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Audio-Datei (Dauer/Größe: 8:20 — 3.8MB)
Links: Podcast, Noa, Sounds of Israel
Wer nach einer konzisen Einführung in die gegenwärtige politische und gesellschaftliche Lage im Staate Israel sucht, wird in deutscher Sprache schwerlich etwas Besseres finden. Hervorzuheben ist insbesondere die vorbildliche politische Neutralität der Autorin, ihres Zeichens Israel-Korrespondentin der Zeit.
Sehr amüsant:
Und zwar durch einen möglichst effizienten Teilboykott Israels: durch ein Boykott der Siedler, also des Haupthindernisses eines irgend tragfähigen Arrangements zwischen Israel und Palästina. Es sollte so deutlich wie möglich zwischen Israel und den Israelis einerseits und den Siedlern andererseits unterschieden werden.
… wird im israelischen Außenministerium gestreikt. Der opulente Web-2.0-Auftritt der israelischen Botschaft zu Berlin (Twitter, Facebook, etc. pp.) liegt seitdem bracht. Sie wollen soviel Geld haben wie die vom Mossad, habe ich gehört. (Und mit denen haben sie in den Botschaften ja auch mal zu tun.
) Heute nun tun sich auf dem Flickr-Konto des Außenministeriums merkwürdige Dinge: Üblicherweise werden da so etwa alle zwei Wochen ein bis zwei Fotos von Staatsbesuchen veröffentlicht – und nun wird der Photostream mit Touristenfotos (Strand, Basar…) geflutet.
TV-Krimi „Mörderischer Besuch“, Israel/Deutschland, ZDF 2010, Michael Ochajon (Heiner Lauterbach)
Man weiß nicht, was man für das größere Wunder halten soll: daß ein deutsches Team heute in Israel ganz problemlos und selbstverständlich einen israelischen Krimimalroman verfilmen kann, dessen Handlungshintergrund der Holocaust bildet, oder daß Heiner Lauterbach sympathisch wirken kann.
Vorhin nun wurde es auch in der Tagesschau kurz erwähnt: Der Kibbuz Degania Alef am Kinneret – der erste Kibbuz überhaupt, „em hakvutsot“, die Mutter der Kibbüzlein – ist hundert Jahre alt geworden. Glückwunsch!
Nun, richtig gerechnet haben sich die Kibbuze nie. Was soll’s? Der Versuch, eine bessere, sozialistische Welt ohne Privateigentum zu schaffen – und zwar ohne Schnellgerichte und Exekutionskommandos, wie Kishon gelegentlich angemerkt hat – hat immer fasziniert und wird weiter faszinieren.
Heiner Lauterbach macht sich gut als Israeli! Und Marie-Lou Sellem sowieso
! Ich habe mir das gerade mit großer Freude und großem Vergnügen angeguckt: „Die Seele eines Mörders“. Leider kenne ich die Romanvorlage von Batya Gut (die mir des öfteren empfohlen wurde) nicht – demnächst.
Ich empfehle meinen Leser die Lektüre eines Interviews mit dem linken israelischen Rockmusiker Aviv Geffen in der taz: „Wir hatten einen anderen Traum“. Geffen spricht über Berlin und Tel Aviv, Deutsche und Israelis, über Fanatiker, Profiteure und Vernünftige, schließlich auch von seiner Hoffnung auf Barack Obama. (Vielleicht etwas zu viele) Ausrisse: