, daß man den Islam als „‚reine‘ Religion“ nimmt und betrachtet. Daß man zwischen „dem Islam“ und der „islamischen Welt“ unterscheidet, so übersetzen wir es uns.

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