Project Syndicate: „Klassenkampf in der Türkei“ von Ian Buruma

Klassenkampf in der Türkei by Ian Buruma – Project Syndicate

Wahrhaft exzellenter Artikel von Ian Buruma zum Zusammenhang von Islamismus, Demokratie, Liberalismus und Sozialismus in der Türkei und in Syrien!

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FAS: „Sprengsatz in Bonn: Das deutsche Zentrum des Dschihadismus“

Sprengsatz in Bonn: Das deutsche Zentrum des Dschihadismus – Inland – FAZ

In Bonn kreuzen sich die Wege zahlreicher militanter Islamisten. Nun ist die Stadt nur knapp einem Bombenanschlag entgangen – mutmaßlich durchgeführt von einer Schlüsselfigur der Szene.

Jungle World: „‚Jihadisten sind Narzissten‘ – Olivier Roy im Gespräch über islamistische Radikalisierung in Frankreich“

jungle-world.com – Archiv – 47/2012 – Interview – Olivier Roy im Gespräch über islamistische Radikalisierung in Frankreich

Inteeview mithin mit einem der nennenswertesten Islamismus-Experten des Westens.

Mit dem politischen Islam meine ich die Umsetzung des Islam als Staatsideologie. Das ist klar von den Aktivitäten solcher radikalen Gruppen zu unterscheiden. Man kann dies mit dem Scheitern des Marxismus und dem Aufstieg des linken Terrorismus vergleichen. Zumindest der Mechanismus ist ähnlich: Die Brigate Rosse, die RAF und auch die Action Directe sind Bewegungen, die genau in der Periode besonders aktiv waren, als die kommunistischen Parteien eine tiefgreifende ideologische Krise erlebten.

[...]

Deshalb sind alle unsere Programme, die einen moderaten Islam bewerben, absurd, denn sie erreichen niemals die betroffenen Individuen. Diese jungen Jihadisten sind vor allem eines: Narzissten auf der Suche nach Ruhm. Sie als »schlimmste Bedrohung für den Westen« darzustellen, verleiht ihnen nur zusätzliches Selbstwertgefühl. Man sollte sie daher öffentlich als das bezeichnen was sie sind: soziale Verlierer auf der Suche nach Zugehörigkeit.

FAS: „Salafist Murat K.: Ein Messerstecher vor Gericht“

Standard: „Die Ohnmacht der ‚radikalen Verlierer‘ und das Versagen der Linken“

Die Ohnmacht der "radikalen Verlierer" und das Versagen der Linken – Debatten – derStandard.at › Meinung

Über einige Unschärfen des Diskurses über Gewalt und politischen Terror und die Notwendigkeit, die Stimmen der Deklassierten nicht den Populisten zu überlassen. Nachklang einer Polit-Matinee im Burgtheater

Nicht sooo toller Text von Buruma – und vor allem eine schauderhafte, holprige (und auch noch ösi-deutsche) Übersetzung.

taz: „Teil zwei der Bürgerrevolution – Bengasis Bürger weisen die Islamisten in ihre Schranken“

Lies: „Salafisten“!

Es sei kurz klargestellt, was mir an der Verwendung dieses Begriffes nicht paßt. Es ist grundsätzlich bedenklich bis falsch, politischen und religiösen Fanatikern ihre Eigenbezeichnungen durchgehen zu lassen.

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Der Weg ins Paradies (Batu)

Tatort „Der Weg ins Paradies“, NDR 2012, Cenk Batu (Mehmet Kurtulus)

Gesellschaftlich-politisches Rahmenthema: Islamismus, Dschihadismus

:d:

Großartig! Ein von der ersten bis zur letzten Minute atemberaubend spannender Thriller, bestens recherchiert und mit allen Finessen perfekt in Szene gesetzt!

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Liberté, liberté chérie – in der Burqa

Timothy Garton Ash ist also gegen das Montag in Kraft tretende Burka-Verbot auf Frankreichs Straßen: „Believe in liberty, equality, fraternity? This time, don’t follow the French“. Ich halte seine kernliberale Argumentation für ausgesprochen ehrenwert: Was anderen nicht schadet, muß erlaubt sein. Burkaträgerinnen müssen mit Mohammedkarikaturen leben, Mohammedkarikaturen-Liebhaber mit Burkaträgerinnen (wenn auch nicht mit diesen zusammen).

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Typisch und untypisch

Werner D‘Inka (also der Chef der Rhein-Main-Lokalredaktion) kommentiert in der FAZ den offenbar islamistisch motivierten Terroranschlag im Frankfurter Flughafen am Mittwoch: „Radikalisierer benennen“. Ja, tatsächlich, es ist der erste zur Ausführung gekommene Terroranschlag mit diesem Hintergrund auf deutschem Boden.

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Keine Islamische Revolution

Olivier Roy, der das Scheitern des politischen Islam schon im Jahre 1994 postuliert hat, stellt nun im New Statesman angesichts der Ereignisse in Tunesien und Ägypten folgendes fest: „This is not an Islamic Revolution“. In dem nicht immer ganz prägnanten Artikel arbeitet er die wesentlichen Aspekte des Postislamismus (diesen Begriff verwendet er explizit) und der Christdemokratisierung des politischen Islams (diesen deutschlandbasierten Begriff verwendet er natürlich nicht) heraus.

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Islamismus und Islamkritik

Wir meinen, daß die sogenannte „Islamkritik“ ihrem eigenen (vorgeblichen) Anliegen schadet. Wer den Islamismus, gar den Dschihadismus bekämpfen möchte, kann dies sinnvoller- und erfolgversprechenderweise nur in Kooperation mit der großen Masse der nichtfundamentalistischen Moslems und ihren Wortführern tun. (Wenn es diese Wortführer denn nur in größerer Zahl gäbe!)

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Viele Farben Grün

gruenHm, strange, die Farbe Grün steht mittlerweile nicht nur für den Islam und den Islamismus, sondern auch für den Anti-Islamismus – weil sich dieser im Iran islamisch maskieren muß. Je nun. Die Twitterer machen’s mit ohne zu murren, gut so. (Hoffentlich nicht, ohne sich zumindest zu wundern.)  Dann haben wir da noch die Partei der Grünen. Grüne Welle. Gibt’s die Grüne Woche eigentlich noch? Irland ist auch grün. Die Sezession nur dieses Jahr, im nächsten wird sie rot. Im Russischen Bürgerkrieg gab es neben Roten und Weißen auch Grüne – nämlich anarchistische Gruppen, Nestor Machno wäre da der wesentliche Name. Noch was?

Das Zurückweichen der Aufklärung

zurueckBernard-Henri Lévy schreibt in der FAZ zum 20. Jahrestag des Falles Rushdie – klug, lichtvoll und schön pathetisch wie stets. Er sieht es ganz richtig, mit diesem Fall beginnt etwas, das man schlüssig mit dem Begriff „Zurückweichen“ fassen kann. Auszüge:

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Der Krieg, der viele Väter hatte

pearl_harborDer pazifische nämlich. Auf Project Syndicate findet sich ein ganz interessanter Artikel von Eri Hotta über den Ausbruch desselben: „Warum wir Pearl Harbor nicht vergessen sollten“. Da das Jubiläum des Angriffs (7.12.) schon ein paar Tage her ist, vermute ich, daß der Artikel auch nicht ganz neu ist, ich finde ihn aber erst jetzt.

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